Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mehr als die Hälfte der Mütter mit Elterngeld war zuvor erwerbstätig

11.06.2008
Mehr als die Hälfte der Mütter (52,5%), denen für ihr 2007 geborenes Kind Elterngeld bewilligt wurde, war vor der Geburt erwerbstätig; bei den Vätern waren es 77%. Dies geht aus neuesten Ergebnissen der Elterngeldstatistik hervor, die das Statistische Bundesamt (Destatis) heute veröffentlicht hat.

Diese Ergebnisse enthalten jetzt die im ersten Quartal 2008 bewilligten Anträge auf Elterngeld für Eltern, deren Kind 2007 geboren wurde. Bei diesen Anträgen handelt es sich um "Überhänge" aus dem Vorjahr und um Anträge von Vätern und Müttern, die erst zu einem späteren Zeitpunkt während der ersten 14 Lebensmonate ihres Kindes Elterngeld beantragt haben.

Während von den vor der Geburt des Kindes erwerbstätigen Müttern 85% für ein Jahr Elterngeld beziehen, bevorzugen von den vor der Geburt des Kindes erwerbstätigen Vätern zwei Drittel eine "Babyzeit" von zwei Monaten. Jeder zehnte erwerbstätige Vater nimmt sich ein Jahr Zeit für seinen Nachwuchs. 89% der nicht erwerbstätigen Mütter beziehen 12 Monate Elterngeld. Von den nicht erwerbstätigen Vätern erhält jeder zweite für zwei Monate Elterngeld und 30% beziehen diese Leistung über zwölf Monate.

Insgesamt wurden von Januar 2007 bis März 2008 knapp 720 000 Anträge auf Elterngeld für 2007 geborene Kinder bewilligt. Die Zahl der Väter, die für ihr 2007 geborenes Kind Elterngeld bewilligt bekamen, hat sich inzwischen auf 87 400 erhöht. Damit ist der Anteil der für Väter bewilligten Anträge auf 12,1% angestiegen. In Ostdeutschland übertrifft der Wert mit 12,6% den in Westdeutschland (11,9%).

Im ersten Quartal 2008 ist der Anteil der bewilligten Anträge für Männer, die 2007 Vater geworden sind, in einigen Ländern auf über 20% angestiegen. Dies hängt zunächst mit der Zunahme der absoluten Zahl der Anträge von Vätern zusammen. Weiter trägt aber dazu bei, dass die absolute Zahl der Anträge von Müttern für 2007 geborene Kinder rückläufig ist, da diese Mütter häufig bereits zu einem früheren Zeitpunkt ihren Antrag auf Elterngeld gestellt haben.

Zwischen Januar und März 2008 haben rund 169 000 Eltern den Bezug von Elterngeld beendet. Dies betraf 144 000 Mütter und 25 000 Väter. Dies sind die ersten Ergebnisse nach der Erweiterung der Elterngeldstatistik um Angaben zu beendeten Leistungsbezügen ab Januar 2008.

Differenzierte Ergebnisse der Elterngeldstatistik von Januar 2007 bis März 2008 sind abrufbar im Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/publikationen (Suchbegriff: "Elterngeld").

Eine zusätzliche Tabelle bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de.

Weitere Auskünfte gibt:
Zweigstelle Bonn,
Dorothee von Wahl,
Telefon: (0611) 75-8167
E-Mail: jugendhilfe@destatis.de

Dorothee von Wahl | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de
http://www.destatis.de/publikationen

Weitere Berichte zu: Elterngeld Elterngeldstatistik Statistisch

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

EUROSTARS-Projekt gestartet - mHealth-Lösung: time4you Forschungs- und Entwicklungspartner bei IMPACHS

28.06.2017 | Unternehmensmeldung

Proteine entdecken, zählen, katalogisieren

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Scheinwerfer-Dimension: Volladaptive Lichtverteilung in Echtzeit

28.06.2017 | Automotive