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Höchste Sozialhilfequote: Bremerhaven wieder vor Kassel

17.11.2004


In den Großstädten Deutschlands beanspruchen die Menschen nach wie vor häufiger Sozialhilfe als in den kleineren Städten.



Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes betrug die durchschnittliche Sozialhilfequote (Anteil der Empfänger von laufender Hilfe zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen an der Bevölkerung in Prozent) zum Jahresende 2003 in 76 ausgewählten Großstädten mit mehr als 100 000 Einwohnern 5,6% (+ 0,1 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr). Die Quote lag damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 3,4% (das waren bundesweit insgesamt 2,81 Mill. Hilfeempfänger).

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Die höchste Empfängerquote hatte Ende 2003 mit 11,8% Bremerhaven, das bereits zwischen 1997 und 2001 stets die höchste Quote verzeichnete. Die zweithöchste Sozialhilfequote wies Kassel (9,9%) auf, das im Vorjahr noch die höchste Quote hatte. Die niedrigste Quote wurde – wie bereits im Vorjahr – in Erlangen (1,9%) ermittelt; es folgten Heidelberg (2,3%) und Jena (2,5%).

Im Vergleich zu den übrigen Altersgruppen sind Kinder – sowohl in Großstädten als auch auf Bundesebene – besonders häufig von Sozialhilfe betroffen. So ist in den Groß­städten nahezu jedes siebte Kind unter 15 Jahren (13,4%) auf Sozialhilfe angewiesen; bundesweit liegt die Sozialhilfequote dieser Altersgruppe bei 7,7%. In der Regel weisen Großstädte mit einer hohen allgemeinen Sozialhilfequote auch überdurchschnittliche Sozialhilfequoten für Kinder auf und umgekehrt. Dementsprechend schwanken die Sozialhilfequoten bei Kindern unter 15 Jahren zwischen 27,8% in Bremerhaven und 5,0% in Erlangen.

Dies geht aus der gemeinsamen Veröffentlichung „Sozialhilfe im Städtevergleich – Ein Vergleich 76 deutscher Großstädte“ der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder hervor, die kostenlos online im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes erhält­lich ist. Die Publikation enthält ferner für die zehn Großstädte mit der höchsten Sozialhilfequote eine Schätzung der Zahl der Sozialhilfeempfänger, die nicht erwerbstätig, aber grundsätzlich erwerbs­fähig sind.

Weitere Auskünfte gibt: Sascha Krieger, Tel. 01888-644–8159, E-Mail: sozialhilfe@destatis.de

Sascha Krieger | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de/allg/d/veroe/sozi_stadt.htm

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