Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

1. Quartal 2003: Beschäftigungsabbau trifft Frauen weniger stark

27.05.2003


Im ersten Quartal 2003 hatten nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes von den rund 37,9 Mill. Erwerbstätigen 20,2 Mill. Männer und 17,7 Mill. Frauen ihren Arbeitsort in Deutschland. Dabei waren vom Rückgang der Erwerbstätigkeit im Vorjahresvergleich um 481 000 Personen (– 1,3%) mehr Männer als Frauen betroffen.



Die Zahl der erwerbstätigen Männer nahm im ersten Quartal 2003 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 354 000 Personen oder 1,7% ab, während sich die der weiblichen Erwerbstätigen vergleichsweise moderat um 127 000 Personen oder 0,7% verminderte. Dementsprechend stieg der Anteil der Frauen an allen Erwerbstätigen in Deutschland weiter auf 46,7% im ersten Quartal 2003 an. Im Vergleich dazu lag der Frauenanteil an den Erwerbstätigen 1995 und 2000 noch bei 43,2% bzw. 45,4% (jeweils im ersten Quartal).



Unterschiedlich entwickelte sich die Erwerbstätigkeit von Männern und Frauen im ersten Quartal 2003 auch in sektoraler Betrachtung: Im Dienstleistungssektor (Handel, Gastgewerbe, Verkehr und sonstige Dienstleistungen), in dem Frauen traditionell einen überdurchschnittlich hohen Anteil an allen Erwerbstätigen haben (55,2%), fielen die Beschäftigungsverluste gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal für die weiblichen Erwerbstätigen mit 10 000 Personen (– 0,1%) deutlich geringer aus als für die Männer mit 52 000 Personen (– 0,4%).

Erheblich weniger Erwerbstätige sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen im Vorjahresvergleich gab es in allen übrigen Wirtschaftsbereichen. Am stärksten fielen die relativen Beschäftigungsverluste im ersten Quartal 2003 dabei im Baugewerbe aus (Männer: – 7,1%, Frauen: – 8,4%), gefolgt vom Produzierenden Gewerbe (Männer: – 2,6%, Frauen: – 3,3%) und von der Land- und Forstwirtschaft, Fischerei (Männer: – 0,1%, Frauen: – 2,5%).

Erstmals mit dieser Veröffentlichung und künftig regelmäßig stellt das Statistische Bundesamt nach dem Geschlecht gegliederte Quartalsergebnisse zur Erwerbstätigkeit im Rahmen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen bereit.

Die hier dargestellten Erwerbstätigenzahlen für die Gesamtwirtschaft sind gegenüber den Pressemitteilungen des Statistischen Bundesamtes vom 13. und 20. Mai 2003 unverändert.

Detailliertere Daten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen zur Erwerbstätigkeit können ebenfalls im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes direkt abgerufen werden.

Tabelle: Erwerbstätige mit Arbeitsort in Deutschland

Weitere Auskünfte erteilt:

Christoph-Martin Mai
Telefon: 0611 - 75-3378
E-Mail: vgr-erwerbstaetige@destatis.de

Christoph-Martin Mai | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Berichte zu: Dienstleistung Erwerbstätig Erwerbstätigkeit Statistisch

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise