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Anonymisierte Mikrodaten der Verdienststrukturerhebung als Scientific-Use-File verfügbar

23.09.2009
Ab sofort stehen der Wissenschaft Mikrodaten der Verdienststrukturerhebung 2006 in faktisch anonymisierter Form (als sogenanntes Scientific-Use-File) zur Verfügung.

In einem gemeinsamen Projekt haben die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder die Daten zu Verdiensten in Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungsbereiches so anonymisiert, dass sie einerseits den strengen gesetzlichen Anforderungen des Datenschutzes gerecht werden und andererseits ausreichend Analysepotential für die wissenschaftliche Forschung bieten.

Mit den Daten für das Jahr 2006 liegen Angaben für gut 28 600 Betriebe und knapp 3,2 Millionen Beschäftigte vor. Eine zentrale Herausforderung des Projektes war, die Angaben der Beschäftigten und der Betriebe zu schützen. Dabei wurde das Potential für wissenschaftliche Analysen in einer Form erhalten, bei der die Angaben der Beschäftigten im Kontext ihres Betriebes untersucht werden können. Es sind Berechnungen differenziert nach fünf Regionen, 28 Wirtschaftszweigen und 55 Berufsgruppen möglich. Auf der Grundlage des erstellten Datenmaterials ist es der unabhängigen wissenschaftlichen Forschung nun möglich, die Daten der Verdienststrukturerhebung in faktisch anonymisierter Form am eigenen Arbeitsplatz zu nutzen.

Die Verdienststrukturerhebung (bis 2001 Gehalts- und Lohnstrukturerhebung) wird alle vier Jahre als Stichprobe in den Betrieben des Produzierenden Gewerbes und ausgewählter Dienstleistungsbereiche durchgeführt. Die Statistik enthält Informationen zur Person, zur Tätigkeit und zum Verdienst. Auf Betriebs- beziehungsweise Unternehmensebene gibt es zusätzlich Angaben darüber, ob die öffentliche Hand beteiligt ist sowie Angaben zur Anzahl der Beschäftigten differenziert nach Geschlecht.

Die Verdienststrukturerhebung ist ein Linked-Employer-Employee-Datensatz, das heißt die Angaben zu den Beschäftigten lassen sich mit den Merkmalen des Betriebes verknüpfen. Der Datensatz eignet sich zum Beispiel gut zur Analyse geschlechtsspezifischer Lohnunterschiede sowie zur Untersuchung der Verdienstunterschiede in tarifgebundenen Betrieben im Vergleich zu solchen, die nach freier Vereinbarung vergüten.

In Verbindung mit dem Anfang 2007 herausgegebenen Scientific-Use-File der Gehalts- und Lohnstrukturerhebung 2001 sind nun auch Analysen im Zeitverlauf möglich.

Weitere Auskünfte geben:

Forschungsdatenzentren der Statistischen Ämter
des Bundes und der Länder
Statistisches Bundesamt,
Christopher Gürke, Telefon: (0611) 75-2378,
E-Mail: forschungsdatenzentrum@destatis.de
Hessisches Statistisches Landesamt,
Dr. Hans-Peter Hafner, Telefon: (0611) 3802-815,
E-Mail: forschungsdatenzentrum@statistik-hessen.de

Christopher Gürke | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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