Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Einnahmen der öffentlichen Haushalte -3,5 % im 1. Quartal 2002

28.06.2002


Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, erreichten die Einnahmen der öffentlichen Haushalte (Bund, Sondervermögen des Bundes, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung) im ersten Quartal 2002 insgesamt 203,6 Mrd. Euro und lagen damit um 3,5 % unter dem entsprechenden Vorjahresergebnis.

Zu dem Einnahmerückgang der öffentlichen Haushalte trugen geringere Steuereinnahmen der Gebietskörperschaften wesentlich bei, die mit 90,1 Mrd. Euro im ersten Quartal 2002 um 6,0 % niedriger waren als im ersten Vierteljahr 2001. Entlastungen aus der Steuerreform und abgeschwächtes Wirtschaftswachstum waren Gründe für die Steuerausfälle. Von den sinkenden Steuereinnahmen waren der Bund (– 6,2 % auf 43,4 Mrd. Euro), die Länder (– 5,4 % auf 38,9 Mrd. Euro) und die Gemeinden (– 7,9 % auf 7,9 Mrd. Euro) gleichermaßen betroffen. Dagegen erhöhten sich die Beitragseinnahmen der Sozialversicherung leicht um 1,8 % auf 87,4 Mrd. Euro.

Die Ausgaben der öffentlichen Haushalte stiegen im ersten Quartal 2002 gegenüber dem ersten Quartal im Vorjahr um 1,9 % auf 253,6 Mrd. Euro.

Unter den großen Ausgabeblöcken wuchsen insbesondere die Zinsausgaben kräftig um 8,9 % auf 24,1 Mrd. Euro. Ein wesentlicher Grund waren hohe Zinsausgaben des Bundes wegen der Zinsfälligkeit einer Bundesanleihe aus dem Jahr 2000. Auch die Ausgaben für Sozialleistungen erhöhten sich überdurchschnittlich (+ 3,6 % auf 88,3 Mrd. Euro). Die Personalausgaben nahmen dagegen geringer zu (+ 1,3 % auf 46,6 Mrd. Euro) und die laufenden Sachaufwendungen blieben im ersten Quartal 2002 sogar unverändert auf Vorjahresniveau (51,3 Mrd. Euro). Die öffentlichen Ausgaben für Sachinvestitionen gingen stark zurück (– 4,4 % auf 6,5 Mrd. Euro).

Aus der Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben (einschl. interner Verrechnungen) ergab sich in Abgrenzung der Finanzstatistik ein Finanzierungsdefizit von 49,8 Mrd. Euro. Dies war um 12,0 Mrd. Euro höher als im ersten Quartal 2001.

Der Schuldenstand der öffentlichen Haushalte erhöhte sich bis zum Ende des ersten Quartals 2002 um 3,6 % auf 1 203,9 Mrd. Euro.

Bei der Interpretation der Ergebnisse für die öffentlichen Haushalte im ersten Quartal 2002 ist zu berücksichtigen, dass hieraus wegen der starken unterjährigen Schwankungen bei den Ausgaben und Einnahmen noch keine Rückschlüsse auf das Jahresergebnis gezogen werden können.

 

Weitere Auskünfte erteilt: Hans Rehm,
Telefon: (0611) 75-4174,
E-Mail: gesamthaushalt@destatis.de


Hans Rehm | Pressemitteilung
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de/

Weitere Berichte zu: Sozialversicherung Steuereinnahme Zinsausgabe

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Zahl der Rheuma-Patienten höher als bisher angenommen
23.11.2017 | Versorgungsatlas

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Immunsystem - Blutplättchen können mehr als bislang bekannt

LMU-Mediziner zeigen eine wichtige Funktion von Blutplättchen auf: Sie bewegen sich aktiv und interagieren mit Erregern.

Die aktive Rolle von Blutplättchen bei der Immunabwehr wurde bislang unterschätzt: Sie übernehmen mehr Funktionen als bekannt war. Das zeigt eine Studie von...

Im Focus: First-of-its-kind chemical oscillator offers new level of molecular control

DNA molecules that follow specific instructions could offer more precise molecular control of synthetic chemical systems, a discovery that opens the door for engineers to create molecular machines with new and complex behaviors.

Researchers have created chemical amplifiers and a chemical oscillator using a systematic method that has the potential to embed sophisticated circuit...

Im Focus: Nanostrukturen steuern Wärmetransport: Bayreuther Forscher entdecken Verfahren zur Wärmeregulierung

Der Forschergruppe von Prof. Dr. Markus Retsch an der Universität Bayreuth ist es erstmals gelungen, die von der Temperatur abhängige Wärmeleitfähigkeit mit Hilfe von polymeren Materialien präzise zu steuern. In der Zeitschrift Science Advances werden diese fortschrittlichen, zunächst für Laboruntersuchungen hergestellten Funktionsmaterialien beschrieben. Die hiermit gewonnenen Erkenntnisse sind von großer Relevanz für die Entwicklung neuer Konzepte zur Wärmedämmung.

Von Schmetterlingsflügeln zu neuen Funktionsmaterialien

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Call for Contributions: Tagung „Lehren und Lernen mit digitalen Medien“

15.12.2017 | Veranstaltungen

Die Stadt der Zukunft nachhaltig(er) gestalten: inter 3 stellt Projekte auf Konferenz vor

15.12.2017 | Veranstaltungen

Mit allen Sinnen! - Sensoren im Automobil

14.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltrekord: Jülicher Forscher simulieren Quantencomputer mit 46 Qubits

15.12.2017 | Informationstechnologie

Wackelpudding mit Gedächtnis – Verlaufsvorhersage für handelsübliche Lacke

15.12.2017 | Verfahrenstechnologie

Forscher vereinfachen Installation und Programmierung von Robotersystemen

15.12.2017 | Energie und Elektrotechnik