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6,6 Mill. schwerbehinderte Menschen in Deutschland

12.11.2004


Wie das Statististische Bundesamt mitteilt, lebten zum Jahresende 2003 in Deutschland 6,6 Mill. schwerbehinderte Menschen; das waren rund 70 000 oder 1,1% weniger als am Jahresende 2001.



Bezogen auf die gesamte Bevölkerung war in Deutschland jeder zwölfte Einwohner (8,0%) schwerbehindert. Knapp über die Hälfte (52%) der Schwerbehinderten waren dabei Männer. Als schwerbehindert gelten Personen, denen von den Versorgungsämtern ein Grad der Behinderung von 50 und mehr zuerkannt wurde.

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Behinderungen treten vor allem bei älteren Menschen auf: So war gut die Hälfte (52%) der schwerbehinderten Menschen 65 Jahre und älter; ein knappes Viertel (22%) gehörte der Altersgruppe zwischen 55 und 65 Jahren an. 2% der Schwerbehinderten waren Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.

Überwiegend (84%) wurde die Behinderung durch eine Krankheit verursacht, 5% der Behinderungen waren angeboren, 2% auf einen Unfall oder eine Berufs­krankheit zurückzuführen.

Am häufigsten litten schwerbehinderte Menschen unter körperlichen Behinderungen (67%): Bei 26% der Personen waren die inneren Organe bzw. Organsysteme betroffen. Bei 14% waren Arme und Beine in ihrer Funktion eingeschränkt, bei weiteren 14% Wirbelsäule und Rumpf. In 5% der Fälle lag Blindheit bzw. Sehbehinderung vor. 4% litten unter Schwerhörigkeit, Gleichgewichts- oder Sprachstörungen.

Auf geistige oder seelische Behinderungen entfielen zusammen 9% der Fälle, auf zerebrale Störungen ebenfalls 9%. Bei den übrigen Personen (15%) war die Art der schwersten Behinderung nicht ausgewiesen.

Bei einem Viertel der schwerbehinderten Menschen (24%) war vom Versorgungsamt der höchste Grad der Behinderung von 100 festgestellt worden; 31% wiesen einen Behinderungsgrad von 50 auf.

Weitere Auskünfte gibt: Jutta Hantel, Tel. 01888-644 -8148, E-Mail: schwerbehinderte@destatis.de

Jutta Hantel | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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