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Verweildauer in Krankenhäusern erstmalig unter neun Tagen

16.02.2005

Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes ist die Verweildauer der Krankenhauspatienten und -patientinnen weiter gesunken: um 3,3%, von 9,2 Tagen im Jahr 2002 auf durchschnittlich 8,9 Tage in 2003. Insgesamt gab es 17,3 Mill. Behandlungsfälle, rund 130 000 weniger als im Vorjahr. In den letzten Jahren war diese Zahl kontinuierlich gestiegen.

2003 standen in den 2 189 Krankenhäusern knapp 542 000 Betten bereit. Damit lag die Bettendichte bei durchschnittlich 66 Betten je 10 000 Einwohner. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der Krankenhäuser durch Schließungen und Fusionen stärker zurück (- 1,4%) als die Zahl der Betten (- 1,0%). Die Krankenhäuser befanden sich zu 24,9% in privater Trägerschaft (+ 1,2 Prozentpunkte), zu 39,1% in freigemeinnütziger Trägerschaft (- 0,4 Prozentpunkte) und zu 36,0% in öffentlicher Trägerschaft (- 0,8 Prozentpunkte). Von den öffentlichen Einrichtungen war knapp ein Drittel privatrechtlich geführt, z. B. als GmbH, und gut zwei Drittel öffentlich-rechtlich, z. B. als Anstalten des öffentlichen Rechts.

Am 31.12.2003 waren 1,0 Mill. Personen in den Krankenhäusern beschäftigt. Umgerechnet auf die volle tarifliche Arbeitszeit entsprach die Beschäftigtenzahl rund 841 000 Vollkräften (+ 0,9%). 114 000 Vollkräfte arbeiteten im ärztlichen Dienst (+ 1,2%), im nichtärztlichen Dienst waren 727 000 Vollkräfte (+ 0,9%) beschäftigt.

Die Gesamtkosten der Krankenhäuser beliefen sich 2003 auf 62,3 Mrd. Euro (+ 2,7%), mit 40,4 Mrd. Euro machten dabei die Personalkosten 64,8% der Gesamtkosten aus. Abzüglich der Kosten für nicht- pflegesatzfähige Leistungen lagen die Kosten bei 55,6 Mrd. Euro (+ 1,6%). Die bereinigten Kosten für einen stationären Behandlungsfall betrugen damit rechnerisch 3 214 Euro (+ 2,4%).

Sandra Schulte | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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