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41,9 Millionen Er­werbs­tätige im Ok­tober 2012

29.11.2012
Im Oktober 2012 waren nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) insgesamt 41,9 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig.

Die Erwerbstätigenzahl lag damit um 285 000 Personen oder 0,7 % über dem Niveau vom Oktober 2011. Die relative Zunahme im Vergleich zum Vorjahresmonat hatte im Januar 2012 noch 1,4 % betragen. Die Zahl der Erwerbslosen betrug im Oktober 2012 rund 2,24 Millionen Personen, das waren etwa 36 000 mehr als ein Jahr zuvor.

Nach vorläufigen Ergebnissen der Erwerbstätigenrechnung stieg im Oktober 2012 die Er­werbstätigenzahl gegenüber dem Vormonat September um 118 000 Personen oder 0,3 %. In den zurückliegenden fünf Jahren hatte sich die Zahl der Erwerbstätigen in jedem Jahr von September auf Oktober durchschnittlich um 175 000 Personen erhöht. Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Aus­schaltung der üblichen jahreszeitlich bedingten Schwankungen, ergibt sich im Oktober 2012 gegenüber dem Vormonat eine leichte Abnahme um 9 000 Personen.

Nach Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung erhöhte sich die Zahl der Erwerbslosen im Oktober 2012 gegenüber Oktober 2011 um 1,8 %. Sie stieg um 36 000 auf 2,24 Millionen Personen. Gegenüber dem Vormonat September 2012 betrug der Anstieg der Erwerbslosenzahl 37 000 Personen oder 1,8 %. Bereinigt um saisonale und irreguläre Einflüsse verringerte sich die Zahl der Erwerbslosen im Vergleich zum Vormonat um 19 200 auf 2,27 Millionen (– 0,9 %). Die bereinigte Erwerbslosenquote lag im Oktober 2012 bei 5,4 %.

Tief gegliederte Daten und lange Zeitreihen können in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden: Die Daten zu Erwerbstätigen aus der Erwerbstätigenrechnung stehen unter der Tabellennummer 13321-0001 (Monate) beziehungsweise 81000-001 (Quartale, Jahre) und zu Erwerbstätigen und Erwerbslosen aus der Arbeitskräfteerhebung unter 13231-0001 (Monate) beziehungsweise 81000-0011 (Jahre) zur Verfügung.

Methodische Hinweise:

Erwerbstätige und Erwerbslose werden nach dem Erwerbstatuskonzept der Inter­nationalen Arbeitsorganisation (ILO) gezählt. Die ausgewiesene Erwerbslosigkeit darf deswegen nicht mit der registrierten Arbeitslosigkeit verwechselt werden, die von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht wird.

Die Erwerbstätigenzahlen aus der Erwerbstätigenrechnung und aus der Arbeitskräfte­erhebung unterscheiden sich. Diese Abweichungen sind vor allem auf die unterschied­lichen eingesetzten Methoden und Verfahren der beiden Statistiken zurückzuführen.

Die Erwerbstätigenrechnung schätzt die Gesamtzahl der Erwerbstätigen unter Verwen­dung aller verfügbaren Quellen (derzeit etwa 60 Quellen). Bei der Arbeitskräfteerhebung handelt es sich um eine kontinuierliche Haushaltsbefragung (derzeit integriert in den Mikrozensus), die jährlich bei 1 Prozent der Bevölkerung in Deutschland mit Auskunfts­pflicht durchgeführt wird und EU-weit harmonisiert ist. Die Zahl der Erwerbstätigen in der Arbeitskräfteerhebung liegt niedriger als in der Erwerbstätigenrechnung, da es in Haushaltserhebungen erfahrungsgemäß problematisch ist, auch kleinere Tätigkeiten – zum Beispiel von Schülern und Studierenden – vollständig zu erfassen. Solche Tätig­keiten gelten nach internationaler Definition ebenfalls als Erwerbstätigkeit. Für die Berechnung der Erwerbslosenquoten werden im Europäischen Statistischen System dennoch einheit­lich die Ergebnisse der Arbeitskräfteerhebung zugrunde gelegt.

Jahresergebnisse, Quartalsergebnisse und weitere monatliche Ergebnisse können unter: Erwerbslosigkeit beziehungsweise Erwerbstätigkeit abgerufen werden.

Unter dem Begriff Erwerbslosigkeit sind auch ergänzend die mit dem Berliner Verfahren (BV4.1) bereinigten Ergebnisse (Trend-Konjunktur-Komponente) zu finden.

Weitere Auskünfte geben:
für den Bereich der Erwerbstätigenrechnung:
Ulf-Karsten Keil,
Telefon: +49 611 75 2633,
für den Bereich der Arbeitskräfteerhebung:
Andreas Grau,
Telefon: +49 611 75-2124

Ulf-Karsten Keil | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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