Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bruttowerbeaufwendungen im ersten Quartal 2004

14.04.2004

Gemäß der Bruttowerbestatistik der Nielsen Media Research GmbH, dem führenden Medienforschungsunternehmen aus Hamburg, betrugen die Bruttowerbeinvestitionen in den klassischen Medien für das erste Quartal 2004 rund 4,14 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Plus von 270 Millionen Euro bzw. 7,0 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2003. "Das Plus im ersten Quartal 2004 kam zwangsläufig aufgrund des schwachen Vorjahres zustande. Für uns stellt das keine Überraschung dar, denn unser Prognose-Modell hat bereits im Voraus ein positives erstes Quartal 2004 angezeigt. Diese eher technische Reaktion wird sich in der Höhe für 2004 leider nicht fortsetzen." so Ludger Vornhusen, Geschäftsführer der Nielsen Media Research GmbH.

Das Wachstum im ersten Quartal wurde durch einzelne Märkte geprägt. So wurden im Bereich Telekommunikation 76 Millionen Euro mehr als im Vorjahr in Werbung investiert. Nachdem besonders die Telekommunikationsunternehmen ihre Werbeausgaben in den letzten Jahren kontinuierlich reduzierten, konnte in diesem Markt somit eine Trendwende festgestellt werden. Gleiches gilt für den Bereich Finanzen, in dem die Investitionen um knapp 67 Millionen Euro stiegen.

Hohe Werbeinvestitionen tätigten im ersten Quartal 2004 erneut die preisaggressiven Handelsorganisationen. Besonders deutlich legten hier wieder die Discounter mit einem Plus von mehr als 32 Millionen Euro zu.

Mit plus 45 Millionen Euro ebenfalls deutlich gestiegen, sind die Werbeaufwendungen der Medien selber. Dabei fallen insbesondere die deutlich gestiegenen Werbeaufwendungen im Bereich Print (plus 37 Millionen Euro) auf.

Des weiteren konnte eine positive Entwicklung im Bereich Touristik festgestellt werden, der besonders in den ersten Monaten des letzten Jahres deutlich weniger geworben hatte. Das erste Quartal 2004 kann dementsprechend einen Wachstum von knapp 20 Millionen Euro verzeichnen.

Ebenfalls wurde die bereits im letzten Jahr festgestellte Sonderentwicklung für den Bereich Körperpflege fortgesetzt, die vor allem auf die Werbeausgaben für männlich positionierte Produkte zurückzuführen ist.

Umgekehrt wurden aber auch sinkende Werbeaufwendungen in einigen Bereichen registriert. Die Unternehmen der Automobilbranche reduzieren ihre Werbeinvestitionen um 1,8 Prozent auf knapp 410 Millionen Euro. Gleiches gilt für die Branche Pharmazie Publikumswerbung, die ebenfalls ihre Werbeinvestitionen um 9,9 Prozent auf 144 Millionen Euro senkt.

Die Bruttowerbeinvestitionen verteilten sich im ersten Quartal 2004 auf die einzelnen Mediengattungen dabei folgendermaßen: Erneut verbuchte die Fernsehwirtschaft mit 1,7 Milliarden Euro die höchsten Werbeumsätze in den klassischen Medien. Dies entspricht einem Wachstum von 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresvergleich. Die Werbeeinnahmen der Tageszeitungen wuchsen um 12,6 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro, wobei Rubrikenanzeigen in der Nielsen Media Research Statistik nicht einbezogen werden. Publikumszeitschriften verzeichneten bei einem Werbeumsatz von knapp 881 Millionen Euro einen Anstieg von 4,2 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2003. Das Medium Radio konnte Werbeaufwendungen in Höhe von rund 220 Millionen Euro erwirtschaften und somit eine Steigerung von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erzielen. Die Werbeeinnahmen von Plakat wuchsen um 2,6 Prozent auf 121 Millionen Euro. Die Fachzeitschriften verzeichneten eine minimale Steigerung von 0,3 Prozent auf 107 Millionen Euro.

Silke Trost | Nielsen Media Research GmbH
Weitere Informationen:
http://www.nielsenmedia.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: 65 neue genetische Risikomarker für Brustkrebs entdeckt

Manche Familien sind häufiger von Brustkrebs betroffen als andere. Dies kann bislang nur teilweise durch genetische Risikomarker erklärt werden. In einem weltweiten Verbund haben Forscher nun 65 weitere Erbgutvarianten identifiziert, die zum Brustkrebsrisiko beitragen. Die Studie, an der auch Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum und dem Universitätsklinikum Heidelberg beteiligt waren, wurde in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht. Die Forscher erwarten, dass die Ergebnisse dazu beitragen, Screeningprogramme und die Früherkennung von Brustkrebs zu verbessern.

Seit Angelina Jolies medienwirksamer Entscheidung, sich vorbeugend die Brüste entfernen zu lassen, ist der genetische Hintergrund von Brustkrebs auch einer...

Im Focus: Salmonellen als Medikament gegen Tumore

HZI-Forscher entwickeln Bakterienstamm, der in der Krebstherapie eingesetzt werden kann

Salmonellen sind gefährliche Krankheitserreger, die über verdorbene Lebensmittel in den Körper gelangen und schwere Infektionen verursachen können. Jedoch ist...

Im Focus: Salmonella as a tumour medication

HZI researchers developed a bacterial strain that can be used in cancer therapy

Salmonellae are dangerous pathogens that enter the body via contaminated food and can cause severe infections. But these bacteria are also known to target...

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Konferenz IT-Security Community Xchange (IT-SECX) am 10. November 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Luftfracht

23.10.2017 | Veranstaltungen

Ehrung des Autors Herbert W. Franke mit dem Kurd-Laßwitz-Sonderpreis 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wasserforschung: Treibhausgase aus der Kläranlage

24.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Neue Methode zur Analyse von Supraleitern

24.10.2017 | Physik Astronomie

65 neue genetische Risikomarker für Brustkrebs entdeckt

24.10.2017 | Biowissenschaften Chemie