Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Höhere Effizienz bei Stromerzeugung

13.01.2004


Braunkohlenförderung auf Vorjahresniveau /Investitionssicherheit gefordert

Produktion und Absatz der deutschen Braunkohlenindustrie blieben im Jahr 2003 knapp unter dem überdurchschnittlich guten Ergebnis des Vorjahres. Die Förderung lag bei fast 180 Millionen Tonnen (Mio. t). Dabei war die Entwicklung in den einzelnen Revieren unterschiedlich. Im mitteldeutschen Revier stieg die Förderung um 10,2 % auf 22,0 Mio. t, in der Lausitz ging sie um 3,2 % auf 57,4 Mio. t zurück. Im Rheinland sind 97,5 Mio. t (- 1,9 %) gefördert worden. Im Revier Helmstedt gingen im Sommer 2002 das Kraftwerk Offleben und der Tagebau Helmstedt außer Betrieb - die Förderung sank in 2003 auf 2,1 Mio. t. Im Revier Hessen lief die Kohlengewinnung zum 30. November 2003 aus.

Insgesamt wurden rund 92 % der deutschen Braunkohlenförderung zur Stromerzeugung eingesetzt. Trotz niedrigerer Lieferungen an die Kraftwerke der allgemeinen Stromversorgung (165,3 Mio. t; - 1,2 %) erreichte die Stromerzeugung der Braunkohlenkraftwerke insbesondere wegen verbesserter Wirkungsgrade der Kraftwerke nahezu den Vorjahreswert. Der Anteil der Braunkohle an der gesamten Stromerzeugung lag weiter bei rund 27 Prozent. Braunkohle liefert damit einen maßgeblichen Beitrag für die Erzeugung von wettbewerbsfähigem Grundlaststrom. Die Modernisierung alter Anlagen sowie die Inbetriebnahme von Neubaukraftwerken in den neuen Bundesländern und im Rheinland hat die Stromerzeugung in den vergangenen Jahren deutlich effizienter gemacht. Aktuellstes Beispiel ist das erste Braunkohlenkraftwerk mit optimierter Anlagentechnik - kurz BOA - das im September 2002 seinen Probebetrieb aufnahm. Das 1,2 Milliarden Euro teure Kraftwerk erreicht einen Wirkungsgrad von über 43 Prozent und reduziert die CO2- Emissionen jährlich um nahezu 3 Mio. t im Vergleich mit Altanlagen. Es wird rund 7,2 Milliarden Kilowattstunden Strom im Jahr erzeugen und deckt damit rechnerisch den Strombedarf von etwa zwei Millionen Privathaushalten.

Die deutsche Braunkohlenindustrie betreibt konkrete Klimavorsorge durch technische Effizienzsteigerung ihrer Anlagen. Der Neubau von Kraftwerken in den neuen Ländern findet seine Fortsetzung in den Kraftwerksprojekten im Rheinland. Großinvestitionen mit langer Laufzeit brauchen langfristige Investitionssicherheit. Diese muss durch eine geeignete Ausgestaltung des bevorstehenden Emissionshandelssystems für Kohlendioxid gesichert werden. Über die im Rheinischen Braunkohlenrevier geplanten weiteren Neubauten kann erst entschieden werden, wenn die wirtschaftlichen Auswirkungen der beabsichtigten Einführung eines CO2-Emissionshandelssystems bewertet werden können.



Pressekontakt:


Uwe Maaßen

DEBRIV - Bundesverband Braunkohle

Postfach 40 02 52
50832 Köln

Max-Planck-Straße 37
50858 Köln
T +49 (0)2234 1864 (0) 34
F +49 (0)2234 1864 18
Mobil 0171/4 16 26 89
mailto: Uwe.Maassen@braunkohle.de

| ots

Weitere Berichte zu: Effizienz Kraftwerk Stromerzeugung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Zahl der Rheuma-Patienten höher als bisher angenommen
23.11.2017 | Versorgungsatlas

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Im Focus: Realer Versuch statt virtuellem Experiment: Erfolgreiche Prüfung von Nanodrähten

Mit neuartigen Experimenten enträtseln Forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und der Technischen Universität Hamburg, warum winzige Metallstrukturen extrem fest sind

Ultraleichte und zugleich extrem feste Werkstoffe – poröse Nanomaterialien aus Metall versprechen hochinteressante Anwendungen unter anderem für künftige...

Im Focus: Geburtshelfer und Wegweiser für Photonen

Gezielt Photonen erzeugen und ihren Weg kontrollieren: Das sollte mit einem neuen Design gelingen, das Würzburger Physiker für optische Antennen erarbeitet haben.

Atome und Moleküle können dazu gebracht werden, Lichtteilchen (Photonen) auszusenden. Dieser Vorgang verläuft aber ohne äußeren Eingriff ineffizient und...

Im Focus: Towards data storage at the single molecule level

The miniaturization of the current technology of storage media is hindered by fundamental limits of quantum mechanics. A new approach consists in using so-called spin-crossover molecules as the smallest possible storage unit. Similar to normal hard drives, these special molecules can save information via their magnetic state. A research team from Kiel University has now managed to successfully place a new class of spin-crossover molecules onto a surface and to improve the molecule’s storage capacity. The storage density of conventional hard drives could therefore theoretically be increased by more than one hundred fold. The study has been published in the scientific journal Nano Letters.

Over the past few years, the building blocks of storage media have gotten ever smaller. But further miniaturization of the current technology is hindered by...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einmal durchleuchtet – dreifacher Informationsgewinn

11.12.2017 | Physik Astronomie

Kaskadennutzung auch bei Holz positiv

11.12.2017 | Agrar- Forstwissenschaften

Meilenstein in der Kreissägetechnologie

11.12.2017 | Energie und Elektrotechnik