Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

26 % weniger als Arbeiter verdienten Arbeiterinnen 2001

11.07.2002


Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, verdienten in Deutschland die Arbeiterinnen durchschnittlich im Jahr 2001 im Produzierenden Gewerbe 26 %, die weiblichen Angestellten im Produzierenden Gewerbe, Handel, Kredit- und Versicherungsgewerbe 30 % weniger als ihre männlichen Kollegen.

Der Verdienstabstand der Frauen ging im früheren Bundesgebiet bei den Arbeitern von 43 % im Jahr 1957 auf 26 % und bei den Angestellten von 45 % auf 29 % im Jahr 2001 zurück. In den neuen Ländern verringerte sich der Verdienstabstand der Arbeiterinnen in den letzten zehn Jahren geringfügig von 25 % auf 23 %, bei den weiblichen Angestellten lag er 1991 und 2001 bei jeweils rund 25 %.

Untersuchungen haben ergeben, dass die Verdienstunterschiede von Männern und Frauen zu einem großen Teil auf unterschiedlichen Tätigkeiten – gemessen an ihrer Einstufung in Leistungsgruppen – und auf Unterschieden in der Wirtschaftszweigzugehörigkeit beruhen. 2001 lassen sich im früheren Bundesgebiet 34 % des Verdienstabstands bei den Arbeitern und 43 % des Verdienstabstands bei den Angestellten durch die unterschiedliche Leistungsgruppenstruktur, 9 % des Verdienstabstandes bei den Arbeitern und 12 % des Verdienstabstandes bei den Angestellten durch die unterschiedliche Wirtschaftszweigzugehörigkeit erklären. Weitere mögliche Erklärungsfaktoren wie Unterschiede im Alter, der Ausbildung oder der Dauer der Unternehmenszugehörigkeit können anhand des verfügbaren Materials nicht quantifiziert werden.

Diese und weitere Ergebnisse sind in "Wirtschaft und Statistik", Heft 5, 2002, unter dem Titel "Verdienstabstand zwischen Männern und Frauen" veröffentlicht worden. Dieses Heft ist auch online im Statistik-Shop des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/shop erhältlich.

Durchschnittliche Bruttomonatsverdienste vollzeitbeschäftigter Arbeiter/-innen und
Angestellten in Deutschland im Produzierenden Gewerbe, Handel, Kredit- und
Versicherungsgewerbe1)

Jahr

Arbeiter/-innen

Angestellte

Männer-
verdienste

Frauen-
verdienste

Verdienst-
abstand
in %
der Männer-
verdienste

Männer-
verdienste

Frauen-
verdienste

Verdienst-
abstand
in %
der Männer-
verdienste

Euro

%

Euro

%

Deutschland

2000

2 406

1 777

26,1

3 393

2 378

29,9

20012)

2 443

1 799

26,4

3 492

2 455

29,7

Früheres Bundesgebiet

1957

244

140

42,7

295

163

44,7

1960

295

176

40,6

354

194

45,3

1970

646

398

38,5

750

440

41,3

1980

1 315

893

32,1

1 675

1 056

37,0

1990

1 866

1 311

29,8

2 499

1 619

35,2

1991

1 959

1 391

29,0

2 646

1 727

34,7

2000

2 499

1 842

26,3

3 448

2 428

29,6

20012)

2 531

1 865

26,3

3 546

2 506

29,3

Neue Länder

1991

955

713

25,3

1 150

867

24,6

2000

1 822

1 411

22,6

2 668

2 006

24,8

20012)

1 855

1 434

22,7

2 721

2 036

25,2

1) Arbeiter/innen werden nur im Produzierenden Gewerbe erfasst.
2) Die Angaben für Berlin liegen noch nicht vor.

 

Weitere Auskünfte erteilt: Birgit Frank-Bosch,
Telefon: (0611) 75-3758,
E-Mail:
birgit.frank-bosch@destatis.de


Birgit Frank-Bosch | Pressemitteilung
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de/

Weitere Berichte zu: Gewerbe Produzierend Verdienstabstand

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften