Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hochschulausgaben stiegen 2001 um 4,1% auf 28,6 Mrd. Euro

08.05.2003


Die öffentlichen und privaten Hochschulen in Deutschland gaben im Jahr 2001 insgesamt 28,6 Mrd. Euro für Lehre, Forschung und Krankenbehandlung aus. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, erhöhten sich damit die Hochschulausgaben gegenüber dem Vorjahr um 4,1%.



Auf die Universitäten entfielen 12,6 Mrd. Euro (+ 3,7% gegenüber 2000). Die medizinischen Einrichtungen der Universitäten gaben 13,3 Mrd. Euro (+ 5,1%) und die Fach- und Verwaltungsfachhochschulen 2,8 Mrd. Euro (+ 1,8%) aus. 303 von 384 Hochschulen befanden sich in öffentlicher Trägerschaft. Das Ausgabevolumen der insgesamt 81 privaten Hochschulen in Deutschland lag bei 0,3 Mrd. Euro.



Mit 17,5 Mrd. Euro, das entspricht 60,9% aller Ausgaben, waren die Personalaufwendungen im Jahr 2001 der größte Ausgabeposten der Hochschulen. Der übrige laufende Sachaufwand betrug knapp 8 Mrd. Euro. 3,2 Mrd. Euro (+ 6,6%) wurden für Investitionen ausgegeben.

Rund 5 von 100 Studierenden waren im WS 2001/2002 im Fachbereich Medizin immatrikuliert. Auf die medizinischen Fachbereiche und Einrichtungen der Hochschulen entfielen 46,3% aller Hochschulausgaben; sie wurden sowohl für Lehre und Forschung als auch Krankenbehandlung aufgewendet. Für die Fächergruppe Mathematik und Naturwissenschaften gaben die Hochschulen 3,3 Mrd. Euro aus; für die Ingenieurwissenschaften 2,7 Mrd. Euro. In den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (31,8% aller eingeschriebenen Studierenden) lagen die Ausgaben bei 1,5 Mrd. Euro; das entspricht 5,4% aller Ausgaben.

Die Hochschulen erzielten 2001 Einnahmen in Höhe von 12,3 Mrd. Euro (+ 4,9%). Davon waren 9,0 Mrd. Euro Verwaltungseinnahmen (+ 4,7%), die zu 94,3% von den medizinischen Einrichtungen, überwiegend als Entgelte für Krankenbehandlungen, erzielt wurden. Darüber hinaus warben die Hochschulen 3,1 Mrd. Euro an Drittmitteln bei privaten und öffentlichen Stellen ein (+ 8,7% gegenüber 2000). Dabei flossen die meisten Drittmittel an die Universitäten (2,2 Mrd. Euro). Wichtigste Drittmittelgeber waren die Deutsche Forschungsgemeinschaft (943 Mio. Euro), die Unternehmen (832 Mio. Euro) und der Bund (735 Mio. Euro).

Auf jeden an Hochschulen Studierenden entfielen im Jahr 2001 7 170 Euro an Ausgaben für laufende Zwecke. Während die laufenden Grundmittel je Studierenden bei den medizinischen Einrichtungen bei 28 370 Euro lagen, betrugen sie an den Universitäten 6 530 Euro, an den Kunsthochschulen 12 390 Euro und den Fachhochschulen 4 280 Euro.

Bezogen auf alle Hochschulabsolventen des Jahres 2001 wurden je Person im Durchschnitt 78 250 Euro an laufenden Grundmitteln aufgewendet.

Weitere Auskünfte erteilt:

Wolfgang Göbel
Telefon: (0611) 75-4148
E-Mail: wolfgang.goebel@destatis.de

Wolfgang Göbel | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Berichte zu: Drittmittel Hochschulausgabe Krankenbehandlung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten