Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Weinimporte steigen - Rotwein aus Übersee besonders beliebt

03.03.2005


Wie das Statistische Bundesamt aus Anlass der Weinmesse "ProWein 2005" vom 6. bis 8. März in Düsseldorf mitteilt, hielt der Aufwärtstrend bei den Weinimporten (Weine bis 15 Vol.-% Alkoholgehalt) auch im Jahr 2004 an. Im vergangenen Jahr wurden nach vorläufigen Ergebnissen der Außenhandelsstatistik rund 1,2 Mrd. Liter Wein eingeführt; dies übertraf die Vorjahresmenge um ca. 6%. Der Gesamtwert der Importe lag nahezu unverändert bei 1,4 Mrd. Euro.

... mehr zu:
»Durchschnittswert

Die Steigerung der Einfuhrmenge ist ausschließlich den Weißweinen zuzuschreiben. Im Jahr 2004 wurden 491 Mill. Liter Weißwein importiert; das waren 15,9% mehr als im Vorjahr (424 Mill. Liter). Der Anteil der Weißweine an der Gesamteinfuhrmenge von Wein erhöhte sich von 38% in 2003 auf 42% im Jahr 2004. Die Rotweineinfuhren betrugen 2004 etwa 675 Mill. Liter und erreichten damit knapp das Vorjahresergebnis von 679 Mill. Litern (- 0,6%).

Die wichtigsten Herkunftsländer der Weißweine im Jahr 2004 waren Italien (211 Mill. Liter im Wert von 190 Mill. Euro), Spanien (136 Mill. Liter im Wert von 48 Mill. Euro) und Frankreich (52 Mill. Liter im Wert von 88 Mill. Euro). Auch Rotweine kamen hauptsächlich aus Italien (184 Mill. Liter im Wert von 297 Mill. Euro). Weitere wichtige Herkunftsländer waren Frankreich (169 Mill. Liter im Wert von 312 Mill. Euro) und Spanien (87 Mill. Liter im Wert von 133 Mill. Euro).


Immer größerer Beliebtheit erfreuen sich außereuropäische Weine. Im Jahr 2004 wurden 63 Mill. Liter Wein im Wert von 66 Mill. Euro aus Chile importiert. Aus den Vereinigten Staaten kamen 48 Mill. Liter für 61 Mill. Euro, aus Australien 32 Mill. Liter für 57 Mill. Euro und aus Südafrika 24 Mill. Liter für 44 Mill. Euro. Aus diesen Ländern kommen hauptsächlich Rotweine. Der Anteil der Rotweinimporte an den gesamten Weinimporten betrug für Chile 83%, für die Vereinigten Staaten 79%, für Australien 75% und für Südafrika 64%.

Die Durchschnittswerte für importierten Wein waren im Jahr 2004 niedriger als im Vorjahr. So kostete ein Liter Weißwein durchschnittlich 0,87 Euro (- 12,3% gegenüber 2003) und ein Liter Rotwein 1,50 Euro (- 3,4% gegenüber 2003). Vor allem bei den Weißweinen sind je nach Herkunftsland große Unterschiede der Durchschnittswerte zu beobachten. Im Jahr 2004 kostete ein Liter Weißwein aus Frankreich durchschnittlich 1,70 Euro. Spanischer Weißwein wurde für durchschnittlich 0,35 Euro importiert. Die rückläufige Entwicklung der Durchschnittswerte ist auch auf die zunehmende Nachfrage nach preisgünstigem Tafelwein und Sektgrundwein zurückzuführen.

Rainer Neidhöfer | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Berichte zu: Durchschnittswert

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fließender Übergang zwischen Design und Simulation

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Industrial Data Space macht neue Geschäftsmodelle möglich

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Neue Sicherheitstechnik ermöglicht Teamarbeit

27.03.2017 | HANNOVER MESSE