Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Jeder vierte Gestorbene erlag im Jahr 2002 einem Krebsleiden

27.01.2004


Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, starben im Jahr 2002 in Deutschland nach den Ergebnissen der Todesursachenstatistik insgesamt 841 686 Personen (389 116 Männer und 452 570 Frauen); dies waren 13 145 Sterbefälle oder 1,6% mehr als im Vorjahr.

... mehr zu:
»Verstorben

Bei nahezu jedem zweiten Verstorbenen (160 629 Männer und 233 149 Frauen) wurde der Tod durch eine Erkrankung des Kreislaufsystems ausgelöst. Infolge von Kreislauferkrankungen starben insbesondere ältere Menschen, ca. 90% der Verstorbenen waren über 65 Jahre. Frauen starben entsprechend häufiger an Kreislauferkrankungen, weil sie im Durchschnitt älter werden als Männer. Am Herzinfarkt, der zur Gruppe der Kreislauferkrankungen gehört, verstarben 69 274 Menschen, davon 55% Männer (38 110 Verstorbene) und 45% Frauen (31 164 Verstorbene).

Ein Viertel der im Jahr 2002 Verstorbenen erlag einem Krebsleiden (109 869 Männer und 100 174 Frauen). Bei den Männern hatten bösartige Neubildungen der Verdauungsorgane (35 878 Verstorbene) und der Atmungsorgane (30 420 Verstorbene) die größte Bedeutung. Bei den verstorbenen Frauen dominierten bösartige Neubildungen der Verdauungsorgane und der Brustdrüse mit 34 230 bzw. 17 780 Sterbefällen.


An nichtnatürlichen Todesursachen (Verletzungen und Vergiftungen) starben 34 296 Personen (21 437 Männer und 12 859 Frauen). Von den 11 163 Personen, die im Jahr 2002 freiwillig aus dem Leben schieden, waren 73% Männer und 27% Frauen.

Todesursachen 2002 in Deutschland

Pos.Nr.
ICD-10 1)

Todesursachen

Gestorbene 2002

insgesamt

männlich

weiblich

Anzahl

in %

Anzahl

%-Anteil
an der
Todes-
ursache

Anzahl

%-Anteil
an der
Todes-
ursache

A00-T98

Insgesamt

841686

100,0

389116

46

452570

54

darunter:

C00-C97

Bösartige Neubildungen

210043

25,0

109869

52

100174

48

I00-I99

Krankheiten des Kreislauf-
systems

393778


46,8

160629


41

233149


59

I21-I22

darunter: Myokardinfarkt

69274

8,2

38110

55

31164

45

J00-J99

Krankheiten des Atmungs-
systems


53646


6,4


27562


51


26084


49

K00-K93

Krankheiten des Verdauungs-
systems


41849


5,0


21177


51


20672


49

S00-T98

Verletzungen, Vergiftungen
und bestimmte andere
Folgen äußerer Ursachen



34296



4,1



21437



63



12859



37

darunter nach der äußeren Ursache (S00-T98):

V01-V99

Transportmittelunfälle

7089

0,8

5118

72

1971

28

W00-W19

Stürze

7160

0,9

3058

43

4102

57

X60-X84

Vorsätzliche Selbst-
beschädigung (Suizid)


11163


1,3


8106


73


3057


27

1) Nach der internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter
Gesundheitsprobleme, 10. Revision (ICD-10)



Weitere Auskünfte erteilt: Stefan Rübenach, Tel. 01888-644-8112, E-Mail: gesundheitsstatistiken@destatis.de

Stefan Rübenach | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de
http://www.gbe-bund.de

Weitere Berichte zu: Verstorben

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Im Focus: Sensoren mit Adlerblick

Stuttgarter Forscher stellen extrem leistungsfähiges Linsensystem her

Adleraugen sind extrem scharf und sehen sowohl nach vorne, als auch zur Seite gut – Eigenschaften, die man auch beim autonomen Fahren gerne hätte. Physiker der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Welt der keramischen Werkstoffe - 4. März 2017

20.02.2017 | Veranstaltungen

Schwerstverletzungen verstehen und heilen

20.02.2017 | Veranstaltungen

ANIM in Wien mit 1.330 Teilnehmern gestartet

17.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Innovative Antikörper für die Tumortherapie

20.02.2017 | Medizin Gesundheit

Multikristalline Siliciumsolarzelle mit 21,9 % Wirkungsgrad – Weltrekord zurück am Fraunhofer ISE

20.02.2017 | Energie und Elektrotechnik

Wie Viren ihren Lebenszyklus mit begrenzten Mitteln effektiv sicherstellen

20.02.2017 | Biowissenschaften Chemie