Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

41,7 Millio­nen Erwerbs­tätige im 3. Quar­tal 2012

15.11.2012
Im dritten Quartal 2012 hatten nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) rund 41,7 Millionen Erwerbstätige ihren Arbeits­ort in Deutschland, so viel wie noch nie nach der Wiedervereinigung.

Das waren 360 000 Personen oder 0,9 % mehr als vor einem Jahr. Damit fiel der Anstieg allerdings etwas schwächer aus als im ersten Quartal (+ 1,4 %) und im zweiten Quartal 2012 (+ 1,1 %).

Im Vergleich zum zweiten Quartal 2012 erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen im dritten Quartal 2012 um 185 000 Personen (+ 0,4 %). Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausschaltung der üblichen jahreszeitlich bedingten Schwankungen, ergab sich ein Zuwachs gegenüber dem Vorquartal von 39 000 Personen (+ 0,1 %).

Nach Wirtschaftsbereichen betrachtet entfielen im dritten Quartal 2012 fast drei Viertel des Anstieges der Ge­samterwerbstätigenzahl gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal auf die Dienstleistungsbereiche.

Die größten absoluten Beschäftigungsgewinne innerhalb der Dienstleistungsbereiche gab es bei den Öffentlichen Dienstleistern, Erziehung, Gesundheit mit einem Plus von 118 000 Personen (+ 1,2 %), gefolgt von den Unternehmensdienstleistern mit + 69 000 Erwerbstätigen (+ 1,3 %).

Im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) stieg die Zahl der Erwerbstätigen im dritten Quartal 2012 gegenüber dem Vorjahr um 71 000 Personen (+ 0,9 %), im Baugewerbe um 30 000 Personen (+ 1,2 %). In der Land- und Forstwirtschaft, Fischerei sank im gleichen Zeitraum die Erwerbstätigenzahl um 2 000 Personen (– 0,3 %).

Die Zahl der Arbeitnehmer erhöhte sich im dritten Quartal 2012 im Vergleich zum dritten Quartal 2011 insgesamt um 363 000 Personen (+ 1,0 %) auf 37,16 Millionen Personen. Die Zahl der Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger sank im selben Zeitraum um 3 000 Personen (– 0,1 %) auf 4,54 Millionen. Zuletzt hatte es im dritten Quartal 2009 einen Rückgang der Zahl der Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger gegeben (– 8 000 Personen; – 0,2 %).

Die Zahl der durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen sank nach ersten vorläufigen Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit im dritten Quartal 2012 im Vergleich zum dritten Quartal 2011 um 1,3 % auf 351,9 Stunden. Das dritte Quartal 2012 hatte bei gleicher Anzahl von Kalendertagen einen Arbeitstag weniger als ein Jahr zuvor. Das gesamt­wirtschaftliche Arbeitsvolumen – also das Produkt aus Erwerbstätigenzahl und geleisteten Stunden je Erwerbstätigen – verminderte sich gegenüber dem dritten Quartal 2011 um 0,4 % auf rund 14,7 Milliarden Stunden.

Über die Erstberechnung der Erwerbstätigen und der geleisteten Arbeitsstunden für das dritte Quartal 2012 hinaus wurden auch die bisher veröffentlichten Ergebnisse des ersten und zweiten Quartals 2012 unter Einbeziehung aller zum jetzigen Berechnungszeitpunkt zusätzlich verfügbaren erwerbsstatistischen Quellen neu berechnet. Aus der Neuberechnung resultiert für das zweite Quartal 2012 eine auf gesamtwirtschaftlicher Ebene von + 1,3 % auf + 1,1 % korrigierte Vorjahresveränderungsrate. Die Veränderungsrate für das erste Quartal 2012 blieb unverändert bei + 1,4 %.

Die aktuellen Ergebnisse der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen zur Erwerbstätigkeit nach Quartalen und Jahren wie auch die aktuellen monatlichen Zeitreihen können auf den Fachbereichsseiten zum Arbeitsmarkt abgerufen werden.

Detaillierte Ergebnisse und lange Zeitreihen zu den Erwerbstätigen und zur geleisteten Arbeitszeit können in der Datenbank GENESIS-Online über die Tabellen VGR des Bundes (81000-0016) und Arbeitsmarkt (13321-0001) abgerufen werden.

Weitere Auskünfte gibt:
Ulf-Karsten Keil,
Telefon: +49 611 75 2633,
Kontaktformular

Ulf-Karsten Keil | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Neue Bevölkerungsvorausberechnung für Deutschland bis 2060
29.04.2015 | Statistisches Bundesamt

nachricht Nur 25 % der Unter­nehmen in Deutsch­land haben schnelles Internet
24.04.2015 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Sprühtrocknen partikelgenau unter der virtuellen Lupe

Das Sprühtrocknen ist ein verbreiteter Herstellungsprozess, um Keramikgranulate für technische Bauteile oder Zahnersatz herzustellen, oder um gelöste medizinische Wirkstoffe, Lebensmittelzusätze oder Milch zu Pulver zu verarbeiten. Mit einer am Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM entwickelten Simulationsmethode ist nun exakter nachvollziehbar, wie sich die Teilchen im Lösungsmittel während des Sprühtrocknens verhalten. Damit können Pulver- und Granulathersteller gezielter die Eigenschaften ihrer Produkte einstellen und ihren Ausschuss verringern.

Bisher ist es bei Granulat- und Pulverherstellern unüblich, Simulationen auf Granulenebene für Produktverbesserungen zu nutzen. Um neue Produkte zu entwickeln...

Im Focus: Spray drying the precision particle under the virtual magnifying glass

Spray drying is a common manufacturing process, used in the production of ceramic granulate for technical components or dental prostheses as well as dissolvable medicinal substances, food additives and in the processing of milk into powder. Using computer simulation methodology developed by scientists at the Fraunhofer Institute for Mechanics of Materials IWM, a more comprehensible understanding can now be gained of the behavior of particles in solvent during the spray drying process. This allows powder and granulate manufacturers to specifically adjust the properties of their products while reducing waste.

Previously, it was unusual for granule and powder producers to use granulation simulations to improve their products. For new product development or process...

Im Focus: Speziallabor ProVIS nimmt Betrieb auf

Am Mittwoch wurde am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) ein Speziallabor eröffnet, das neue Maßstäbe setzt: Das Sächsische Zentrum zur Visualisierung biochemischer Prozesse auf zellulärer Ebene – kurz ProVIS – wird künftig tiefere Einblicke in den Stoffwechsel von Mikroorganismen erlauben.

Die weltweit einmalige Kombination modernster Geräte ermöglicht es, sowohl einzelne Zellen als auch das Zusammenspiel ganzer Lebensgemeinschaften detailliert...

Im Focus: Superzyklen am Plattenrand

Wenn Erdplatten untereinander abtauchen oder kollidieren, bebt die Erde wie jüngst in Nepal. Forscher der ETH Zürich liefern neue Erklärungsansätze für die Entstehung von Superbeben entlang von Subduktionszonen am Beispiel der Küste Japans.

Am 11. März 2011 entlud sich vor der Küste Japans die Spannung zweier verkeilter Erdplatten unter dem Meeresboden und löste einen gewaltigen Tsunami aus.

Im Focus: The random raman laser: A new light source for the microcosmos

Texas A&M University researchers demonstrate how a narrow-band strobe light source for speckle-free imaging has the potential to reveal microscopic forms of life

In modern microscope imaging techniques, lasers are used as light sources because they can deliver fast pulsed and extremely high-intensity radiation to a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Stuttgarter Gespräch: Innovationsmanagement

06.05.2015 | Veranstaltungen

7. Ökonomiekongress am 07. & 08. Mai 2015

06.05.2015 | Veranstaltungen

Effiziente Getriebe, die den Fahrer begeistern

06.05.2015 | Veranstaltungen

 
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Stuttgarter Gespräch: Innovationsmanagement

06.05.2015 | Veranstaltungsnachrichten

7. Ökonomiekongress am 07. & 08. Mai 2015

06.05.2015 | Veranstaltungsnachrichten

Mehr Lichtteilchen durch optische Nanofaser

06.05.2015 | Physik Astronomie