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2,4 Millionen nichteheliche Lebensgemeinschaften in Deutschland

25.08.2008
Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) gab es im Jahr 2007 gut 2,4 Millionen nichteheliche Lebensgemeinschaften in Deutschland, in denen Frau und Mann zusammenlebten.

Seit 1996 ist ihre Anzahl um rund ein Drittel (+ 34%) gestiegen. Damals lebten und wirtschafteten 1,8 Millionen gemischtgeschlechtliche Paare ohne Trauschein gemeinsam in einem Haushalt. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse des Mikrozensus 2007, der größten jährlichen Haushaltsbefragung in Europa.

2007 betrug das Durchschnittsalter nichtehelicher Lebenspartnerinnen 37,7 Jahre, das der entsprechenden Männer 40,3 Jahre. Es lag damit deutlich niedriger als bei Ehefrauen (52,1 Jahre) beziehungsweise bei Ehemännern (54,9 Jahre). Dabei lebten in nichtehelichen Lebensgemeinschaften mehrheitlich zwei ledige Partner zusammen (60%), in den übrigen Partnerschaften gab es mindestens einen Partner mit anderem Familienstand.

Bei gut zwei Dritteln (68%) der nichtehelichen Lebensgemeinschaften wohnten keine Kinder im Haushalt. 28% der nichtehelichen Lebensgemeinschaften zogen mindestens ein minderjähriges Kind groß. Bei 4% der nichtehelichen Lebensgemeinschaften waren alle im Haushalt lebenden Kinder volljährig.

In 61% der nichtehelichen Lebensgemeinschaften übten beide Partner aktiv eine Erwerbstätigkeit aus, mehrheitlich beide in Vollzeittätigkeit. Nicht zu den aktiv erwerbstätigen Personen zählen zum Beispiel wegen Mutterschutz oder Elternzeit vorübergehend Beurlaubte. Auch wenn minderjährige Kinder groß zu ziehen waren, gingen in der Mehrheit der nichtehelichen Lebensgemeinschaften (53%) beide Partner aktiv einer Erwerbstätigkeit nach, dann allerdings überwiegend in der klassischen Rollenverteilung mit vollzeittätigem Vater und teilzeittätiger Mutter.

Weitere Auskünfte gibt:
Julia Weinmann,
Telefon: (0611) 75-8707,
E-Mail: mikrozensus@destatis.de
Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an:
Statistisches Bundesamt
Telefon: (0611) 75-3444
E-Mail: presse@destatis.de

Julia Weinmann | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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