Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

BAföG 2002: 72 000 mehr Geförderte in Deutschland

15.07.2003


Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes erhielten im Jahr 2002 in Deutschland rund 723 000 Personen (271 000 Schüler und Schülerinnen sowie 452 000 Studierende) Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG).
Dies waren rund 72 000 oder 11% mehr als im Vorjahr. Die Zahl der geförderten Studierenden stieg um rund 45 000 (+ 11%), die der geförderten Schüler und Schülerinnen um mehr als 27 000 (+ 11%).



Die Förderung erstreckte sich zum Teil nicht über ein volles Jahr. Im Durchschnitt wurden 467 000 Personen (163 000 Schüler und Schülerinnen, 304 000 Studierende) je Monat gefördert (+ 14% gegenüber 2001).

Etwa 47% der BAföG-Empfänger kamen in den Genuss einer Vollförderung. 2001 betrug dieser Anteil ca. 44%. Eine Vollförderung wird geleistet, wenn Geförderte den maximalen Förderungsbetrag erhalten. Dieser ist abhängig von der Ausbildungsstätte (z.B. Gymnasium oder Hochschule) und der Unterbringung (bei den Eltern oder auswärts wohnend). Rund 53% aller Personen erhielten eine Teilförderung (2001: 56%). Eine Teilförderung wird geleistet, wenn das Einkommen und Vermögen der Geförderten bzw. der Eltern bestimmte Grenzen übersteigen und somit zu einer Kürzung des Förderungsbetrages führen.

Die Ausgaben des Bundes und der Länder nach dem BAföG betrugen im Jahre 2002 1 942 Mill. Euro, 288 Mill. Euro mehr als im Vorjahr (+ 17%). Für die Schülerförderung wurden 592 Mill. Euro (+ 99 Mill. Euro) und für die Studierendenförderung 1 350 Mill. Euro (+ 189 Mill. Euro) bereitgestellt. Im Durchschnitt erhielt ein geförderter Schüler 302 Euro und ein geförderter Studierender 371 Euro monatlich. Dies bedeutet für Schüler und Schülerinnen gegenüber 2001 eine Steigerung des durchschnittlichen Förderungsbetrages je Person und Monat um 14 Euro, für Studierende um 6 Euro.

Der Anstieg der Gefördertenzahlen und des finanziellen Aufwandes ist im Wesentlichen Folge des Ausbildungsförderungsreformgesetzes (AföRG) vom 01. April 2001, das höhere Freibeträge und Bedarfssätze vorsieht. 2002 war das Gesetz erstmals ein volles Berichtsjahr wirksam (im Gegensatz zum Vorjahr, als es nur die letzten 9 Monate galt).

Weitere Auskünfte erteilt:

Udo Kleinegees
Telefon: (0611) 75-2857,
E-Mail: bildungsstatistik@destatis.de

Udo Kleinegees | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Berichte zu: BAföG Förderungsbetrag Teilförderung Vollförderung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten