Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Jahr 2004: Mehr Beschäftigung bei Frauen, weniger bei Männern

20.01.2005


Die Erwerbstätigkeit von Frauen und Männern verlief im vergangenen Jahr unterschiedlich. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes waren im Durchschnitt des Jahres 2004 von den rund 38,4 Mill. Erwerbstätigen in Deutschland 18,1 Mill. oder 47,1% Frauen. Verglichen mit dem Durchschnitt des Jahres 2003 erhöhte sich die Zahl der erwerbstätigen Frauen um 193 000 Personen (+ 1,1%). Die Beschäftigung der Männer dagegen verringerte sich im gleichen Zeitraum um 65 000 Personen (- 0,3%). Der Frauenanteil an allen Erwerbstätigen erhöhte sich damit gegenüber dem Jahr 2003 um 0,4 Prozentpunkte.

Begünstigt wurde die Entwicklung der Erwerbstätigkeit von Frauen auch im Jahr 2004 insbesondere durch die strukturelle Verschiebung hin zu den Dienstleistungsbereichen, welche einen vergleichsweise hohen Frauenanteil an den Erwerbstätigen aufweisen. Dazu beigetragen hat u.a. die Ausweitung der geringfügigen Beschäftigung (Minijobs), da derartige Beschäftigungsformen verstärkt in den Dienstleistungsbereichen nachgefragt und von Frauen ausgeübt werden. Dagegen nahm die Erwerbstätigkeit in Wirtschaftsbereichen mit traditionell hohen Männeranteilen ab.

Von 100 erwerbstätigen Frauen im Jahr 2004 waren 84 Frauen im tertiären Sektor, den Dienstleistungsbereichen tätig, dagegen nur 14 Frauen im sekundären Sektor, d.h. dem Produzierenden Gewerbe einschließlich Baugewerbe. Zwar arbeitete von 100 erwerbstätigen Männern ebenfalls die Mehrheit in den Dienstleistungsbereichen (60), dennoch übten noch 37 von 100 Männern eine Tätigkeit im Produzierenden Gewerbe aus. Eine nur noch untergeordnete Rolle spielte bei beiden Geschlechtern eine Tätigkeit im primären Sektor: Von jeweils 100 weiblichen und männlichen Erwerbstätigen waren nur noch zwei Frauen bzw. drei Männer in der Land- und Forstwirtschaft beschäftigt.

Der Weg in die Selbstständigkeit findet bei den Frauen allerdings immer noch seltener statt als bei den Männern. Zwar stieg die Zahl der weiblichen Selbstständigen um 3,0% gegenüber dem Jahr 2003, doch sind von den 4,3 Mill. Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger lediglich knapp ein Drittel Frauen. Auch die Selbstständigenquote von Frauen mit knapp 7,9% lag noch deutlich hinter der Männerquote von 14,1% zurück.

Die hier dargestellten Erwerbstätigenzahlen für die Gesamtwirtschaft sind gegenüber der Pressemitteilung vom 3. Januar 2005 unverändert. Weitere Daten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen zur Erwerbstätigkeit können ebenfalls im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes direkt unter www.destatis.de/themen/d/thm_erwerbs.htm abgerufen werden.

Christoph-Martin Mai | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin

26.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Akute Myeloische Leukämie: Ulmer erforschen bisher unbekannten Mechanismus der Blutkrebsentstehung

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Naturkatastrophen kosten Winzer jährlich Milliarden

26.04.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Zusammenhang zwischen Immunsystem, Hirnstruktur und Gedächtnis entdeckt

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie