Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kommunales Finanzierungsdefizit der ersten 3 Quartale 2003: 8,7 Mrd. Euro

15.12.2003


Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes haben die Gemeinden und Gemeindeverbände (Gv.) in Deutschland (ohne die Stadtstaaten) in den ersten drei Quartalen 2003 106,8 Mrd. Euro und damit 0,7% mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum ausgegeben. Die kassenmäßigen Einnahmen der Gemeinden blieben mit 98,2 Mrd. Euro um 1,6% unter dem vergleichbaren Vorjahresbetrag.



In der Abgrenzung der Finanzstatistik errechnet sich hieraus ein kassenmäßiges Finanzierungsdefizit von 8,7 Mrd. Euro. Es hat sich damit gegenüber den ersten drei Vierteljahren 2002 um 2,4 Mrd. Euro erhöht.



Auf der Ausgabenseite stiegen mit 7,7% auf 22,6 Mrd. Euro die kommunalen Aufwendungen für soziale Leistungen am stärksten. Hierzu trug die Einführung der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung erheblich bei. Bei den Personalausgaben in Höhe von 29,3 Mrd. Euro ergab sich ein Plus von 2,9%, die Zinsaufwendungen stiegen um 1,0% auf 3,7 Mrd. Euro.

Mit 20,6 Mrd. Euro sanken dagegen die laufenden Sachaufwendungen der Gemeinden/Gv. um 1,1%. Deutlich um 11,2% auf 14,2 Mrd. Euro gingen im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2002 die kommunalen Ausgaben für Sachinvestitionen zurück. Dabei fiel das Minus bei den Bauausgaben mit 5,5% auf 11,1 Mrd. Euro nicht ganz so stark aus.

Für den Rückgang der Einnahmen waren insbesondere die gesunkenen Zuweisungen ausschlaggebend. Die von den Ländern im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs gezahlten Schlüsselzuweisungen lagen mit 16,6 Mrd. Euro um 9,3% unter dem Betrag des Vorjahreszeitraums. Auch die investitiven Zuweisungen der Länder fielen um 2,2% niedriger aus und erreichten 4,5 Mrd. Euro.

Erhöht haben sich dagegen die kommunalen Steuereinnahmen, und zwar um 1,0% auf 31,0 Mrd. Euro. Dabei stand einem Plus der Gewerbesteuereinnahmen um 4,2% auf 12,6 Mrd. Euro ein Rückgang des Gemeindeanteils an der Einkommensteuer um 3,9% auf 9,8 Mrd. Euro gegenüber.

Der Schuldenstand der Gemeinden/Gv. wies am Ende der ersten drei Quartale 2003 einen Zuwachs von 1,8% auf 83,7 Mrd. Euro (Vorjahr: 82,1 Mrd. Euro) auf. Im gleichen Zeitraum erhöhte sich der Stand der Kassenkredite um 35,1% auf 15,3 Mrd. Euro. Gut die Hälfte davon (7,8 Mrd. Euro, + 43,8%) entfielen auf die kreisfreien Städte. Gegenüber 1998 hat sich das Volumen der kommunalen Kassenkredite insgesamt nahezu verdreifacht.

Weitere Auskünfte erteilt: Wolfgang Müller,
Telefon: (0611) 75-4160,
E-Mail: gemeindefinanzen@destatis.de

| destatis
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de/presse/deutsch/pm2003/p5050061.htm

Weitere Berichte zu: Finanzierungsdefizit Kommunal Vorjahreszeitraum

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die schnellste lichtgetriebene Stromquelle der Welt

Die Stromregelung ist eine der wichtigsten Komponenten moderner Elektronik, denn über schnell angesteuerte Elektronenströme werden Daten und Signale übertragen. Die Ansprüche an die Schnelligkeit der Datenübertragung wachsen dabei beständig. In eine ganz neue Dimension der schnellen Stromregelung sind nun Wissenschaftler der Lehrstühle für Laserphysik und Angewandte Physik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) vorgedrungen. Ihnen ist es gelungen, im „Wundermaterial“ Graphen Elektronenströme innerhalb von einer Femtosekunde in die gewünschte Richtung zu lenken – eine Femtosekunde entspricht dabei dem millionsten Teil einer milliardstel Sekunde.

Der Trick: die Elektronen werden von einer einzigen Schwingung eines Lichtpulses angetrieben. Damit können sie den Vorgang um mehr als das Tausendfache im...

Im Focus: The fastest light-driven current source

Controlling electronic current is essential to modern electronics, as data and signals are transferred by streams of electrons which are controlled at high speed. Demands on transmission speeds are also increasing as technology develops. Scientists from the Chair of Laser Physics and the Chair of Applied Physics at Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) have succeeded in switching on a current with a desired direction in graphene using a single laser pulse within a femtosecond ¬¬ – a femtosecond corresponds to the millionth part of a billionth of a second. This is more than a thousand times faster compared to the most efficient transistors today.

Graphene is up to the job

Im Focus: LaserTAB: Effizientere und präzisere Kontakte dank Roboter-Kollaboration

Auf der diesjährigen productronica in München stellt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT das Laser-Based Tape-Automated Bonding, kurz LaserTAB, vor: Die Aachener Experten zeigen, wie sich dank neuer Optik und Roboter-Unterstützung Batteriezellen und Leistungselektronik effizienter und präziser als bisher lasermikroschweißen lassen.

Auf eine geschickte Kombination von Roboter-Einsatz, Laserscanner mit selbstentwickelter neuer Optik und Prozessüberwachung setzt das Fraunhofer ILT aus Aachen.

Im Focus: LaserTAB: More efficient and precise contacts thanks to human-robot collaboration

At the productronica trade fair in Munich this November, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be presenting Laser-Based Tape-Automated Bonding, LaserTAB for short. The experts from Aachen will be demonstrating how new battery cells and power electronics can be micro-welded more efficiently and precisely than ever before thanks to new optics and robot support.

Fraunhofer ILT from Aachen relies on a clever combination of robotics and a laser scanner with new optics as well as process monitoring, which it has developed...

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Im Spannungsfeld von Biologie und Modellierung

26.09.2017 | Veranstaltungen

Archaeopteryx, Klimawandel und Zugvögel: Deutsche Ornithologen-Gesellschaft tagt an der Uni Halle

26.09.2017 | Veranstaltungen

Unsere Arbeitswelt von morgen – Polarisierendes Thema beim 7. Unternehmertag der HNEE

26.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Europas erste Testumgebung für selbstfahrende Züge entsteht im Burgenland

26.09.2017 | Verkehr Logistik

Nerven steuern die Bakterienbesiedlung des Körpers

26.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Mit künstlicher Intelligenz zum chemischen Fingerabdruck

26.09.2017 | Biowissenschaften Chemie