Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Handystudie: Männer telefonieren deutlich mehr

28.07.2008
Frauen und Senioren fassen sich kurz

Handy-Vieltelefonierer sind zumeist Männer. Jeder zehnte männliche Handynutzer spricht täglich mehr als eine Stunde auf seinem Mobiltelefon, wie eine aktuelle Aris-Umfrage im Auftrag des Branchenverbandes BITKOM zeigt.

Entgegen dem alten Klischee, Frauen würden in der Regel mehr tratschen als Männer, liegt der Anteil der Vieltelefonierer beim weiblichen Geschlecht nur bei sieben Prozent. In der Gruppe der Senioren sind es sogar weniger als ein Prozent. Abgefragt wurde sowohl das berufliche als auch das private Handy-Telefonieren. "Daher gehören die Berufstätigen auch eher zu den Vieltelefonierern.

Die Erhebung zeigte zudem, dass Männer deutlich häufiger ein Diensthandy besitzen als Frauen", erklärt Marc Thylmann, Sprecher im Bereich Technologien und Dienste beim BITKOM, auf Anfrage von pressetext. Daraus ergebe sich die Vermutung, dass Männer häufiger als Frauen zu den Vieltelefonierern gehörten, weil sie mehr und länger beruflich telefonieren.

In der Vergangenheit hätten vor allem Geschäftskunden das Mobiltelefon für längere Gespräche gebraucht. Aufgrund der neuen, günstigeren Tarife werde das Handy aber auch in der Freizeit immer mehr eingesetzt, so BITKOM-Präsident Auguts-Wilhelm Scheer. "Die Altersgruppen 14 bis 19 sowie 30 bis 49 telefonieren im Schnitt am längsten. Die älteren Generationen telefonieren deutlich weniger mobil", ergänzt Thylmann. Das Handy ersetze in Europa zunehmend den Festnetzanschluss.

Im Jahr 2007 verfügten durchschnittlich 24 Prozent der Haushalte in den Ländern der Europäischen Union ausschließlich über einen Mobilfunkanschluss. "In Deutschland nutzen aber weiterhin viele Menschen auch das Festnetz. Nur 11 Prozent der Haushalte telefonieren ausschließlich mit dem Handy", so Thylmann gegenüber pressetext.

Männer liegen auch bei den überdurchschnittlichen Handynutzern, die zumindest bis zu einer Stunde am Tag telefonieren, voran. Während nur zehn Prozent der Frauen den Zeitraum von maximal einer Stunde ausschöpfen, sind es bei den Männern 15 Prozent. Bei der "normalen" Nutzung hingegen dominiert das weibliche Geschlecht. 72 Prozent der Frauen sprechen täglich "nur wenige Minuten", bei den Männern sind es in dieser Gruppe 65 Prozent. Grundsätzlich kommt das Mobiltelefon bei den meisten Nutzern jeden Tag zum Einsatz. 90 Prozent haben ihr Handy täglich in Betrieb.

Nur bei den älteren Handybesitzern über 65 Jahren ist der Anteil mit 75 Prozent etwas geringer. Insgesamt wurde laut Zahlen der Bundesnetzagentur im vergangenen Jahr in Deutschland 68,3 Mrd. Minuten in Mobilfunknetzen telefoniert. 2006 waren es 57 Mrd. Minuten.

Claudia Zettel | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.bitkom.org

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

Unter der Haut

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Impfstoffe zuverlässig inaktivieren mit Elektronenstrahlen

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Darmkrebs: Wenn die Wachstumsbremse fehlt

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Riesensalamander, Geckos und Olme – Verschwundene Artenvielfalt in Sibirien

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie