Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innovationen der deutschen Industrie rückläufig

04.02.2003


Deutsche Unternehmen stehen bei Innovationen zunehmend auf der Bremse. Wie das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung ifo mitteilte, war im Jahr 2001 ein merklicher Rückgang der Innovationsaktivitäten festzustellen.



"Gemessen an der Zahl der Unternehmen fiel der Innovatorenanteil um über vier Prozentpunkte auf rund 54 Prozent. Dieser Trend verlangsamte sich, setzte sich aber im Jahr 2002 fort: Der Innovatorenanteil sank auf 53 Prozent", berichtet das ifo.



Während der Anteilsrückgang zwischen 2000 und 2001 insbesondere auf geringere Innovationsaktivitäten der kleinen und mittleren Unternehmen zurückzuführen gewesen sei, sei für den leichten Rückgang im vergangenen Jahr vor allem das Innovationsverhalten der Unternehmen mit 500 und mehr Beschäftigten ursächlich. "Bei Großunternehmen (1.000 und mehr Beschäftigte) nahm der Innovatorenanteil um rund sechs Prozentpunkte und bei Unternehmen mit 500 bis 999 Beschäftigten um rund vier Prozentpunkte ab“, heißt es in dem ifo-Bericht.

Die optimale Ausschöpfung des Innovationspotenzials der Industrie werde durch eine Vielzahl von Faktoren behindert. Einem Teil der Unternehmen nehmen diese Hemmnisse jede Möglichkeit, Innovationen durchzuführen, bei einem anderen Teil beeinträchtigen sie Anzahl und Neuheitsgrad der Innovationsprojekte. "Bezogen auf die Gesamtheit aller Unternehmen ergibt sich für 2001 der Befund, dass knapp die Hälfte der Unternehmen in ihren Innovationsaktivitäten behindert wurde; lediglich 15 Prozent der Unternehmen konnten ihre Innovationsvorhaben ohne Einschränkungen realisieren. Bei über zehn Prozent der Unternehmen führten Hemmnisse sogar dazu, dass Innovationsaktivitäten gänzlich unterblieben“, so das ifo-Institut.

Nach den Ergebnissen des Innovationstests behindert eine zu restriktive Gesetzgebung rund 15 Prozent der Innovatoren; zu lange Verwaltungsverfahren werden von jedem sechsten Innovator beklagt. Wenn auch die Einzelmaßnahmen keine unüberwindbaren Barrieren darstellen, können sie in ihrer Gesamtheit dazu führen, dass die Innovation verzögert auf dem Markt angeboten oder im Unternehmen genutzt werden. Anhand der Ergebnisse der jüngsten Innovationsbefragungen des ifo Instituts wird die Entwicklung der Innovationsaktivitäten der deutschen Industrie sowie die Bedeutung der sie beeinflussenden ökonomischen und technologischen Rahmenbedingungen dargestellt.

Gunnar Sohn | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http:// http://www.ifo.de

Weitere Berichte zu: Innovationsaktivität Innovatorenanteil Prozentpunkt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise