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Verbraucherpreise Februar 2008: + 2,8% zum Februar 2007

14.03.2008
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ist der Verbraucherpreisindex für Deutschland im Februar 2008 gegenüber Februar 2007 um 2,8% gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat Januar 2008 erhöhte sich der Index um 0,5%. Im Januar 2008 hatte die Jahresveränderungsrate ebenfalls bei + 2,8% gelegen. Der Preisauftrieb blieb damit unverändert. Die Schätzung für Februar 2008 wurde bestätigt.

Die hohe Teuerungsrate im Februar 2008 ist wesentlich von deutlich gestiegenen Preisen für Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) geprägt. Obwohl der Anteil der Energie an den Verbrauchsausgaben der Privaten Haushalte weniger als 10% beträgt, lässt sich damit fast ein Drittel der gesamten Teuerung erklären.

Im Jahresvergleich stiegen bei den Energieprodukten vor allem die Preise für leichtes Heizöl (+ 32,9%) und für Kraftstoffe (+ 11,8%; darunter Dieselkraftstoff: + 15,9% und Superbenzin: + 9,9%). Auch Strom verteuerte sich überdurchschnittlich um 7,1% gegenüber dem Vorjahr, nur die Preise für Gas gingen zurück (? 1,4%). Ohne Einrechnung der Preisentwicklung für Mineralölprodukte hätte die Teuerungsrate bei 2,3% gelegen.

Die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke erhöhten sich im Februar 2008 gegenüber Februar 2007 im Schnitt um 7,4% (davon Nahrungsmittel: + 7,8% und alkoholfreie Getränke: + 5,1%). Gemüse verbilligte sich binnen Jahresfrist um 1,7%. Dagegen waren weiterhin deutliche Teuerungen bei Molkereiprodukten und Eiern (+ 23,7%) sowie Speisefetten und -ölen (+ 18,3%) zu beobachten. Auch für Obst (+ 9,6%) sowie für Brot und Getreideerzeugnisse (+ 8,3%) mussten die Verbraucher mehr ausgeben als vor einem Jahr. Bei alkoholfreien Getränken war im Februar 2008 erheblich mehr für Mineralwasser, Säfte und Limonade (+ 6,3%) zu zahlen.

Bereits seit April 2007 wirkt sich der Preisanstieg für das Bildungswesen (+ 34,9% im Februar 2008 gegenüber dem Vorjahrsmonat) auf die Teuerungsrate aus. Grund dafür ist die Einführung der Studiengebühren in einigen Bundesländern. Deutliche Preiserhöhungen waren auch im Verkehr (+ 4,3%) zu verzeichnen.

Verbraucherfreundlich blieb im Jahresvergleich die Preisentwicklung für Telefon- und Telefaxgeräte (? 19,0%), Informationsverarbeitungsgeräte (? 18,5%) sowie Foto- und Filmausrüstungen (? 10,2%).

Der Preisanstieg von 0,5% gegenüber Januar 2008 ist vor allem auf saisonbedingte Preiserhöhungen bei Pauschalreisen (+ 8,6%) und Beherbergungsdienstleistungen (+ 4,1%) zurückzuführen. Bei den saisonabhängigen Waren erhöhten sich unter anderem die Preise für leichtes Heizöl (+ 3,0%).

Die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke blieben binnen Monatsfrist stabil (+ 0,1%), dabei waren deutliche Preisrückgänge vor allem bei Gemüse (? 4,7%; darunter Kopf- oder Eisbergsalat: ? 26,4% und Tomaten: ? 18,5%) zu beobachten. Besonders auffällig war die Preisentwicklung bei einigen Lebensmitteln: Nach der erheblichen Preiserhöhung im Vorjahr kostete Butter 3,4% weniger als im Vormonat, seit Dezember 2007 sind die Butterpreise um 13,7% gesunken. Dafür mussten die Verbraucher im Februar 2008 für Margarine als Substitut für Butter 6,2% mehr zahlen. Preiserhöhungen gab es auch für Schokoladentafeln (+ 6,3% gegenüber Januar 2008) nach relativer Preisstabilität in den Jahren 2006 und 2007.

Der für europäische Zwecke berechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) für Deutschland hat sich im Februar 2008 gegenüber Februar 2007 um 2,9% erhöht. Im Vergleich zum Vormonat stieg der Index um 0,5%. Die Schätzung für den HVPI vom 29. Februar 2008 wurde damit bestätigt.

Detaillierte Informationen zur Verbraucherpreisstatistik bietet die Fachserie 17, Reihe 7, die im Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes unter www.destatis.de/publikationen, Suchwort "Verbraucherpreisindex" kostenlos erhältlich ist. Eine methodische Kurzbeschreibung bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de.

Weitere Auskünfte erhalten Sie über unsere Service-Nummer,
Telefon: (0611) 75-4777,
E-Mail: verbraucherpreisindex@destatis.de

| Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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