Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

766 000 Deutsche haben einen ausländischen Ehepartner

08.07.2002


Wie das Statistische Bundesamt zum Weltbevölkerungstag am 11. Juli mitteilt, gab es im April 2001 in Deutschland rund 16,8 Mill. Ehepaare mit Kindern unter 18 Jahren oder ohne Kinder. Bei rund 766 000 Ehepaaren (4,5 %) besaß ein Partner die deutsche und der andere eine ausländische Staatsangehörigkeit; davon hatten 398 000 (52 %) Ehefrauen und 368 000 (48 %) Ehemänner einen ausländischen Pass. Dies zeigen die Ergebnisse des Mikrozensus 2001, der europaweit größten jährlichen Haushaltsbefragung zu den Lebens- und Arbeitsverhältnissen in Deutschland.

Von den 766 000 deutsch-ausländischen Ehepaaren gehörten 32 % der ausländischen Ehegatten einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union (EU) an und 43 % einem europäischen Nicht-EU-Staat einschließlich der Türkei. Hinsichtlich der Staatsangehörigkeiten der ausländischen Ehegatten waren deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern zu beobachten. Während von den ausländischen Ehefrauen 26 % aus einem EU-Staat und 47 % aus einem europäischen Nicht-EU-Staat stammten, kamen von den ausländischen Ehemännern 38 % aus einem EU-Staat und 39 % aus einem europäischen Nicht-EU-Staat.

Die mit deutschen Männern verheirateten ausländischen Ehefrauen stammten am häufigsten aus Asien (14 %), Polen (11 %) und der GUS (9 %). Die mit deutschen Frauen verheirateten ausländischen Ehemänner waren am häufigsten Staatsangehörige der Türkei (16 %) und Italiens (12 %). An dritter Stelle folgten Ehemänner aus Amerika, Österreich und Afrika (jeweils 7 %).

Detaillierte Ergebnisse des Mikrozensus 2001 enthält die Broschüre "Leben und Arbeiten in Deutschland", die auch im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/presse/deutsch/pk/2002/mikrozensus2001b.htm kostenlos abrufbar ist.

Deutsch-ausländische Ehepaare ohne Kinder und mit Kindern
unter 18 Jahren im April 2001 nach Staatsangehörigkeit
des ausländischen Ehegatten

Staatsangehörigkeit
des ausländischen
Ehepartners

Insgesamt

Ohne
Kinder 1)

Mit Kindern
unter 18
Jahren

Kinder
unter 18
Jahren
je Ehepaar
mit Kindern
unter 18
Jahren

1 000

Anzahl

Ehepaare mit deutschem Ehemann und ausländischer Ehefrau

Zusammen

398

174

224

1,64

  EU-Staaten

104

46

58

1,64

  Nicht-EU-Staaten

294

128

166

1,63

    Europa

188

79

109

1,63

    Afrika

13

6

7

1,78

    Amerika

30

14

16

1,64

    Asien

57

28

29

1,62

     Übrige Welt2)

6

/

/

/

  darunter:

294

127

161

 

  Fünf häufigste Staatsangehörigkeiten

 

 

 

 

    Asien

57

28

29

1,62

    Polen

45

18

27

1,57

    GUS

34

14

20

1,61

    Türkei

30

8

22

1,96

    Amerika

30

14

16

1,64

Ehepaare mit deutscher Ehefrau und ausländischem Ehemann

Zusammen

368

165

203

1,69

  EU-Staaten

141

69

72

1,72

  Nicht-EU-Staaten

227

96

131

1,67

    Europa

145

58

87

1,64

    Afrika

25

12

13

1,78

    Amerika

27

13

14

1,67

    Asien

24

10

14

1,78

    Übrige Welt 2)

6

/

/

/

  darunter:

227

93

128

 

  Fünf häufigste Staatsangehörigkeiten

 

 

 

 

    Türkei

60

20

40

1,71

    Italien

44

18

26

1,83

    Amerika

27

13

14

1,67

    Österreich

26

16

10

1,55

    Afrika

25

12

13

1,78

nachrichtlich: Ehepaare

Zusammen

16 810

9 703

7 107

1,71

  beide Ehegatten deutsch

14 951

9 008

5 943

1,68

  beide Ehegatten ausländisch

1 093

356

737

1,96

    beide Ehegatten aus EU-Staaten

236

94

142

1,73

    ein Ehegatte aus EU-Staaten

26

11

15

1,68

      Ehefrau aus Nicht-EU-Staaten

15

7

8

1,63

      Ehemann aus Nicht-EU-Staaten

11

/

7

1,74

    beide Ehegatten aus Nicht-EU-Staaten

831

251

580

2,02

  deutsch-ausländische Ehepaare

766

339

427

1,66

Ergebnisse des Mikrozensus – Bevölkerung am Familienwohnsitz.

1) Als Kinder zählen ledige Personen, die mit ihren Eltern oder einem Elternteil in einem Haushalt leben.
2) Australien und Ozeanien, Staatenlos.
/ = Kein Nachweis, da Ergebnis nicht ausreichend genau ist.

Weitere Auskünfte erteilt:  Marianne Teupen,
Telefon: (01888) 644-8708,
E-Mail:
mikrozensus@destatis.de


Marianne Teupen | Pressemitteilung
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de/ 

Weitere Berichte zu: EU-Staat Mikrozensus Nicht-EU-Staat Staatsangehörigkeit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise