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2007 zogen wieder mehr Personen nach Deutschland

19.05.2008
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sind im Jahr 2007 nach vorläufigen Ergebnissen 683 000 Personen nach Deutschland zugezogen und 635 000 Personen aus Deutschland fortgezogen.

Daraus ergibt sich ein Wanderungsüberschuss von 48 000 Personen. Dies waren 21 000 Zuzüge mehr und 4 000 Fortzüge weniger als 2006. Dadurch hat sich der Wanderungsüberschuss gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt, nachdem er von 2005 auf 2006 um 71% gesunken war.

2007 sind knapp 572 000 ausländische Personen nach Deutschland zugezogen, das waren 2% mehr als im Vorjahr. Damit wurde erstmals die seit 2001 anhaltende Tendenz einer rückläufigen Zuwanderung ausländischer Personen unterbrochen.

Außerdem sank die Zahl der Fortzüge ausländischer Personen mit 470 000 gegenüber dem Vorjahr um 3%. Damit stieg der Wanderungsüberschuss ausländischer Personen insgesamt von 75 000 Personen im Jahr 2006 auf 102 000 Personen im Jahr 2007 (+ 36%). Der Wanderungsüberschuss fiel für das frühere Bundesgebiet sowie Berlin (+ 94 000 Personen) deutlich höher aus als für die neuen Bundesländer (+ 8 000).

Die Zahl der Zuzüge deutscher Personen ist mit rund 111 000 gegenüber dem Vorjahr um 8 000 beziehungsweise um 8% angestiegen.

Diese Zahl enthält die Zuzüge von Spätaussiedlern (ohne ausländische mitreisende Familienangehörige) und von weiteren Deutschen, die zum Beispiel aus dem Ausland zurückkehrten.

2007 wurden 165 000 Fortzüge deutscher Personen registriert. Die Zahl der Fortzüge nahm somit gegenüber dem Vorjahr (155 000) um 6% zu und blieb damit auf hohem Niveau. Die Hauptzielländer bei den Fortzügen deutscher Personen waren die Schweiz (20 000), die USA (14 000), Polen und Österreich (jeweils 10 000). Der Wanderungsverlust deutscher Bürgerinnen und Bürger im Jahr 2007 blieb mit 54 000 Personen gegenüber dem Vorjahr (52 000) nahezu konstant.

Aus den Abwanderungszahlen lassen sich keine Aussagen zu den Hintergründen der Fortzüge ableiten. So ist keine Differenzierung möglich, ob der Fortzug einer Person eine Auswanderung auf Dauer oder nur eine befristete Ausreise zum Beispiel im Rahmen einer Tätigkeit für ein deutsches Unternehmen im Ausland ist. Es kann auch nicht unterschieden werden, ob es sich um Spätaussiedler, Eingebürgerte oder Deutsche ohne Migrationshintergrund handelt.

Ins Ausland zog es vor allem Deutsche aus dem früheren Bundesgebiet und Berlin (151 000); dagegen haben nur 14 000 Deutsche die neuen Länder in Richtung Ausland verlassen. Entsprechend fiel der Abwanderungsverlust deutscher Personen mit 47 000 für die alten Bundesländer und Berlin höher aus als für die neuen Bundesländer (7 000).

Gleichzeitig zogen im Jahr 2007 aus den neuen Bundesländern 138 000 Personen in die alten Länder (2006: 136 000), während 83 000 Menschen die umgekehrte Richtung wählten (2006: 82 000). Damit blieb sowohl die Wanderung von Ost- nach Westdeutschland als auch die West-Ost-Wanderung nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Berlin bleibt aufgrund seiner Sonderstellung bei dieser West-Ost-Betrachtung ausgeklammert.

Unter Berücksichtigung der Wanderungen mit dem Ausland und zwischen den Bundesländern von ausländischen und deutschen Personen verzeichnen gegenüber dem Vorjahr die alten Bundesländer einschließlich Berlin einen steigenden Wanderungsgewinn von rund 103 000 Personen (2006: 73 000) und die neuen Bundesländer einen erhöhten Wanderungsverlust von rund 55 000 Personen (2006: 50 000).

Weitere Auskünfte gibt:
Martin Conrad,
Telefon: (0611) 75-2358,
E-Mail: wanderungen@destatis.de

Martin Conrad | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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