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In vier von hundert Ehen leben ausländische und deutsche Ehepartner zusammen

10.07.2001


Wie das Statistische Bundesamt zum Weltbevölkerungstag am 11. Juli mitteilt, lebten in Deutschland im Mai 2000 19,5 Mill. Ehepaare (April 1991: 19,5 Mill.), davon 17,4 Mill. Ehepaare, bei denen beide Partner einen deutschen Pass besaßen (April 1991: 17,9 Mill.) und 1,3 Mill. Ehepaare, bei denen beide Partner einen ausländischen Pass hatten (April 1991: 1,0 Mill.). Bei weiteren 806 000 Ehepaaren (April 1991: 553 000) hatte der eine Partner eine ausländische und der andere Partner die deutsche Staatsangehörigkeit. Somit lebten in rund vier von hundert Ehen (4 %) deutsche und ausländische Eheleute zusammen (April 1991: 3 %). Das zeigen die Ergebnisse des Mikrozensus 2000, der europaweit größten jährlichen Haushaltsbefragung zu den Lebens- und Arbeitsverhältnissen in Deutschland.

Von den 806 000 binationalen Ehepaaren lebten im Mai 2000 762 000 Ehepaare im früheren Bundesgebiet und 44 000 Ehepaare in den neuen Ländern und Berlin-Ost. Somit lag der Anteil der binationalen Ehepaare an allen Ehepaaren im Westen mit 5 % deutlich höher als im Osten mit 1 %. Während im früheren Bundesgebiet im Mai 2000 bei der Mehrzahl (51 %) der binationalen Ehepaare die Ehefrau Ausländerin und der Ehemann Deutscher war, überwogen in den neuen Ländern und Berlin-Ost mit 57 % binationale Ehepaare, bei denen die Ehefrau einen deutschen und der Ehemann einen ausländischen Pass hatte.

Bei 60 % der binationalen Ehepaare wuchsen im Mai 2000 in Deutschland (ledige) Kinder (ohne Altersbegrenzung) im Haushalt auf. Bei Ehepaaren, in denen beide Partner Deutsche waren, lag dieser Anteil mit 49 % deutlich niedriger. Hatten beide Eheleute eine ausländische Staatsangehörigkeit, wuchsen in 73 % ihrer Haushalte Kinder auf. Binationale Ehepaare zogen im rechnerischen Durchschnitt 1,67 Kinder groß, Ehepaare, in denen beide Partner Deutsche waren, durchschnittlich 1,70 Kinder. Bei Ehepaaren, in denen beide Partner eine ausländische Staatsangehörigkeit hatten, lebten durchschnittlich 2,05 Kinder.

Dr. Klaus-Jürgen Duschek | Pressestelle

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