Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

2011: Zahl der Verkehrstoten steigt voraussichtlich um 7 % auf 3 900

12.12.2011
Erstmals seit 20 Jahren wird die Zahl der Verkehrstoten im Jahr 2011 wieder steigen. Nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis), die auf vorliegenden Eckdaten von Januar bis Oktober 2011 basieren, wird sich die Zahl der Verkehrstoten in diesem Jahr auf etwa 3 900 Menschen erhöhen.

Das wären rund 7 % mehr Todesopfer als im Jahr 2010. Damit hätte der Straßenverkehr in diesem Jahr durchschnittlich 11 Menschen pro Tag das Leben gekostet. 2010, dem Jahr mit der bisher niedrigsten Zahl an Todesopfern, starben im Durchschnitt 10 Menschen pro Tag. Auch bei den Verletzten ist in diesem Jahr eine Zunahme um etwa 5 % auf 389 000 zu erwarten.

Die Gesamtzahl der polizeilich erfassten Unfälle wird bis Jahresende voraussichtlich um mehr als 2 % auf rund 2,35 Millionen sinken. Während die Zahl der Unfälle, bei denen Personen verletzt oder getötet wurden, um rund 5 % auf 303 000 zunehmen dürfte, werden die Unfälle mit ausschließlich Sachschaden schätzungsweise um gut 3 % auf 2,05 Millionen abnehmen.

Diese Entwicklung des Unfallgeschehens ist zum Teil auf die Witterung im Jahr 2011 zurückzuführen. Ein im Vergleich zum Vorjahr milder Januar und Februar 2011 hat zu weniger Unfällen, aber mehr Getöteten und Verletzten geführt. Der warme und trockene Frühling hat die Zweiradsaison früh beginnen lassen. Dies hat vor allem zu einem starken Anstieg tödlich verletzter Fahrer und Mitfahrer auf motorisierten Zweirädern von März bis Mai geführt. Auch an der großen Zunahme bei der Zahl der Todesopfer im August 2011 hatten die Zweiradbenutzer einen hohen Anteil.

Aus den bisher vorliegenden tiefer gegliederten Ergebnissen der Monate Januar bis September zeichnet sich weiterhin folgende Entwicklung bei den Verkehrsopfern für das Jahr 2011 ab:

Die Zahl der Getöteten auf Autobahnen dürfte auch in diesem Jahr zurückgehen, während sie auf den übrigen Straßen steigen wird. In den ersten drei Quartalen kamen auf Autobahnen 6,0 % weniger Menschen ums Leben als von Januar bis September 2010. Gleichzeitig stieg die Zahl der Todesopfer innerorts um 4,1 % und auf Landstraßen außerorts sogar um 8,8 % an.

Aufgrund des bisherigen Verlaufs ist zu erwarten, dass mehr Jugendliche im Alter von 15 bis 17 Jahren im Straßenverkehr zu Tode kommen werden als im Jahr 2010. Von Januar bis September 2011 starben 91 Jugendliche im Straßenverkehr, das waren 17 Personen oder 23,0 % mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Auch bei den älteren Menschen im Alter von 65 oder mehr Jahren ist in diesem Jahr mit einer Zunahme bei der Zahl der tödlich Verletzten zu rechnen (+ 7,5 % in den ersten drei Quartalen).

Bei den Kindern unter 15 Jahren ist dagegen im Jahr 2011 wieder ein Rückgang zu erwarten, nachdem die Zahl im vergangenen Jahr gestiegen war: Bis Ende September 2011 waren es 25,0 % oder 22 Getötete weniger in dieser Altersgruppe.

Nach den bisher vorliegenden Ergebnissen bis September 2011 dürften in diesem Jahr voraussichtlich wesentlich mehr Menschen als Fußgänger oder auf einem Motorrad ums Leben kommen als im Vorjahr. Von Januar bis September 2011 wurden 24,6 % mehr tödlich verunglückte Fußgänger und 13,3 % mehr getötete Motorradbenutzer gezählt.

Weitere Auskünfte gibt:
Ingeborg Vorndran,
Telefon: +49 611 75 4547,
www.destatis.de/kontakt

Ingeborg Vorndran | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Zahl der Rheuma-Patienten höher als bisher angenommen
23.11.2017 | Versorgungsatlas

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Why we need erasable MRI scans

New technology could allow an MRI contrast agent to 'blink off,' helping doctors diagnose disease

Magnetic resonance imaging, or MRI, is a widely used medical tool for taking pictures of the insides of our body. One way to make MRI scans easier to read is...

Im Focus: Fraunhofer ISE und teamtechnik bringen leitfähiges Kleben für Siliciumsolarzellen zu Industriereife

Das Kleben der Zellverbinder von Hocheffizienz-Solarzellen im industriellen Maßstab ist laut dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und dem Anlagenhersteller teamtechnik marktreif. Als Ergebnis des gemeinsamen Forschungsprojekts »KleVer« ist die Klebetechnologie inzwischen so weit ausgereift, dass sie als alternative Verschaltungstechnologie zum weit verbreiteten Weichlöten angewendet werden kann. Durch die im Vergleich zum Löten wesentlich niedrigeren Prozesstemperaturen können vor allem temperatursensitive Hocheffizienzzellen schonend und materialsparend verschaltet werden.

Dabei ist der Durchsatz in der industriellen Produktion nur geringfügig niedriger als beim Verlöten der Zellen. Die Zuverlässigkeit der Klebeverbindung wurde...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: Innovatives 3D-Druckverfahren für die Raumfahrt

Auf der Hannover Messe 2018 präsentiert die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), wie Astronauten in Zukunft Werkzeug oder Ersatzteile per 3D-Druck in der Schwerelosigkeit selbst herstellen können. So können Gewicht und damit auch Transportkosten für Weltraummissionen deutlich reduziert werden. Besucherinnen und Besucher können das innovative additive Fertigungsverfahren auf der Messe live erleben.

Pulverbasierte additive Fertigung unter Schwerelosigkeit heißt das Projekt, bei dem ein Bauteil durch Aufbringen von Pulverschichten und selektivem...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: innovative 3D printing method for space flight

At the Hannover Messe 2018, the Bundesanstalt für Materialforschung und-prüfung (BAM) will show how, in the future, astronauts could produce their own tools or spare parts in zero gravity using 3D printing. This will reduce, weight and transport costs for space missions. Visitors can experience the innovative additive manufacturing process live at the fair.

Powder-based additive manufacturing in zero gravity is the name of the project in which a component is produced by applying metallic powder layers and then...

Im Focus: IWS-Ingenieure formen moderne Alu-Bauteile für zukünftige Flugzeuge

Mit Unterdruck zum Leichtbau-Flugzeug

Ingenieure des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden haben in Kooperation mit Industriepartnern ein innovatives Verfahren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Konferenz »Encoding Cultures. Leben mit intelligenten Maschinen« | 27. & 28.04.2018 ZKM | Karlsruhe

26.04.2018 | Veranstaltungen

Konferenz zur Marktentwicklung von Gigabitnetzen in Deutschland

26.04.2018 | Veranstaltungen

infernum-Tag 2018: Digitalisierung und Nachhaltigkeit

24.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Weltrekord an der Uni Paderborn: Optische Datenübertragung mit 128 Gigabits pro Sekunde

26.04.2018 | Informationstechnologie

Multifunktionaler Mikroschwimmer transportiert Fracht und zerstört sich selbst

26.04.2018 | Biowissenschaften Chemie

Berner Mars-Kamera liefert erste farbige Bilder vom Mars

26.04.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics