Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Umstellung der Auftragseingangsindizes auf Basis 2000=100

12.03.2003


Die monatlichen Auftragseingangs- und Umsatzindizes des Verarbeitenden Gewerbes werden ab Berichtsmonat Januar 2003 von der bislang geltenden Basis 1995=100 auf das neue Basisjahr 2000 umgestellt.



Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wird ferner für die Abgrenzung der dargestellten Auftragseingänge und Umsätze nach fachlichen Betriebsteilen nun die "Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2003 (WZ 2003)" herangezogen, deren Tätigkeiten wiederum durch das "Systematische Güterverzeichnis für Produktionsstatistiken, Ausgabe 2002 (GP 2002)" definiert sind.



Die Indizes werden als kalendermonatliche Originalindizes sowie - für den Gebietsstand Deutschland - erstmals auch in arbeitstäglich bereinigter Form zur Verfügung gestellt. Zusätzlich werden saisonbereinigte Ergebnisse (in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundesbank nach Census X-12-ARIMA) berechnet und veröffentlicht sowie eine Trend-Konjunkturentwicklung ("glatte Komponente" nach dem "Berliner Verfahren zur Zeitreihenanalyse, Version 4 - BV 4) publiziert.

Der Auftragseingangsindex gehört zu den wichtigsten Frühindikatoren für die Beobachtung der konjunkturellen Entwicklung im Verarbeitenden Gewerbe; seine fachliche Untergliederung erlaubt sowohl die Beurteilung der Nachfragerichtung (Inland bzw. Ausland) als auch die detaillierte, bis zum vierstelligen Wirtschaftszweig reichende Analyse.

Die Auftragseingänge werden - wie schon bisher - nicht in allen Wirtschaftszweigen erhoben. Es werden im Wesentlichen nur diejenigen Zweige in die Indexberechnung einbezogen, bei denen die Auftragsfertigung von Bedeutung ist. Der Auftragseingangsindex enthält u.a. nicht die Bereiche Bergbau, Gewinnung von Steinen und Erden und das Ernährungsgewerbe.

Der Umsatzindex als die im Konjunkturverlauf nachfolgende Größe ergänzt den Auftragseingangsindex. Um die statistische Vergleichbarkeit des Umsatzindex mit dem Produktionsindex zu verbessern, werden ab Basis 2000=100 erstmals alle Wirtschaftszweige des Verarbeitenden Gewerbes (einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) in die Berechnung einbezogen.

Für die Auftragseingänge und Umsätze wird im Rahmen der Saisonbereinigung nach Census X-12-ARIMA erstmals auch eine Schätzung des Einflusses der Zahl der monatlichen Arbeitstage auf die Zeitreihen durchgeführt. Für den Gebietsstand Deutschland werden diese arbeitstäglich bereinigten Indizes für sämtliche Gliederungsebenen der Wirtschaftszweigklassifikation im Zeitreihenservice des Statistischen Bundesamtes zur Verfügung gestellt. Für das frühere Bundesgebiet und die neuen Bundesländer werden saisonbereinigte Indizes bis zu Hauptgruppen des Verarbeitenden Gewerbes auf Anfrage mitgeteilt.

Ab Berichtsmonat Januar 2000 wurde eine originäre Neuberechnung der Auftragseingangs- und Umsatzindizes und die Aggregation der vierstelligen Wirtschaftszweige mit den für das Basisjahr 2000 geltenden Gewichten vorgenommen.

Der Rückrechnungszeitraum der Indizes reicht - je nach Merkmal und Gebietsstand - teilweise bis zum Januar 1991. Für den Zeitraum von 1991 bis 1999 wurden die bereits auf Basis 1995=100 vorliegenden Auftragseingangsindizes der Wirtschaftszweige für alle Gliederungsebenen und alle Gebietsstände auf das Jahr 2000=100 umbasiert. Daher bleiben die bisherigen Veränderungsraten für Deutschland und die Teilgebiete unverändert. Die Originalwerte des Auftragseingangsindex stehen bis 1991 zurück für den Gebietsstand Deutschland in der gesamten Gliederungstiefe der WZ 2003 zur Verfügung (für die Teilgebiete bis zum Dreisteller der WZ 2003).

Bedingt durch den Übergang der Umsatzindexberechnung von bisher ausgewählten Zweigen auf alle Zweige des Verarbeitenden Gewerbes können für die beiden Teilgebiete erst ab dem Berichtsjahr 1997 Umsatzindizes auf Basis 2000=100 berechnet werden. Der Umsatzindex für die gesamte Bundesrepublik dagegen steht ab 1991 zur Verfügung.

Die Ergebnisse nach der neuen Indexberechnung werden erstmals im Rahmen der Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit zur Entwicklung des Auftragseingangs im Berichtsmonat Januar 2003 bekanntgegeben.

Weitere Auskünfte erteilt:

Dr. Norbert Herbel
Telefon: (0611) 75-2192
E-Mail: norbert.herbel@destatis.de

Dr. Norbert Herbel | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www-zr.destatis.de

Weitere Berichte zu: Auftragseingangsindex Gewerbe Indiz Wirtschaftszweig

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Im Focus: Physiker erzeugen gezielt Elektronenwirbel

Einem Team um den Oldenburger Experimentalphysiker Prof. Dr. Matthias Wollenhaupt ist es mithilfe ultrakurzer Laserpulse gelungen, gezielt Elektronenwirbel zu erzeugen und diese dreidimensional abzubilden. Damit haben sie einen komplexen physikalischen Vorgang steuern können: die sogenannte Photoionisation oder Ladungstrennung. Diese gilt als entscheidender Schritt bei der Umwandlung von Licht in elektrischen Strom, beispielsweise in Solarzellen. Die Ergebnisse ihrer experimentellen Arbeit haben die Grundlagenforscher kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift „Physical Review Letters“ veröffentlicht.

Das Umwandeln von Licht in elektrischen Strom ist ein ultraschneller Vorgang, dessen Details erstmals Albert Einstein in seinen Studien zum photoelektrischen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

Unter der Haut

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Neues Schiff für die Fischerei- und Meeresforschung

22.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Mit voller Kraft auf Erregerjagd

22.03.2017 | Biowissenschaften Chemie