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Der Arbeitsmarkt im April 2011

31.05.2011
Die Erwerbstätigkeit und die Erwerbslosigkeit in Deutschland entwickelten sich im April 2011 weiter günstig. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, lag die Zahl der Erwerbstätigen mit einem Wohnort in Deutschland mit 40,68 Millionen Personen um mehr als eine halbe Million höher als noch vor einem Jahr. 2,54 Millionen Personen waren erwerbslos. Die Erwerbslosenquote sank damit im April 2011 auf 6,0%.

Nach vorläufigen Ergebnissen der Erwerbstätigenrechnung stieg im April 2011 die Erwerbstätigenzahl im Vergleich zum Vorjahresmonat April 2010 um 521 000 Personen oder 1,3%. Gegenüber dem Vormonat März erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen im Zuge der üblichen Frühjahrsbelebung um 201 000 Personen beziehungsweise 0,5%. Bereinigt um die saisonal bedingten Einflüsse verbleibt ein Zuwachs von 39 000 Personen (+ 0,1%), der Ausdruck der konjunkturellen Entwicklung ist.

Nach Ergebnissen der EU-Arbeitskräfteerhebung waren im April 2011 2,54 Millionen Personen erwerbslos, 490 000 oder 16,1% weniger als im April des Vorjahres. Gegenüber dem Vormonat März ging die Erwerbslosigkeit deutlich um 190 000 oder 6,7% zurück. Bereinigt um saisonale und irreguläre Einflüsse (Trendschätzung) lag die Zahl der Erwerbslosen im April 2011 mit 2,57 Millionen Personen um 40 000 Personen unter dem Ergebnis des Vormonats. Die bereinigte Erwerbslosenquote sank auf 6,1%.

Der Rückgang der Erwerbslosigkeit gegenüber dem Vorjahr fiel – gemessen an den bereinigten Ergebnissen – bei Personen im Alter von 15-24 Jahren weiterhin ausgeprägter aus (– 25,4%) als bei Erwerbslosen im Alter von 25 Jahren und darüber (– 14,7%). Dennoch waren junge Menschen von 15 bis 24 Jahren weiterhin etwas stärker von Erwerbslosigkeit betroffen (Quote 7,9%) als Personen im Alter von 25 bis 74 Jahren (5,9%).

Methodische Hinweise:
Erwerbslose werden in der Arbeitskräfteerhebung nach dem Erwerbstatuskonzept der Internationalen Arbeitsorganisation gezählt und sind nicht mit registrierten Arbeitslosen gleichzusetzen.

Die Zahlen der Erwerbstätigen aus der Erwerbstätigenrechnung und aus der Arbeitskräfteerhebung unterscheiden sich. Diese Abweichungen sind neben definitorischen Unterschieden vor allem auf die unterschiedlichen eingesetzten Methoden und Verfahren der beiden Statistiken zurückzuführen. Die Erwerbstätigenrechnung schätzt die Gesamtzahl der Erwerbstätigen unter Verwendung aller verfügbaren Quellen (derzeit etwa 50 Quellen). Bei der Arbeitskräfteerhebung handelt es sich um eine Haushaltsbefragung (derzeit integriert in den Mikrozensus), die jährlich bei einem Prozent der Bevölkerung in Deutschland mit Auskunftspflicht durchgeführt wird und EU-weit harmonisiert ist. Die Zahl der Erwerbstätigen in der Arbeitskräfteerhebung liegt niedriger als in der Erwerbstätigenrechnung, da es in Haushaltserhebungen erfahrungsgemäß problematisch ist, auch kleinere Tätigkeiten – zum Beispiel von Schülern und Studierenden – vollständig zu erfassen. Solche Tätigkeiten gelten nach internationaler Definition ebenfalls als Erwerbstätigkeit. Für die Berechnung der Erwerbslosenquoten werden im Europäischen Statistischen System dennoch einheitlich die Ergebnisse der Arbeitskräfte­erhebung zugrunde gelegt.

Jahresergebnisse und weitere monatliche Ergebnisse können Internet abgerufen werden. An dieser Stelle stehen auch ausführliche methodische Hinweise zur Berechnung der Erwerbslosenquote sowie zur Schätzung bereinigter Ergebnisse zur Verfügung, die mit diesem Berichtsmonat umgestellt wurden.

Tief gegliederte Daten und lange Zeitreihen zu den Erwerbstätigen der Erwerbstätigen­rechnung und Erwerbslosen können kostenfrei über die Tabellen Erwerbstätige aus der Erwerbstätigenrechnung (13321-0001) und Erwerbstätige und Erwerbslose aus der Arbeitskräfteerhebung (13231-0001) in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden.
Weitere Auskünfte geben:
für den Bereich der Erwerbstätigenrechnung:
Ulf-Karsten Keil,
Telefon: 49 611 75 2633,
für den Bereich der Arbeitskräfteerhebung:
Andreas Grau,
Telefon +49 611 75 2124,
www.destatis.de/kontakt

Ulf-Karsten Keil | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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