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3,7 Mill. Beschäftigte bei unternehmensnahen Dienstleistern

11.12.2003


Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, beschäftigten die 505 500 Unternehmen und Einrichtungen der sogenannten unternehmensnahen Dienstleister im Jahr 2001 rund 3,7 Mill. Personen und erwirtschafteten einen Jahresumsatz in Höhe von rund 387,4 Mrd. Euro.



Zu diesem sehr heterogenen Bereich der unternehmensnahen Dienstleister gehören Unternehmen und Einrichtungen des Grundstücks- und Wohnungswesen, der Vermietung beweglicher Sachen, der IT-Branche, der Forschung und Entwicklung sowie der Erbringung von Dienstleistungen überwiegend für Unternehmen. Zu der letztgenannten Kategorie zählen überwiegend Freiberufler wie Rechtsanwälte, Steuerberater und Architekten, aber auch Reinigungsfirmen, Detekteien und Inkassobüros.



In diesem Bereich der Dienstleister dominierten 2001 die sogenannten Erbringer von Dienstleistungen überwiegend für Unternehmen. Sie hatten einen Anteil von 53% am Gesamtumsatz und 76% an den Beschäftigten, gefolgt von Unternehmen des Grundstücks- und Wohnungswesens mit einem Umsatzanteil von 23% und von 10% bei den Beschäftigten.

Im Rahmen der jährlichen Dienstleistungsstatistik wurden auch Unternehmen aus dem Wirtschaftsabschnitt Verkehr und Nachrichtenübermittlung befragt. Hier waren im Jahr 2001 insgesamt 1,7 Mill. Beschäftigte in knapp 92 000 Unternehmen tätig. Sie erwirtschafteten einen Jahresumsatz von 238,5 Mrd. Euro, davon 166,3 Mrd. Euro (70%) im Bereich Verkehr. In diesem Bereich hatten die Unternehmen, die verkehrsbezogene Hilfs- und Nebentätigkeiten ausführten (z.B. Häfen und Flughäfen, Parkplätze und Parkhäuser, Frachtumschlag oder Reisebüros), einen Umsatzanteil von 52%. Unternehmen der Personen- und Güterbeförderung im Landverkehr folgten mit 34% Umsatzanteil; bei ihnen waren 56% der im Verkehrsbereich tätigen Personen beschäftigt.

In den erfassten Dienstleistungsunternehmen arbeiteten im Schnitt neun Personen. Während die unternehmensnahen Dienstleister durchschnittlich sieben Personen je Unternehmen beschäftigten, waren es im Verkehrs- und Nachrichtenbereich, insbesondere auf Grund der Großunternehmen der Bahn, Post und Telekommunikation, durchschnittlich 19 Personen je Unternehmen.

Die meisten Unternehmen aus den Bereichen Verkehr und Nachrichtenübermittlung sowie unternehmensnahe Dienstleistungen hatten ihren Hauptsitz in Nordrhein-Westfalen. Entsprechend wurde in diesem Bundesland mit insgesamt 189,4 Mrd. Euro knapp ein Drittel des gesamten Umsatzvolumens dieser Wirtschaftsbereiche im Jahr 2001 in Deutschland realisiert. Hohe Umsätze erzielten auch die Unternehmen in Bayern, Hessen und Baden-Württemberg, während in den Ländern Saarland, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt der Umsatz nur jeweils bei rund fünf Mrd. Euro lag.

Die vorgenannten Ergebnisse resultieren aus der Hochrechnung einer Stichprobenbefragung von rund 136 000 Unternehmen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass eine vollständige Erfassung nur bei hoher Aktualität der Auswahlgrundlage für die Dienstleistungsstatistik möglich ist. Da zwischen Unternehmensgründung und Aufnahme in die Auswahlgrundlage sowie eigentlicher Befragung ein Zeitverzug eintritt, ist von Untererfassungen gegenüber der Realität auszugehen. Das bezieht sich insbesondere auf absolute Angaben und weniger auf die Strukturdaten. Ein Vergleich zu den Ergebnissen der erstmaligen Erfassung im Jahr 2000 ist deshalb nur bedingt möglich.

Weitere Auskünfte erteilt: Dr. Bernd Petrauschke, Tel. 01888-644-8562, E-Mail: bernd.petrauschke@destatis.de

Dr. Bernd Petrauschke | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de/themen/d/thm_geld.htm#Dienstleistungen.
http://www.destatis.de

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