Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Das Auto wird zum Krückstock der Zukunft

23.10.2002


Die wichtigsten Kunden auf dem Automarkt der Zukunft sind Senioren. In Zukunft wird es immer mehr ältere Menschen mit hoher Kaufkraft geben.



Gerade für ihre Mobilität sind sie bereit, viel Geld auszugeben. Bereits heute dominieren Senioren beim Kauf von Neuwagen: Ihr Anteil ist auf fast ein Drittel gestiegen - Tendenz weiter steigend. Das Auto der Zukunft passt sich den Anforderungen der Älteren an. Die Erleichterung des Fahrens rückt in den Fokus: Assistenzsysteme wie Kameras oder elektronische Stabilitätsprogramme gleichen körperliche und geistige Einschränkungen des Fahrers aus. Motorleistungen und Höchstgeschwindigkeit, die Freude am Fahren, wird gegenüber Fahrerleichterungen an Bedeutung verlieren, so das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung zur demographischen Entwicklung in Deutschland von Z_punkt, einer Denkfabrik von wissenschaftlich arbeitenden Zukunftsforschern. Die Untersuchung wird am 21. November in Essen auf einer Fachtagung präsentiert.



Rund 40 Prozent der deutschen Bevölkerung wird 2040 im Rentenalter sein: Allein sieben Millionen Deutsche sind dann 80 Jahre oder älter. Die Mobilität der älteren Menschen nimmt stark zu: Führerschein und Autobesitz, reichhaltige Reiseerfahrungen sowie über weite Entfernungen verstreute Familien haben ihren Bewegungsradius erhöht. Die Bereitschaft, für die Mobilität Geld auszugeben, ist hoch: Schon heute wird fast jeder dritte Neuwagen an Kunden, die älter als 55 Jahre sind, verkauft. In Zukunft wird ihr Anteil weiter steigen.

Komfort und Sicherheit stehen bei den älteren Käufern besonders hoch im Kurs. Motorleistung und Höchstgeschwindigkeit, die Freude am Fahren, spielen dagegen nur eine Nebenrolle. Das Fahren zu erleichtern, geniesst beim Auto der Zukunft daher Priorität. Assistenzsysteme sollen den Fahrer unterstützen und helfen körperliche und Konzentrationsdefizite auszugleichen, um ein sicheres Fahren auch im hohen Alter zu ermöglichen. Elektronische Stabilitätsprogramme greifen in extremen Verkehrssituationen selbsttätig ein: Die Bremskraft wird vollelektronisch gesteuert. Sicherheitsabstände werden automatisch eingehalten. Kameras ersetzen Schulterblick und Außenspiegel.

Auch in puncto Komfort passen sich die Autobauer den Bedürfnissen der älteren Kunden an. Höhere und kürzere Autos erleichtern das Ein- und Aussteigen. Die Verwendung von mehr Glas bietet gerade älteren Fahrern eine bessere Übersicht. Massagesitze sollen vor schneller Ermüdung schützen. Falls sie nicht helfen, verhindern Warntöne ein Einschlafen des Fahrers. Bei Bedarf vollautomatisch fahrende Autos machen einen Fahrer dann fast überflüssig. Mit den neuen Techniken wird gerade älteren Menschen ermöglicht, sich sicher und unabhängig zu bewegen. Das Auto der Zukunft wandelt sich damit immer mehr zu einem mühelos und intuitiv bedienbarem Hilfsmittel, das gerade auf die Bedürfnisse der Senioren zugeschnitten ist.

Z_punkt GmbH
Büro für Zukunftsgestaltung
Cornelia Daheim
Tel.: 0201-7472712

Cornelia Daheim | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.Z-punkt.de

Weitere Berichte zu: Höchstgeschwindigkeit Mobilität Motorleistung Neuwagen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Immunzellen helfen bei elektrischer Reizleitung im Herzen

Erstmals elektrische Kopplung von Muskelzellen und Makrophagen im Herzen nachgewiesen / Erkenntnisse könnten neue Therapieansätze bei Herzinfarkt und Herzrhythmus-Störungen ermöglichen / Publikation am 20. April 2017 in Cell

Makrophagen, auch Fresszellen genannt, sind Teil des Immunsystems und spielen eine wesentliche Rolle in der Abwehr von Krankheitserregern und bei der...

Im Focus: Tief im Inneren von M87

Die Galaxie M87 enthält ein supermassereiches Schwarzes Loch von sechs Milliarden Sonnenmassen im Zentrum. Ihr leuchtkräftiger Jet dominiert das beobachtete Spektrum über einen Frequenzbereich von 10 Größenordnungen. Aufgrund ihrer Nähe, des ausgeprägten Jets und des sehr massereichen Schwarzen Lochs stellt M87 ein ideales Laboratorium dar, um die Entstehung, Beschleunigung und Bündelung der Materie in relativistischen Jets zu erforschen. Ein Forscherteam unter der Leitung von Silke Britzen vom MPIfR Bonn liefert Hinweise für die Verbindung von Akkretionsscheibe und Jet von M87 durch turbulente Prozesse und damit neue Erkenntnisse für das Problem des Ursprungs von astrophysikalischen Jets.

Supermassereiche Schwarze Löcher in den Zentren von Galaxien sind eines der rätselhaftesten Phänomene in der modernen Astrophysik. Ihr gewaltiger...

Im Focus: Deep inside Galaxy M87

The nearby, giant radio galaxy M87 hosts a supermassive black hole (BH) and is well-known for its bright jet dominating the spectrum over ten orders of magnitude in frequency. Due to its proximity, jet prominence, and the large black hole mass, M87 is the best laboratory for investigating the formation, acceleration, and collimation of relativistic jets. A research team led by Silke Britzen from the Max Planck Institute for Radio Astronomy in Bonn, Germany, has found strong indication for turbulent processes connecting the accretion disk and the jet of that galaxy providing insights into the longstanding problem of the origin of astrophysical jets.

Supermassive black holes form some of the most enigmatic phenomena in astrophysics. Their enormous energy output is supposed to be generated by the...

Im Focus: Neu entdeckter Exoplanet könnte bester Kandidat für die Suche nach Leben sein

Supererde in bewohnbarer Zone um aktivitätsschwachen roten Zwergstern gefunden

Ein Exoplanet, der 40 Lichtjahre von der Erde entfernt einen roten Zwergstern umkreist, könnte in naher Zukunft der beste Ort sein, um außerhalb des...

Im Focus: Resistiver Schaltmechanismus aufgeklärt

Sie erlauben energiesparendes Schalten innerhalb von Nanosekunden, und die gespeicherten Informationen bleiben auf Dauer erhalten: ReRAM-Speicher gelten als Hoffnungsträger für die Datenspeicher der Zukunft.

Wie ReRAM-Zellen genau funktionieren, ist jedoch bisher nicht vollständig verstanden. Insbesondere die Details der ablaufenden chemischen Reaktionen geben den...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungen

Baukultur: Mehr Qualität durch Gestaltungsbeiräte

21.04.2017 | Veranstaltungen

Licht - ein Werkzeug für die Laborbranche

20.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Intelligenter Werkstattwagen unterstützt Mensch in der Produktion

21.04.2017 | HANNOVER MESSE

Forschungszentrum Jülich auf der Hannover Messe 2017

21.04.2017 | HANNOVER MESSE

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungsnachrichten