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7,6% weniger neue Ausbildungsverträge im Jahr 2009

21.04.2010
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, haben nach vorläufigen Ergebnissen im Jahr 2009 rund 561 300 Jugendliche in Deutschland einen neuen Ausbildungsvertrag im Rahmen des dualen Systems abgeschlossen.

Das waren 46 300 oder 7,6% weniger als im Jahr 2008. Überdurchschnittlich stark war der Rückgang der Vertragsabschlüsse in den neuen Ländern (einschließlich Berlin). Dort sank die Zahl der Neuabschlüsse gegenüber dem Vorjahr um 13,0% (– 14 700). Im früheren Bundesgebiet verringerte sich die Zahl der neu abgeschlossenen Verträge um 6,4% (– 31 600).

Mögliche Gründe für diesen Rückgang sind das geringere Angebot an Ausbildungsplätzen aufgrund der Wirtschaftskrise, die demografische Entwicklung in der für die duale Ausbildung typischen Altersgruppe in den neuen Ländern sowie eine höhere Studierneigung bei den Schulabsolventen mit Hochschulreife.

Im größten Ausbildungsbereich Industrie und Handel, zu dem auch die Ausbildungsberufe von Banken und Versicherungen gehören, wurden im Jahr 2009 9,1% (– 33 300) weniger Ausbildungsverträge abgeschlossen als im Vorjahr. Im Handwerk, dem zweitgrößten Ausbildungsbereich, sank die Zahl der neuen Ausbildungsverträge um 6,6% (– 11 100).

Insgesamt befanden sich am 31. Dezember 2009 nach vorläufigen Ergebnissen rund 1,573 Millionen Jugendliche in einer Ausbildung im dualen System. Das waren 2,5% (– 40 600) weniger als im Vorjahr 2008. Auch hier verlief die Entwicklung in den neuen Ländern und im früheren Bundesgebiet unterschiedlich. Während die Zahl der Auszubildenden 2009 im früheren Bundesgebiet um 1,0% (– 12 900) sank, gab es in den neuen Ländern 8,8% (– 27 700) weniger Auszubildende als 2008.
Weitere Auskünfte gibt:
Rotraud Kellers,
Telefon: +49 611 75 4157,
E-Mail: berufsbildungsstatistik@destatis.de

Rotraud Kellers | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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