Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

5% der Gesamtproduktion durch Informations- und Kommunikationstechnologien

24.09.2003


Die inländische Produktion von Erzeugnissen und Dienstleistungen der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) erreichte im Jahr 2000 183,6 Mrd. Euro, rund 5% der gesamten inländischen Produktion Deutschlands. Gegenüber 1995 hat sich die IKT-Produktion um rund 58% erhöht.


Das sind die zentralen Ergebnisse einer Analyse des IKT-Sektors durch das Statistische Bundesamt. Datengrundlage sind die Ergebnisse der Input-Output-Rechnung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen, bei der im Rahmen einer gesamtwirtschaftlichen Bilanz die Bedeutung der Güter der Informations- und Kommunikationstechnologie untersucht wurde. Die Abgrenzung von Erzeugnissen und Dienstleisungen des IKT-Sektors folgt international vereinbarten Definitionen und Listen der OECD.

Das Gesamtaufkommen an IKT-Gütern in Deutschland erreichte 2000 einen Wert von 273,8 Mrd. Euro. Dieser Gesamtwert enthält neben der Inlandsproduktion auch die importierten IKT-Güter in Höhe von 90,1 Mrd. Euro. Gegenüber 1995 haben sich die IKT-Importe mehr als verdoppelt, so dass ihr Anteil an der Gesamteinfuhr von 10,0 auf 13,3% stieg. Bezogen auf das gesamte IKT-Güteraufkommen betrug der Anteil der importierten IKT-Güter demnach 32,9% im Jahr 2000, gegenüber 26,9% im Jahr 1995.


Hinsichtlich der Güterverwendung wurden im Jahr 2000 rund 120 Mrd. Euro (42,3%) wiederum als Vorleistungen im Produktionsprozess eingesetzt, so dass noch 164 Mrd. Euro für die Endverwendung verblieben. Davon entfielen rund 39 Mrd. Euro auf Konsumausgaben der privaten Haushalte, dies entspricht 2,5% der gesamten Konsumausgaben. Die IKT-Investitionen (investiv eingesetzte IKT-Güter) beliefen sich im Jahr 2000 auf insgesamt 54 Mrd. Euro. Dies sind 12,3% der gesamtwirtschaftlichen Anlageinvestitionen, gegenüber 8,4% im Jahr 1995. Die IKT-Investitionen haben sich in diesem Zeitraum damit nominal um 58,4% erhöht, im Vergleich stiegen dazu die Gesamtinvestitionen um 8,8%.

Die Exporte von IKT-Gütern erreichten 2000 einen Gesamtwert von 70 Mrd. Euro, (+ 109% gegenüber 1995). Damit wurden 24,8% des gesamten IKT-Güteraufkommens exportiert. Gemessen am Gesamtexport lag der Anteil der IKT-Exporte bei 10,3% (gegenüber 7,6% im Jahr 1995).

Der Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt der IKT-Güter lag im Jahr 2000 bei 73,6 Mrd. Euro bzw. 3,6% im Vergleich zu 56,8 Mrd. Euro bzw. 3,2% im Jahr 1995.

Weitere Ergebnisse zur gesamtwirtschaftlichen Bedeutung der IKT-Güter finden Sie im Internet unter www.destatis.de, Dort wird auch die Abgrenzung der IKT-Güter ausführlich beschrieben.

Gesamtwirtschaftliche Bedeutung der IKT- Güter in Deutschland im Jahr 2000

IKT–Merkmale

Mrd. EUR

1995 = 100

Anteil an
insgesamt1)

Güteraufkommen2)

273,77

172,1

6,3

  Produktionswert

183,64

157,9

5,0

    Erzeugnisse

58,31

166,9

4,6

    Dienstleistungen

125,33

154,0

5,3

  Importe

90,13

210,9

13,3

Güterverwendung3)

283,69

174,1

6,2

   Vorleistungen4)

119,97

189,2

6,6

   Konsum

39,23

123,7

2,5

   Investitionen

54,07

158,4

12,3

   Exporte

70,42

209,1

10,3

nachrichtlich:

 

 

 

  Außenbeitrag5)

– 19,71

X

X

  BIP- Beitrag6)

73,59

129,6

3,6



1) Anteil der IKT-Güter am gesamtwirtschaftlichen Wert des jeweiligen Merkmals.
2) Ohne Nettogütersteuern.
3) Einschließlich Nettogütersteuern.
4) Einschließlich Vorratsveränderungen.
5) Exporte minus Importe.
6) Summe aus Konsum, Investitionen und Außenbeitrag.

Weitere Auskünfte erteilt: Dr. Norbert Räth, Tel. 0611-75-2530, E-Mail: norbert.raeth@destatis.de

Dr. Norbert Räth | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte