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41,9 Mil­li­onen Er­werbs­tä­ti­ge im 4. Quar­tal 2012

19.02.2013
Im vierten Quartal 2012 hatten rund 41,9 Millionen Erwerbstätige ihren Arbeits­ort in Deutschland.

Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ist dies der höchste Stand der Erwerbstätigkeit in allen Quartalen seit der Wiedervereinigung. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wuchs die Zahl der Erwerbstätigen im vierten Quartal 2012 um 320 000 Personen oder 0,8 %. Damit fiel der Anstieg schwächer aus als im ersten (+ 1,4 %), im zweiten (+ 1,2 %) und im dritten Quartal 2012 (+ 1,1 %).

Im Vergleich zum dritten Quartal 2012 erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen im vierten Quar­tal 2012 um 158 000 Personen (+ 0,4 %). Im Durchschnitt der letzten fünf Jahre betrug der Zuwachs im vierten Quartal 253 000 Personen. Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausschaltung der üblichen jahreszeitlich bedingten Schwankungen, ergab sich ein Zuwachs gegenüber dem Vorquartal von 24 000 Personen (+ 0,1 %).

Nach Wirtschaftsbereichen betrachtet entfielen im vierten Quartal 2012 weiterhin fast drei Viertel des Anstieges der Ge­samterwerbstätigenzahl gegenüber dem entsprechenden Vor­jahresquartal auf die Dienstleistungsbereiche. Die größten absoluten Beschäftigungs­gewinne innerhalb der Dienstleistungsbereiche gab es bei den Öffentlichen Dienst­leistern, Erziehung, Gesundheit mit einem Plus von 105 000 Personen (+ 1,1 %), gefolgt von den Unternehmensdienstleistern mit + 55 000 Personen (+ 1,0 %) und Information und Kommunikation mit + 44 000 Personen (+ 3,5 %).

Im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) stieg die Zahl der Erwerbstätigen im vierten Quartal 2012 gegenüber dem Vorjahr um 61 000 Personen (+ 0,8 %), im Baugewerbe um 28 000 Personen (+ 1,1 %) und in der Land- und Forstwirtschaft, Fischerei um 4 000 Personen (+ 0,6 %).

Die Zahl der Arbeitnehmer erhöhte sich im vierten Quartal 2012 im Vergleich zum vierten Quartal 2011 insgesamt um 340 000 Personen (+ 0,9 %) auf 37,42 Millionen Personen. Die Zahl der Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger sank im selben Zeitraum um 20 000 Personen (– 0,4 %) auf 4,52 Millionen.

Die Zahl der durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen sank nach ersten vorläufigen Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit im vierten Quartal 2012 im Vergleich zum vierten Quartal 2011 um 1,5 % auf 350,5 Stunden. Das vierte Quartal 2012 hatte bei gleicher Anzahl von Kalendertagen einen Arbeitstag weniger als das Vorjahresquartal. Gleichzeitig war im vierten Quartal 2012 eine leichte Zunahme der Kurzarbeit zu verzeichnen. Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen – also das Produkt aus Erwerbstätigenzahl und geleisteten Stunden je Erwerbstätigen – verminderte sich gegenüber dem vierten Quartal 2011 um 0,8 % auf rund 14,7 Milli­arden Stunden.

Über die Erstberechnung der Erwerbstätigenzahlen und der geleisteten Arbeitsstunden für das vierte Quartal 2012 hinaus wurden auch die bisher für die ersten drei Quartale 2012 veröffentlichten Ergebnisse im Rahmen der turnusmäßigen Überarbeitung der Volkswirtschaft­lichen Gesamtrechnungen neu berechnet. Aus der Neuberechnung der Erwerbstätigenzahlen resultiert für das zweite Quartal 2012 auf gesamtwirtschaftlicher Ebene eine um 0,1 Prozentpunkte und für das dritte Quartal 2012 eine um 0,2 Prozentpunkte höhere Vorjahresänderungsrate. Für das erste Quartal 2012 blieb die Veränderungsrate unverändert.

Die aktuellen Ergebnisse der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR) zur Erwerbstätigkeit nach Quartalen und Jahren wie auch die aktuellen monatlichen Zeitreihen können auf den Fachbereichseiten zum Arbeitsmarkt abgerufen werden.

Detaillierte Ergebnisse und lange Zeitreihen zu den Erwerbstätigen und zur geleisteten Arbeitszeit können in der Datenbank GENESIS-Online über die Tabellen VGR des Bundes (81000-001) und Arbeitsmarkt (13321) abgerufen werden.

Weitere Auskünfte gibt:
Ulf-Karsten Keil,
Telefon: +49 611 75 2633

Ulf-Karsten Keil | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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