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Güterverkehr der Verkehrszweige im Jahr 2002

15.01.2003


Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden im Jahr 2002 3,5% weniger Güter im Güterverkehr befördert als im Vorjahr.



In den einzelnen Verkehrszweigen gab es jedoch deutliche Unterschiede in der Veränderung des Güterverkehrsaufkommens. Den stärksten Anteil am Güteraufkommen hat wegen seiner Verteilerfunktion der Straßengüterverkehr. Auf der Straße wurden - nach einer Schätzung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen - im vergangenen Jahr 2 986 Mill. Tonnen befördert, rund 4,3% weniger als in 2001. Die dabei im Inland erzielten tonnenkilometrischen Leistungen blieben aber mit 353,4 Mrd. Tonnenkilometern (tkm) praktisch unverändert, d.h. die Güter wurden im Durchschnitt weiter befördert (durchschnittlich 118 km gegenüber 113 km im Jahr 2001).



Auch das Güterverkehrsaufkommen der Eisenbahnen (285 Mill. Tonnen im Jahr 2002) ist zurückgegangen, aber mit - 1,1% weniger stark als im Straßenverkehr. Die Beförderungsleistung der Eisenbahn (72,6 Mrd. tkm) hat dagegen mit 2,2% etwas stärker abgenommen. Die durchschnittliche Beförderungsweite der Bahnen lag damit bei rund 255 km (knapp 258 km im Jahr 2001). Mit Binnenschiffen wurden im Jahr 2002 230,4 Mill. Tonnen befördert, 2,4% weniger als im Vorjahr. Die tonnenkilometrischen Leistungen im Inland (63,4 Mrd. tkm) nahmen um 2,2% ab, so dass die durchschnittliche Beförderungsweite bei rund 275 km lag.

Etwas zugenommen (+ 1,2%) hat der Güterverkehr der Seeschifffahrt: Mit 245 Mill. Tonnen wurden im Jahr 2002 zum zweiten Mal seit Beginn dieser Statistiken mehr Güter befördert als in der Binnenschifffahrt. Hier ist zu berücksichtigen, dass es sich beim Seeverkehr fast ausschließlich um grenzüberschreitenden Verkehr handelt.

Der Transport von Rohöl in Rohrleitungen stieg zwar um 1,2% auf 91,3 Mill. Tonnen; wegen geringerer Beförderungsweiten sank aber die Beförderungsleistung um 3,6% auf 15,2 Mrd. tkm.

Für die Frachtbeförderung der Luftfahrt wurde mit 2,2 Mill. Tonnen der deutlichste Anstieg geschätzt; das sind 5,5% mehr als im Jahr 2001.

Zahlen und Fakten: Tabelle "Güterverkehr 2002 in Deutschland"

Weitere Auskünfte erteilt:

Uwe Reim
Telefon: 0611-75-2210
E-Mail: verkehr@destatis.de

Uwe Reim | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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