Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Infektionsepidemiologisches Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten für 2002 erschienen

15.05.2003


Im Jahr 2002 haben Gesundheitsämter in Deutschland 7.700 Krankheitsausbrüche identifiziert und übermittelt und damit deutlich mehr als 2001 (4.220 Ausbrüche).



Die meisten Masernfälle pro 100.000 Einwohner (Inzidenz) sind im vergangen Jahr aus Bayern übermittelt worden. Die durchschnittliche Übermittlungszeit vom Gesundheitsamt bis zum Robert Koch-Institut unterschreitet mit sechs bis sieben Tagen die vorgegebenen Fristen im Infektionsschutzgesetz um mehr als eine Woche. Das sind einige Fakten aus dem neuen "Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten für 2002", das jetzt zum zweiten Mal erschienen ist. "Die rasche Veröffentlichung der Meldedaten und der Ergebnisse der Auswertungen sind eine wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung und Beurteilung gesundheitspolitischer Präventionskonzepte und für effektive Bekämpfungsmaßnahmen zum Schutz der Bevölkerung", sagt Reinhard Kurth, Präsident des Robert Koch-Instituts.



Das Jahrbuch ermöglicht einen Überblick über Vorkommen und Verbreitung von 54 Krankheiten in Deutschland. Erstmalig enthalten ist eine Übersichtstabelle mit den Gesamtzahlen der übermittelten Fälle. Außerdem wurde jedem krankheitsspezifischen Kapitel eine kurze Beschreibung der Krankheit vorangestellt, um die Verständlichkeit für nichtmedizinische Leser zu verbessern. Besondere Aufmerksamkeit dürfte wie bereits im vergangenen Jahr das auf CD-ROM im Einband des Jahrbuchs mitgelieferte Softwareprogramm "SurvStat@RKI"© erhalten, das das Robert Koch-Institut eigens für das Jahrbuch entwickelt hat. Damit können Interessierte individuelle Abfragen von der darauf befindlichen Datenbank gestalten, die alle an das RKI übermittelten Fälle aus den Jahren 2001 und 2002 enthält und auf der CD-ROM enthalten ist.

Aufgabe des Infektionsepidemiologischen Jahrbuchs ist es nicht nur, die Zahlen zu veröffentlichen, sondern auch frühzeitig eine übersichtliche Bewertung der Daten anzubieten. Die differenzierte Darstellung ist Ausdruck der gestiegenen Datenqualität und des Datenumfangs. "Dies bedeutet aber auch höhere Ansprüche und größere Verantwortung im Umgang mit diesen Daten, insbesondere bei individuellen Datenabfragen mit SurvStat@RKI©", sagt Dr. Gérard Krause, im Robert Koch-Institut Leiter des Fachgebiets Surveillance und verantwortlicher Redakteur des Jahrbuchs.

Die Qualität der Überwachung (Surveillance) meldepflichtiger Krankheiten und somit auch des Jahrbuchs sind unmittelbares Ergebnis einer intensiven Zusammenarbeit mit und zwischen den Gesundheitsämtern und entsprechenden Landeseinrichtungen, den Laboratorien sowie den Krankenhäusern und Arztpraxen, die sich am System beteiligen und damit eine verantwortungsvolle Aufgabe für den Infektionsschutz in Deutschland übernehmen.

Das Infektionsepidemiologische Jahrbuch ist als pdf-File über die Homepage des Robert Koch-Instituts (http://www.rki.de/GESUND/GESUND.HTM) abrufbar und kann, nach Zusendung eines mit 2,20 Euro frankierten und adressierten DIN-A4-Rückumschlages, beim Robert Koch-Institut, Abteilung für Infektionsepidemiologie, Kennwort "Jahrbuch", Postfach 650280, 13302 Berlin, bestellt werden.

Heidrun Wothe | idw
Weitere Informationen:
http://www.rki.de

Weitere Berichte zu: CD-Rom Infektionsepidemiologisch Jahrbuch

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Zahl der Rheuma-Patienten höher als bisher angenommen
23.11.2017 | Versorgungsatlas

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Überdosis Calcium

Nanokristalle beeinflussen die Differenzierung von Stammzellen während der Knochenbildung

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Freiburg und Basel haben einen Hauptschalter für die Regeneration von Knochengewebe identifiziert....

Im Focus: Overdosing on Calcium

Nano crystals impact stem cell fate during bone formation

Scientists from the University of Freiburg and the University of Basel identified a master regulator for bone regeneration. Prasad Shastri, Professor of...

Im Focus: AchemAsia 2019 in Shanghai

Die AchemAsia geht in ihr viertes Jahrzehnt und bricht auf zu neuen Ufern: Das International Expo and Innovation Forum for Sustainable Chemical Production findet vom 21. bis 23. Mai 2019 in Shanghai, China statt. Gleichzeitig erhält die Veranstaltung ein aktuelles Profil: Die elfte Ausgabe fokussiert auf Themen, die für Chinas Prozessindustrie besonders relevant sind, und legt den Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit und Innovation.

1989 wurde die AchemAsia als Spin-Off der ACHEMA ins Leben gerufen, um die Bedürfnisse der sich damals noch entwickelnden Iindustrie in China zu erfüllen. Seit...

Im Focus: AchemAsia 2019 will take place in Shanghai

Moving into its fourth decade, AchemAsia is setting out for new horizons: The International Expo and Innovation Forum for Sustainable Chemical Production will take place from 21-23 May 2019 in Shanghai, China. With an updated event profile, the eleventh edition focusses on topics that are especially relevant for the Chinese process industry, putting a strong emphasis on sustainability and innovation.

Founded in 1989 as a spin-off of ACHEMA to cater to the needs of China’s then developing industry, AchemAsia has since grown into a platform where the latest...

Im Focus: Li-Fi erstmals für das industrielle Internet der Dinge getestet

Mit einer Abschlusspräsentation im BMW Werk München wurde das BMBF-geförderte Projekt OWICELLS erfolgreich abgeschlossen. Dabei wurde eine Li-Fi Kommunikation zu einem mobilen Roboter in einer 5x5m² Fertigungszelle demonstriert, der produktionsübliche Vorgänge durchführt (Teile schweißen, umlegen und prüfen). Die robuste, optische Drahtlosübertragung beruht auf räumlicher Diversität, d.h. Daten werden von mehreren LEDs und mehreren Photodioden gleichzeitig gesendet und empfangen. Das System kann Daten mit mehr als 100 Mbit/s und fünf Millisekunden Latenz übertragen.

Moderne Produktionstechniken in der Automobilindustrie müssen flexibler werden, um sich an individuelle Kundenwünsche anpassen zu können. Forscher untersuchen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Hengstberger-Symposium zur Sternentstehung

19.06.2018 | Veranstaltungen

LymphomKompetenz KOMPAKT: Neues vom EHA2018

19.06.2018 | Veranstaltungen

Simulierter Eingriff am virtuellen Herzen

18.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Rätselhaftes IceCube-Ereignis könnte von Tau-Neutrino stammen

19.06.2018 | Physik Astronomie

Automatisierung und Produktionstechnik – Wandlungsfähig – Präzise – Digital

19.06.2018 | Messenachrichten

Überdosis Calcium

19.06.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics