Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Lohnentwicklung in Deutschland und Frankreich fast gleich

04.07.2002


Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lagen im ersten Quartal 2002 die Indizes der Monatslöhne/-gehälter für die Arbeiter und die Angestellten in der gewerblichen Wirtschaft in Deutschland um 2,2 % und in Frankreich um 2,5 % höher als vor Jahresfrist. Die Verbraucherpreise stiegen in diesem Zeitraum in Deutschland um 1,9 %, in Frankreich um 2,1 %.

In Deutschland beträgt die tarifliche Wochenarbeitszeit – seit einigen Jahren unverändert – durchschnittlich 37,2 Stunden. In Frankreich hatte sie im ersten Quartal 1999 mit 38,6 Stunden um gut anderthalb Stunden höher gelegen. Mit In-Kraft-Treten des Gesetzes über die Arbeitszeitverkürzung am 1. Januar 2000 hat sich die tarifliche Wochenarbeitszeit in Frankreich bis zum dritten Quartal 2000 auf 37 Stunden verkürzt. Im ersten Quartal 2002 betrug sie 35,9 Stunden, so dass sie nunmehr um gut eine Stunde unter der tariflichen Wochenarbeitszeit in der deutschen gewerblichen Wirtschaft liegt.

Bei den Stundenlöhnen verläuft die durchschnittliche Entwicklung in beiden Ländern noch unterschiedlich. Die Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich bewirkte, dass die Indizes der Stundenlöhne/-gehälter in Frankreich binnen Jahresfrist mit 3,9 % fast doppelt so stark stiegen wie in Deutschland (+ 2,1 %).

Für den deutsch-französischen Vergleich wurden vom Statistischen Bundesamt und vom französischen Statistischen Zentralamt (INSEE) Indikatoren zur kurzfristigen Lohn- und Arbeitszeitentwicklung konzipiert. Sie werden quartalsweise zeitgleich in Wiesbaden und Paris veröffentlicht.

Die dargestellten Indizes basieren in Deutschland auf Auswertungen der Tarifverträge für den ersten Monat jedes Quartals, in Frankreich auf einer vierteljährlichen Erhebung für den letzten Monat jedes Quartals bei Betrieben mit 10 und mehr Beschäftigten. Einbezogen werden die Wirtschaftsbereiche Produzierendes Gewerbe, Handel, Transport und Nachrichtenübermittlung sowie Kredit- und Versicherungsgewerbe.

Als Löhne/Gehälter werden in Deutschland die tariflichen Grundlohn-/-gehaltssätze nachgewiesen, in Frankreich die Basislöhne und –gehälter, jeweils ohne Zulagen und Prämien sowie Einmalzahlungen. Die Indizes werden für eine konstante Arbeitnehmerstruktur berechnet (Laspeyres-Indizes).

Nähere Erläuterungen zur Methodik siehe: "Wirtschaft und Statistik" Heft 1/2001 << Kurzfristige Lohnstatistik in Deutschland und Frankreich >> und "Courrier des statistiques" no 94 << Le suivi conjoncturel des salaires en Allemagne et en France >>

Entwicklung der Lohn-/Gehaltsindizes


in Deutschland und Frankreich
in %

Jahr/

... mehr zu:
»Indiz

Quartal

Veränderung gegenüber dem Vorjahr bzw. dem Berichtsquartal im Vorjahr

Index der
Monatslöhne/-gehälter

Index der
Stundenlöhne/-gehälter

Deutschland

Frankreich

Deutschland

Frankreich

1997

1,5

2,3

1,6

2,4

1998

1,9

1,9

2,0

2,1

1999

2,6

1,6

2,8

2,3

2000

2,4

1,7

2,4

4,7

2001

2,2

2,5

2,1

4,3

1997

1.

1,5

2,4

1,6

2,5

2.

1,7

2,3

1,8

2,3

3.

1,5

2,3

1,6

2,4

4.

1,4

2,2

1,4

2,4

1998

1.

1,5

2,1

1,6

2,3

2.

1,9

1,9

2,0

2,1

3.

2,1

1,8

2,2

2,0

4.

2,1

1,6

2,2

1,9

1999

1.

2,2

1,6

2,4

2,0

2.

2,6

1,6

2,8

2,1

3.

2,8

1,5

3,0

2,3

4.

2,9

1,6

3,0

2,8

2000

1.

2,5

1,6

2,5

3,9

2.

2,2

1,6

2,2

4,8

3.

2,3

1,8

2,4

5,1

4.

2,4

1,9

2,4

5,0

2001

1.

2,4

2,2

2,4

4,6

2.

2,1

2,5

2,1

4,4

3.

2,1

2,6

2,1

4,2

4.

2,1

2,6

2,1

4,0

2002

1.

2,2

2,5

2,1

3,9

 

Weitere Auskünfte erteilen:


Sabine Lenz,
Telefon: (0611) 75-3539,
E-Mail: sabine.lenz@destatis.de

Fabrice Romans,
Telefon: (0033) 14117 5464,
E-Mail: fabrice.romans@insee.fr


Sabine Lenz | Pressemitteilung
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Berichte zu: Indiz

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen

22.11.2017 | Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bakterien als Schrittmacher des Darms

22.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Ozeanversauerung schädigt Miesmuscheln im Frühstadium

22.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die gefrorenen Küsten der Arktis: Ein Lebensraum schmilzt davon

22.11.2017 | Geowissenschaften