Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

1. Halbjahr 2009: Sparquote mit 11,2% auf Vorjahresniveau

29.10.2009
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Weltspartag am 30. Oktober mitteilt, lag in den ersten sechs Monaten diesen Jahres die Sparquote aller privaten Haushalte saisonbereinigt bei 11,2% ihres verfügbaren Einkommens.

Je Einwohner wurden durchschnittlich 180 Euro monatlich zur Seite gelegt, der gleiche Betrag wie im vergangenen Jahr. Für die privaten Haushalte zusammen ergibt sich in der ersten Jahreshälfte eine Summe von 89 Milliarden Euro.

Während die wirtschaftliche Entwicklung einbrach - das Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen fiel im ersten Halbjahr um 5,4% gegenüber dem ersten Halbjahr 2008 (preisbereinigt - 6,8%) - konnten sich Einkommen, Konsum und Sparen der privaten Haushalte auf dem Vorjahresniveau halten. Es bleibt abzuwarten, wie sich die weitere wirtschaftliche Entwicklung und vor allem die Arbeitsmarktentwicklung in den nächsten Monaten auswirken werden.

Die privaten Haushalte verwendeten ihr Gespartes sowohl für ein breites Spektrum an Finanzanlagen als auch für den Kauf von Sachvermögen. Im Jahr 2008 tätigten private Haushalte Nettoinvestitionen - das heißt Bruttoinvestitionen minus Abschreibungen - in Höhe von 44 Milliarden Euro. Dies waren vor allem Investitionen in den Wohnungsbau.

Die von der Deutschen Bundesbank erstellte Finanzierungsrechnung zeigt, dass die Haushalte im Jahr 2008 rund 120 Milliarden Euro neu an Geldvermögen gebildet haben. Zuführungen gab es vor allem bei direkten Bankeinlagen (121 Milliarden Euro), bei Versicherungen (41 Milliarden Euro) sowie bei Investmentzertifikaten (6 Milliarden Euro). Wertpapieranlagen wie Aktien und Rentenpapiere waren nicht gefragt, ihr Bestand wurde deutlich reduziert (- 53 Milliarden Euro).

Ausführliche Informationen zur Geldvermögensbildung werden von der Deutschen Bundesbank unter "www.bundesbank.de" veröffentlicht.

Bei der Interpretation der Ergebnisse ist zu beachten, dass aus den makroökonomischen Berechnungen in den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen nur das Sparen der privaten Haushalte insgesamt und ein Durchschnittswert ermittelt werden kann. Je nach Sparneigung und Einkommen gibt es natürlich sehr deutliche Unterschiede beim Sparen der einzelnen Haushalte.

Bewertungsbedingte Änderungen wie Kursgewinne oder -verluste bei Aktien und Wertänderungen bei Immobilien zählen nicht zum Sparen, da sie nicht aus erwirtschaftetem Einkommen entstanden sind. Der durch Abschreibungen ausgedrückte Verzehr von Werten, bei privaten Haushalten sind dies vor allem Abschreibungen auf eigengenutzte und vermietete Wohnungen, reduziert das verfügbare Einkommen privater Haushalte und damit auch deren Sparen.

Außer dem Sparen stehen den Haushalten für die Sach- und Geldvermögensbildung auch noch die per Saldo empfangenen Vermögenstransfers, wie beispielsweise die staatliche Spar- und Eigenheimzulage, zur Verfügung.

Eine zusätzliche Tabelle bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de.

Weitere Auskünfte gibt:
Wolfgang Macht,
Telefon: (0611) 75-2052,
E-Mail: vgr-einkommen@destatis.de

Wolfgang Macht | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de
http://www.bundesbank.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Zahl der Rheuma-Patienten höher als bisher angenommen
23.11.2017 | Versorgungsatlas

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Optisches Nanoskop ermöglicht Abbildung von Quantenpunkten

Physiker haben eine lichtmikroskopische Technik entwickelt, mit der sich Atome auf der Nanoskala abbilden lassen. Das neue Verfahren ermöglicht insbesondere, Quantenpunkte in einem Halbleiter-Chip bildlich darzustellen. Dies berichten die Wissenschaftler des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel zusammen mit Kollegen der Universität Bochum in «Nature Photonics».

Mikroskope machen Strukturen sichtbar, die dem menschlichen Auge sonst verborgen blieben. Einzelne Moleküle und Atome, die nur Bruchteile eines Nanometers...

Im Focus: Optical Nanoscope Allows Imaging of Quantum Dots

Physicists have developed a technique based on optical microscopy that can be used to create images of atoms on the nanoscale. In particular, the new method allows the imaging of quantum dots in a semiconductor chip. Together with colleagues from the University of Bochum, scientists from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute reported the findings in the journal Nature Photonics.

Microscopes allow us to see structures that are otherwise invisible to the human eye. However, conventional optical microscopes cannot be used to image...

Im Focus: Vollmond-Dreierlei am 31. Januar 2018

Am 31. Januar 2018 fallen zum ersten Mal seit dem 30. Dezember 1982 "Supermond" (ein Vollmond in Erdnähe), "Blutmond" (eine totale Mondfinsternis) und "Blue Moon" (ein zweiter Vollmond im Kalendermonat) zusammen - Beobachter im deutschen Sprachraum verpassen allerdings die sichtbaren Phasen der Mondfinsternis.

Nach den letzten drei Vollmonden am 4. November 2017, 3. Dezember 2017 und 2. Januar 2018 ist auch der bevorstehende Vollmond am 31. Januar 2018 ein...

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

Veranstaltungen

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

23.01.2018 | Veranstaltungen

Gemeinsam innovativ werden

23.01.2018 | Veranstaltungen

Leichtbau zu Ende gedacht – Herausforderung Recycling

23.01.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Lebensrettende Mikrobläschen

23.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

3D-Druck von Metallen: Neue Legierung ermöglicht Druck von sicheren Stahl-Produkten

23.01.2018 | Maschinenbau

CHP1-Mutation verursacht zerebelläre Ataxie

23.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics