Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Außenhandel 1. Halbjahr 2010: Exporte steigen um 17,1%

14.09.2010
China inzwischen größter Einfuhrpartner Deutschlands

Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stiegen die deutschen Ausfuhren von Januar bis Juni 2010 gegenüber der Vorjahresperiode um insgesamt 17,1% auf 458,3 Milliarden Euro. Preisbereinigt stiegen die Ausfuhren um 16,6%.

Die Versendungen in die EU-Mitgliedsländer erhöhten sich nominal um 12,0% auf 279,8 Milliarden Euro und verzeichneten damit einen geringeren Anstieg als die deut­schen Gesamtausfuhren. In die Eurozone wurden Waren für insgesamt 191,3 Milliarden Euro (+ 10,9%) geliefert, in die nicht zur Eurozone zählenden EU-Länder Waren für 88,5 Milliarden Euro (+ 14,4%).

Im ersten Halbjahr 2010 haben innerhalb der EU vor allem die Ausfuhren nach Portugal (+ 26,5%) und Schweden (+ 25,1%) wieder stark zugenommen, während die Lieferungen nach Griechenland (– 12,7%) und Dänemark(– 1,7%) zurückgegangen sind.

Die deutschen Exporte in Länder außerhalb der EU („Drittländer“) stiegen um 26,2% auf 178,5 Milliarden Euro und erhöhten sich damit deutlich stärker als die Gesamtausfuhren. Besonders hohe Zuwächse betrafen unter anderem die Lieferungen nach Brasilien (+ 61,3% auf 5,0 Milliarden Euro), nach China (+ 55,5% auf 25,2 Milliarden Euro) und in die Türkei (+ 38,8% auf 7,3 Milliarden Euro). Die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten nahmen im Vergleich dazu nur um 14,1% auf 30,8 Milliarden Euro zu. Unterdurchschnitt­liche Exportzuwächse verzeichnete auch der Handel mit der Schweiz (+ 17,2% auf 20,0 Milliarden Euro) sowie mit Russland (+ 18,3% auf 11,4 Milliarden Euro). Die Ausfuhren nach Japan konnten um 24,3% auf 6,3 Milliarden Euro gesteigert werden.

Die deutschen Einfuhren wiesen im ersten Halbjahr 2010 gegenüber dem entsprechen­den Vorjahreszeitraum ein Plus von 15,0% auf und beliefen sich auf 383,6 Milliarden Euro. Preisbereinigt erhöhte sich die Einfuhr um 13,6%.

Die Eingänge aus der Europäischen Union stiegen um 11,7% auf 218,2 Milliarden Euro, aus den Ländern außerhalb der EU wurden Waren im Wert von insgesamt 165,4 Milliar­den Euro bezogen (+ 19,7%). Im Handel mit EU-Partnern steigerten sich die Warenbezüge vor allem aus Schweden (+ 23,3% auf 6,3 Milliarden Euro), Polen (+ 22,3% auf 13,5 Milliarden Euro) und aus den Niederlanden (+ 16,5% auf 33,2 Milliarden Euro). Im Handel mit Drittländern konnte Russland im ersten Halbjahr 2010 mit einem Zuwachs von 38,3% auf 15,4 Milliarden Euro deutlich mehr Waren im Vergleich zum ersten Halb­jahr 2009 in Deutschland absetzen. China avancierte mit einem Anstieg seiner Lieferungen von 35,6% auf 34,6 Milliarden Euro zum inzwischen größten Lieferland Deutschlands vor den Niederlanden.

Weitere Auskünfte gibt:
Joseph Steinfelder,
Telefon: +49 611 75 8474,
E-Mail: info-aussenhandel@destatis.de

| Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Berichte zu: Ausfuhr Außenhandel Einfuhr Eurozone Gesamtausfuhr Preisbereinigt Russland

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Zahl der Rheuma-Patienten höher als bisher angenommen
23.11.2017 | Versorgungsatlas

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vielseitige Nanokugeln: Forscher bauen künstliche Zellkompartimente als molekulare Werkstatt

Wie verleiht man Zellen neue Eigenschaften ohne ihren Stoffwechsel zu behindern? Ein Team der Technischen Universität München (TUM) und des Helmholtz Zentrums München veränderte Säugetierzellen so, dass sie künstliche Kompartimente bildeten, in denen räumlich abgesondert Reaktionen ablaufen konnten. Diese machten die Zellen tief im Gewebe sichtbar und mittels magnetischer Felder manipulierbar.

Prof. Gil Westmeyer, Professor für Molekulare Bildgebung an der TUM und Leiter einer Forschungsgruppe am Helmholtz Zentrum München, und sein Team haben dies...

Im Focus: LZH showcases laser material processing of tomorrow at the LASYS 2018

At the LASYS 2018, from June 5th to 7th, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) will be showcasing processes for the laser material processing of tomorrow in hall 4 at stand 4E75. With blown bomb shells the LZH will present first results of a research project on civil security.

At this year's LASYS, the LZH will exhibit light-based processes such as cutting, welding, ablation and structuring as well as additive manufacturing for...

Im Focus: Kosmische Ravioli und Spätzle

Die inneren Monde des Saturns sehen aus wie riesige Ravioli und Spätzle. Das enthüllten Bilder der Raumsonde Cassini. Nun konnten Forscher der Universität Bern erstmals zeigen, wie diese Monde entstanden sind. Die eigenartigen Formen sind eine natürliche Folge von Zusammenstössen zwischen kleinen Monden ähnlicher Grösse, wie Computersimulationen demonstrieren.

Als Martin Rubin, Astrophysiker an der Universität Bern, die Bilder der Saturnmonde Pan und Atlas im Internet sah, war er verblüfft. Die Nahaufnahmen der...

Im Focus: Self-illuminating pixels for a new display generation

There are videos on the internet that can make one marvel at technology. For example, a smartphone is casually bent around the arm or a thin-film display is rolled in all directions and with almost every diameter. From the user's point of view, this looks fantastic. From a professional point of view, however, the question arises: Is that already possible?

At Display Week 2018, scientists from the Fraunhofer Institute for Applied Polymer Research IAP will be demonstrating today’s technological possibilities and...

Im Focus: Raumschrott im Fokus

Das Astronomische Institut der Universität Bern (AIUB) hat sein Observatorium in Zimmerwald um zwei zusätzliche Kuppelbauten erweitert sowie eine Kuppel erneuert. Damit stehen nun sechs vollautomatisierte Teleskope zur Himmelsüberwachung zur Verfügung – insbesondere zur Detektion und Katalogisierung von Raumschrott. Unter dem Namen «Swiss Optical Ground Station and Geodynamics Observatory» erhält die Forschungsstation damit eine noch grössere internationale Bedeutung.

Am Nachmittag des 10. Februars 2009 stiess über Sibirien in einer Höhe von rund 800 Kilometern der aktive Telefoniesatellit Iridium 33 mit dem ausgedienten...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vielseitige Nanokugeln: Forscher bauen künstliche Zellkompartimente als molekulare Werkstatt

22.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Mikroskopie der Zukunft

22.05.2018 | Medizintechnik

Designerzellen: Künstliches Enzym kann Genschalter betätigen

22.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics