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3. Quartal 2010: Preisanstieg bei Luftfrachttransporten setzt sich fort

16.12.2010
Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lagen die Preise für Luftfrachttransporte, die von deutschen Flughäfen abgehen, im dritten Quartal 2010 durchschnittlich um 29,9% höher als im dritten Quartal 2009.

Im Verlauf der Wirtschafts- und Finanzkrise waren die Preise für Lufttransporte eingebrochen – im 3. Quartal 2009 waren sie um fast 40% niedriger als im entsprechenden Vorjahresquartal. Gegenüber dem zweiten Quartal 2010 stiegen die Preise im dritten Quartal 2010 durchschnittlich um 1,2%.

Zu Preiserhöhungen kam es im dritten Quartal 2010 verglichen mit dem entsprechenden Vorjahresquartal auf allen Flugrouten. Besonders deutlich stiegen die Frachtraten bei Flügen in die Republik Korea (+ 59,7%), nach China (+ 51,7%) und Mexiko (+ 43,1%) sowie nach Japan (+ 41,9%). Geringer fiel der Preisanstieg im Vergleich zum dritten Quartal 2009 für innereuropäische Luftfrachttransporte und für Transporte nach Australien aus. Hier lagen die Frachtraten um jeweils 13,3% höher.

Im Vergleich zum zweiten Quartal 2010 blieben die Frachtraten im dritten Quartal 2010 – nach den recht deutlichen Erhöhungen in den Vorquartalen – im Durchschnitt relativ stabil. Allerdings kam es bei den einzelnen Flugzielen zu unterschiedlichen Entwicklungen. So stiegen die Frachtraten auf den Flugrouten nach Brasilien mit + 6,6% am stärksten. Die Preise für Luftfrachttransporte nach Kanada sind demgegenüber im Vorquartalsvergleich mit – 2,2% am deutlichsten gesunken.

Der Preisindex für Luftfracht des Statistischen Bundesamtes wird durch Auswertung von Daten der CargoIS-Datenbank der Internationalen Vereinigung der Fluggesellschaften IATA sowie durch eigene Erhebungen zu Treibstoff- und Sicherheitszuschlägen gewonnen. Detaillierte Indexergebnisse sind in der nachstehenden Tabelle aufgeführt. Tiefer gegliederte Quartalsergebnisse können kostenfrei über die Tabelle Erzeugerpreisindizes für die Luftfracht (61311-0004) der GENESIS-Online-Datenbank des Statistischen Bundesamtes abgerufen werden. Zusätzliche Hintergrundinformationen finden sich auf der Themenseite der Fachabteilung.

Weitere Auskünfte gibt:
Andreas Martin,
Telefon: +49 611 75 2629,
E-Mail: dienstleistungspreise@destatis.de

Andreas Martin | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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