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2,5 % mehr Versorgungsempfänger, aber weniger Pensionierungen wegen Dienstunfähigkeit

17.06.2002


Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, erhielten nach vorläufigen Ergebnissen der Versorgungsempfängerstatistik im Januar 2002 rund 817 000 ehemalige Beamte, Richter und Berufssoldaten der Gebietskörperschaften bzw. deren Hinterbliebene Altersbezüge in Form von Pensionen, Witwen-/ Witwer- oder Waisengeld. Das waren knapp 20 000 Versorgungsempfänger (+ 2,5 %) mehr als Anfang 2001. Im Jahr 2000 war die Zahl der Versorgungsempfänger noch um gut 3 % gestiegen. Die Zahl der Pensionäre (554 000) hat sich 2001 um 4 % erhöht, die der Hinterbliebenen war mit 262 000 nahezu unverändert. Der Bund versorgte 156 000 (+ 1 %), die Länder 553 000 (+ 3 %) und die Gemeinden 108 000 (+ 2 %) ehemalige Bedienstete (einschl. Hinterbliebene). Für die Versorgungsbezüge stellten Bund, Länder und Kommunen in ihren Haushalten im Jahr 2001 rund 22 Mrd. Euro bereit.

Im Jahr 2001 sind knapp 39 000 Beamte, Richter bzw. Berufssoldaten der Gebietskörperschaften in den Ruhestand getreten. Dies waren rund 3 000 weniger als im Vorjahr. Von diesen Neupensionären kamen rund 30 000 aus dem Landesdienst; knapp 5 000 aus dem Bundesdienst und 4 000 aus dem kommunalen Bereich.

Deutlich zurückgegangen (– 26 %) ist die Pensionierung wegen Dienstunfähigkeit, die im Laufe des Jahres 2001 in 15 200 Fällen Grund für den Ruhestand der Beamten war (2000: 20 600); 22 600 Beamte erreichten eine Altersgrenze (+ 1 700 gegenüber 2000). Diese Entwicklung dürfte mit zwei dienst- bzw. versorgungsrechtlichen Maßnahmen zusammenhängen: Im Jahr 2001 mussten erstmals Abschläge bei Pensionierung wegen Dienstunfähigkeit vor Vollendung des 63. Lebensjahres hingenommen werden. Hinzu kommt eine wachsende Zahl von Beamten und Richtern in Altersteilzeit, die durch die Freistellungsphase ihre aktive Dienstzeit früher beenden können.

Zusätzlich zu den Versorgungsempfängern der Gebietskörperschaften wurden im Januar 2002 273 000 ehemalige Beamte (einschl. Hinterbliebene) der drei Postunternehmen, 236 000 der Bahn, 62 000 des Deutschen Reiches und 21 000 von Einrichtungen des mittelbaren öffentlichen Dienstes (z.B. Bundesanstalt für Arbeit, Deutsche Bundesbank, Sozialversicherungsträger) versorgt.

Insgesamt erhielten damit Anfang 2002 1,4 Mill. Versorgungsempfänger ihre Altersbezüge aus öffentlichen Kassen. Dafür mussten im Jahr 2001 knapp 33 Mrd. Euro aufgewendet werden.

 

Weitere Auskünfte erteilt: Sebastian Koufen,
Telefon: (0611) 75-3779,
E-Mail: personalstatistiken.oeffentlicher-dienst@destatis.de

 


Sebastian Koufen | Pressemitteilung
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de/ 

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