Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Öffentliche Einnahmen um 0,6% und Ausgaben um 0,2% gesunken

27.09.2004


Nach den Ergebnissen der Kassenstatistik des Statistischen Bundesamtes gingen im ersten Halbjahr 2004 die Einnahmen (– 0,6%) und die Ausgaben (– 0,2%) der öffentlichen Haushalte (Bund, Sondervermögen des Bundes, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung) im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück.



Die Einnahmen der öffentlichen Haushalte betrugen in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres 429,7 Mrd. Euro, während die Ausgaben ein Volumen von 500,8 Mrd. Euro erreichten. Aus der Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben (einschl. Saldo haushaltstechnischer Verrechnungen) ergibt sich nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ein Finanzierungsdefizit in Abgrenzung der Finanzstatistik von 70,4 Mrd. Euro. Es war damit um 1,0 Mrd. Euro höher als im ersten Halbjahr 2003.



Zum Rückgang der Einnahmen der öffentlichen Haushalte im ersten Halbjahr 2004 trugen insbesondere erheblich gesunkene Einnahmen aus wirtschaftlicher Tätigkeit (– 45,3% auf 6,6 Mrd. Euro) bei. Vor allem der Bund hatte aufgrund stark rückläufiger Einnahmen aus dem Bundesbankgewinn (0,2 Mrd. Euro gegenüber 5,4 Mrd. Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum) kräftige Einbußen zu verzeichnen. Auch die Einnahmen der Gemeinden aus wirtschaftlicher Tätigkeit fielen deutlich niedriger aus (– 12,1% auf 3,7 Mrd. Euro).

Dagegen stiegen die Einnahmen aus Steuern und steuerähnlichen Abgaben (+ 1,3% auf 387,4 Mrd. Euro). Nach Ebenen betrachtet erhöhten sich im Berichtszeitraum die Steuereinnahmen des Bundes leicht um 0,3% auf 93,8 Mrd. Euro. Die Steuereinnahmen der Länder nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 3,7% auf 80,7 Mrd. Euro und die der Gemeinden – allerdings zum Teil bedingt durch Sondereffekte im Zusammenhang mit niedrigerer Gewerbesteuerumlage – um 10,4% auf 21,2 Mrd. Euro zu. Auch die Beitragseinnahmen der gesetzlichen Sozialversicherung stiegen geringfügig im ersten Halbjahr 2004 um 0,2% auf 181,0 Mrd. Euro.

Ursächlich für den leichten Rückgang bei den Ausgaben der öffentlichen Haushalte im ersten Halbjahr 2004 waren geringere laufende Sachausgaben (– 1,7% auf 103,8 Mrd. Euro), weiterhin deutlich gesunkene Ausgaben für Baumaßnahmen (– 7,2% auf 9,4 Mrd. Euro) und für den Erwerb von Sachvermögen (– 7,5% auf 3,2 Mrd. Euro) sowie niedrigere Darlehensgewährungen (– 2,9% auf 10,5 Mrd. Euro). Dagegen stiegen die Ausgaben für Sozialleistungen um 1,4% auf 186,0 Mrd. Euro an. Auch die Ausgaben für das Personal im öffentlichen Dienst (+ 1,0% auf 92,5 Mrd. Euro) und für Zinsen (+ 2,0% auf 35,5 Mrd. Euro) nahmen zu.

Der Stand der Kreditmarktschulden der öffentlichen Haushalte erhöhte sich bis zum 30. Juni 2004 auf 1 365,8 Mrd. Euro. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten zur Überbrückung vorübergehender Liquiditätsengpässe (Kassenverstärkungskredite) beliefen sich auf 38,4 Mrd. Euro.

Bei der Interpretation der Ergebnisse für die öffentlichen Haushalte im ersten Halbjahr 2004 ist zu berücksichtigen, dass hieraus wegen der unterjährigen Schwankungen bei den Ausgaben und Einnahmen noch keine Rückschlüsse auf das Jahresergebnis gezogen werden können.

Methodische Kurzbeschreibung: www.destatis.de/presse/deutsch/abisz/kassenstatistik.htm

Tabelle: Eckwerte der öffentlichen Haushalte im 1. Halbjahr 2004 und 2003

Weitere Auskünfte gibt: Renate Schulze-Steikow, Tel. 0611-75-4166, E-Mail: gesamthaushalt@destatis.de

Renate Schulze-Steikow | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Berichte zu: Sozialversicherung Steuereinnahme

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie