Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Standardquelle der Information: Datenreport 2004 vorgestellt

23.08.2004


Sind die Deutschen zufrieden mit ihrer Gesellschaft? Weniger als die Hälfte sind es. Damit gehört Deutschland zu einer Minderheit unter den früheren EU-15-Ländern. Welche Rolle spielen die stark diskutierten alternativen Energiequellen wirklich? In Deutschland deckten Wind- und Wasserkraft 2002 nur 0,9% des Verbrauchs an Primärenergie, das Mineralöl aber 37,4%. Industrienation Deutschland? Von 1991 bis 2003 verringerte sich der Beitrag der klassischen Industrie zum Bruttoinlandsprodukt von 30% auf 25%, während der Beitrag der Dienstleistungen von 62% auf 70% stieg. Wie steht es mit der Ausländerquote? Ende 2002 lebten 7,3 Mill. Menschen nichtdeutscher Staatsangehörigkeit in Deutschland, sie stellen seit 1995 recht konstant etwa 9% der Bevölkerung. Mit welchem Aspekt ihrer Lebensverhältnisse sind die Deutschen am wenigsten zufrieden? Mit der sozialen Sicherung - sie erzielte zuletzt die schlechteste Bewertung.


Diese und viele weitere Fakten enthält der "Datenreport 2004". Die Kombination aus Daten der amtlichen Statistik und Ergebnissen der Sozialforschung erscheint jetzt zum zehnten Mal seit 1983 und ist eine Koproduktion des Statistischen Bundesamtes, der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb, des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) und des Zentrums für Umfragen, Methoden und Analysen (ZUMA), Mannheim.

Walter Radermacher, Vizepräsident des Statistischen Bundesamtes, Thomas Krüger, Präsident der bpb, Dr. Roland Habich vom WZB und Dr. Heinz-Herbert Noll vom ZUMA stellten die Veröffentlichung heute in Berlin vor.


Der Datenreport ist eine Standardquelle zur Information über die soziale Lage und das subjektive Wohlbefinden der Bevölkerung in Deutschland geworden. Er bietet seinen Leserinnen und Lesern nicht nur Tabellen, sondern fasst Zahlen in Worte. Der erste Teil des Datenreports skizziert mit den Zahlen des Statistischen Bundesamtes die objektiven Lebensbedingungen, während die Sozialwissenschaft im zweiten Teil die Entwicklung der Lebensverhältnisse und des subjektiven Wohlbefindens auf der Grundlage von sozialwissenschaftlichen Erhebungen der gesellschaftlichen Dauerbeobachtung untersucht.

Walter Radermacher (Statistisches Bundesamt) skizziert den Trend zur alternden Gesellschaft und die Konsequenzen auf Lebensformen, Erwerbstätigkeit und Bildung: "Das statistische Bild der Gegenwart hilft uns, den Blick in die Zukunft zu schärfen."
Wie Dr. Roland Habich (WZB) und Dr. Heinz-Herbert Noll (ZUMA) betonten, gibt es diesmal viele Indizien, die auf Verschlechterungen der Lebensbedingungen und des subjektiven Wohlbefindens in Deutschland hinweisen: "Es trifft nicht mehr länger zu, dass es den Deutschen besser geht als den meisten anderen Europäern, vielmehr ist Deutschland mittlerweile bei vielen Indikatoren - auch des materiellen Lebensstandards - in die mittleren Ränge des früheren EU-15-Europa abgerutscht."

"Mit der jetzt erscheinenden zehnten Auflage und der beachtlichen Gesamtzahl von rund 400 000 Exemplaren gehört der Datenreport zu den Bestsellern der bpb. Er liefert in bewährter Weise spannende Informationen zu aktuellen Themen, die die Menschen in Deutschland bewegen", so Thomas Krüger, Präsident der bpb.

Gegen eine Schutzgebühr von 2 Euro plus Versandkosten kann der Datenreport 2004 als kartonierte Buchausgabe (Bestell-Nr. 1010400-049001) oder im pdf-Format auf CD-ROM (Bestell-Nr. 1010400-049003) bestellt werden bei: SFG Servicecenter Fachverlage, Postfach 43 43, 72774 Reutlingen, Telefon +49 (0) 70 71 / 93 53 50, Telefax +49 (0) 70 71 / 93 53 35, E-Mail: destatis@s-f-g.com oder über den Statistik-Shop des Statistischen Bundesamtes. Die Buchausgabe ist ebenfalls gegen eine Bereitstellungspauschale von 2 Euro plus Versandkosten über die Bundeszentrale für politische Bildung - Vertrieb, DVG, Postfach 11 49, 53333 Meckenheim, oder über das Internet erhältlich. Direkt erworben werden kann sie in den Medienzentren der bpb in Berlin am Anhalter Bahnhof und in Bonn in der Adenauerallee.

Die Auslieferung beginnt voraussichtlich am 30. August 2004. Darüber hinaus stehen die Einzelkapitel des Datenreports 2004 im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes unter www.destatis.de sowie im Internetangebot der Bundeszentrale für politische Bildung, des ZUMA und des WZB zum kostenfreien Download im pdf-Format bereit.

Weitere Auskünfte gibt:
Statistisches Bundesamt, Heidrun Stirner, Tel: (+49-611) 75-3787, E-Mail: heidrun.stirner@destatis.de

Bundeszentrale für politische Bildung
Swantje Schütz, Tel: (+49-1888) 515 284, E-Mail: schuetz@bpb.de

Heidrun Stirner | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.bpb.de
http://www.gesis.org/Sozialindikatoren
http://www.wz-berlin.de/aktuell

Weitere Berichte zu: Bundeszentrale Datenreport Standardquelle WZB ZUMA

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Zahl der Rheuma-Patienten höher als bisher angenommen
23.11.2017 | Versorgungsatlas

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

Die Satellitenmission GRACE-FO ist gestartet. Am 22. Mai um 21.47 Uhr (MESZ) hoben die beiden Satelliten des GFZ und der NASA an Bord einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Air Force Base (Kalifornien) ab und wurden in eine polare Umlaufbahn gebracht. Dort nehmen sie in den kommenden Monaten ihre endgültige Position ein. Die NASA meldete 30 Minuten später, dass der Kontakt zu den Satelliten in ihrem Zielorbit erfolgreich hergestellt wurde. GRACE Follow-On wird das Erdschwerefeld und dessen räumliche und zeitliche Variationen sehr genau vermessen. Sie ermöglicht damit präzise Aussagen zum globalen Wandel, insbesondere zu Änderungen im Wasserhaushalt, etwa dem Verlust von Eismassen.

Potsdam, 22. Mai 2018: Die deutsch-amerikanische Satellitenmission GRACE-FO (Gravity Recovery And Climate Experiment Follow On) ist erfolgreich gestartet. Am...

Im Focus: Faserlaser mit einstellbarer Wellenlänge

Faserlaser sind ein effizientes und robustes Werkzeug zum Schweißen und Schneiden von Metallen beispielsweise in der Automobilindustrie. Systeme bei denen die Wellenlänge des Laserlichts flexibel einstellbar ist, sind für spektroskopische Anwendungen und die Medizintechnik interessant. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) haben, im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts „FlexTune“, ein neues Abstimmkonzept realisiert, das erstmals verschiedene Emissionswellenlängen voneinander unabhängig und zeitlich synchron erzeugt.

Faserlaser bieten im Vergleich zu herkömmlichen Lasern eine höhere Strahlqualität und Energieeffizienz. Integriert in einen vollständig faserbasierten...

Im Focus: LZH zeigt Lasermaterialbearbeitung von morgen auf der LASYS 2018

Auf der LASYS 2018 zeigt das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) vom 5. bis zum 7. Juni Prozesse für die Lasermaterialbearbeitung von morgen in Halle 4 an Stand 4E75. Mit gesprengten Bombenhüllen präsentiert das LZH in Stuttgart zudem erste Ergebnisse aus einem Forschungsprojekt zur zivilen Sicherheit.

Auf der diesjährigen LASYS stellt das LZH lichtbasierte Prozesse wie Schneiden, Schweißen, Abtragen und Strukturieren sowie die additive Fertigung für Metalle,...

Im Focus: Achema 2018: Neues Kamerasystem überwacht Destillation und hilft beim Energiesparen

Um chemische Gemische in ihre Einzelbestandteile aufzutrennen, ist in der Industrie die energieaufwendige Destillation gängig, etwa bei der Raffinerie von Rohöl. Forscher der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) entwickeln ein Kamerasystem, das diesen Prozess überwacht. Dabei misst es, ob es zu einer starken Tropfenbildung kommt, was sich negativ auf die Trennung der Komponenten auswirken kann. Die Technik könnte hier künftig automatisch gegensteuern, wenn sich Messwerte ändern. So ließe sich auch Energie einsparen. Auf der Prozesstechnik-Messe Achema in Frankfurt stellen sie die Technik vom 11. bis 15. Juni am Forschungsstand des Landes Rheinland-Pfalz (Halle 9.2, Stand A86a) vor.

Bei der Destillation werden Flüssigkeiten durch Verdampfen und darauffolgende Kondensation des Dampfes in ihre Bestandteile getrennt. Ein bekanntes Beispiel...

Im Focus: Vielseitige Nanokugeln: Forscher bauen künstliche Zellkompartimente als molekulare Werkstatt

Wie verleiht man Zellen neue Eigenschaften ohne ihren Stoffwechsel zu behindern? Ein Team der Technischen Universität München (TUM) und des Helmholtz Zentrums München veränderte Säugetierzellen so, dass sie künstliche Kompartimente bildeten, in denen räumlich abgesondert Reaktionen ablaufen konnten. Diese machten die Zellen tief im Gewebe sichtbar und mittels magnetischer Felder manipulierbar.

Prof. Gil Westmeyer, Professor für Molekulare Bildgebung an der TUM und Leiter einer Forschungsgruppe am Helmholtz Zentrum München, und sein Team haben dies...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Rotierende Rugbybälle unter den massereichsten Galaxien

23.05.2018 | Physik Astronomie

Invasive Quallen: Strömungen als Ausbreitungsmotor

23.05.2018 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Matrix-Theorie als Ursprung von Raumzeit und Kosmologie

23.05.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics