Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Müllmenge sank 2002 um 3,5%

01.12.2004


Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, betrug nach den Ergebnissen der Abfallstatistik für das Jahr 2002 das an Entsorgungs­anlagen (z. B. Deponien, Verbrennungsanlagen) ermittelte Abfallaufkommen in Deutschland 381 Mill. t. Dies waren 14 Mill. t oder 3,5% weniger als im Jahr 2001 und 25 Mill. t oder 6,2% weniger als im Jahr 2000. Den größten Anteil des Abfalls stellten die Bau- und Abbruchabfälle mit 241 Mill. t, gefolgt von Siedlungsabfällen mit 53 Mill. t, dem Bergematerial aus dem Bergbau (etwa Abraum) mit 46 Mill. t und Abfällen aus Produktion und Gewerbe mit 42 Mill. t.



Die entsorgte Abfallmenge ging 2002 in erster Linie deshalb zurück, weil Bau- und Ab­bruchabfälle im Vergleich zu 2001 um 11 Mill. t abnahmen und gegenüber 2000 um 20 Mill. t. Dies ist auf die sinkende Bautätigkeit zurückzuführen. Auch in Produktion und Gewerbe fielen 2002 weniger Abfälle an: 3 Mill. t weniger als 2001 und 5 Mill. t weniger als 2000.



Von den 381 Mill. t Gesamtaufkommen im Jahr 2002 wurden 129 Mill. t deponiert oder in Müllverbrennungsanlagen beseitigt. Der weitaus größere Teil, nämlich 252 Mill. t, konnte wiederverwertet werden, und zwar 248 Mill. Tonnen stofflich und 4 Mill. t thermisch durch Verbrennen in Produktions­anlagen der Industrie. Das entspricht einer Verwertungsquote von 66%, die gegenüber 2001 und 2000 praktisch unverändert geblieben ist. Den Hauptanteil an der stofflichen Verwertung machten die Bau- und Abbruchabfälle mit 206 Mill. t aus. Sie wurden im Straßen- und Wegebau eingesetzt sowie im sonstigen Erdbau als Füllmaterial oder zum Lärmschutz verwendet.

Die Wiederverwertungsquoten für getrennt gesammelten Müll sind ebenfalls stabil. Glas sowie Papier/Pappe/Kartona­gen wurden im Jahr 2002 zu 99% wiederverwertet, Metall- und Verbundver­packungen zu 96%, Leichtverpackungen und Kunststoffe zu 75% und Elektronikschrott nahezu vollständig. Allerdings erfasst die Abfallstatistik nur die an Entsorgungs­anlagen angelieferten Elektronikab­fälle, welche nur einen Bruchteil der erzeugten Menge darstellen.

Die Ermittlung des Abfallaufkommens basiert auf einem Rechenmodell. Die durch die amtliche Statistik an allen deutschen Entsorgungsanlagen jährlich ermittelten Abfall­mengen können nicht unmittelbar zu einem Gesamtaufkommen addiert werden. Das Rechenmodell schließt weitestgehend Doppelzählungen aus, die durch mehrfaches Erfassen desselben Abfalls auf verschiedenen Entsorgungsstufen entstehen.

Weitere Auskünfte gibt: Sarah Nasse, Tel. 01888-644-8226, E-Mail: sarah.nasse@destatis.de

Sarah Nasse | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Berichte zu: Abbruchabfall Abfallaufkommen Gesamtaufkommen Rechenmodell

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

23.01.2017 | Physik Astronomie

Vom Feld in die Schule: Aktuelle Forschung zu moderner Landwirtschaft für den Unterricht

23.01.2017 | Bildung Wissenschaft

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungsnachrichten