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Dazu hatte das Bundesamt für Naturschutz (BfN) gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium (BMU), dem in Nairobi/Kenia ansässigen afrikanischen MAB-Netzwerk AfriMAB, dem internationalen MAB-Sekretariat und der Deutschen UNESCO-Kommission eingeladen.
Der Workshop war Teil der Internationalen Fachtagung „Biosphärenreservate und Klimawandel“, mit der das 40jährige Jubiläum des internationalen „Man and the Biosphere Programme" (MAB) der UNESCO begangen wurde, sowie der erstmals in Deutschland stattfindenden Sitzung des Internationalen Koordinierungsrates des MAB-Programms der UNESCO.
Biosphärenreservate kennzeichnet die Idee, Schutz und nachhaltige Entwicklung in einer Modellregion miteinander zu verbinden. „Gerade auf dem afrikanischen Kontinent bieten Biosphärenreservate die Chance, beispielhafte Ansätze zu entwickeln, um den jetzt schon spürbaren Auswirkungen des Klimawandels zu begegnen und gleichzeitig die Ernährungssicherung mit einer nachhaltigen Nutzung zu verbinden", hob BfN-Präsidentin Beate Jessel zu Beginn der Fachtagung hervor.
„Hierbei spielen nachhaltige Formen der Landnutzung und Synergien mit Maßnahmen zum Erhalt der Biodiversität eine herausragende Rolle", so Jessel.
Neben den regional angepassten Möglichkeiten von Biosphärenreservaten zu Klimaschutz und -anpassung wurden auf dem Workshop zudem Themen rund um das Management und die Finanzierung von Biosphärenreservaten, deren Kooperationsmöglichkeiten und die Partizipation der Lokalbevölkerung erörtert. Fragen zu Monitoring, zur Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie zur Management-Planung wurden ebenfalls behandelt.
Deutlich wurde: Biosphärenreservate stellen überall dort funktionierende Modelle dar, wo es gelingt, die örtliche Bevölkerung so einzubinden, dass sie vom Schutz und der nachhaltigen Nutzung der natürlichen Ressourcen auch ökonomisch profitiert. „Der Workshop bietet ein großartiges Forum für den Erfahrungsaustausch so vieler Regionen Afrikas und gibt der weiteren Entwicklung von Biosphärenreservaten auf unserem Kontinent einen wichtigen Impuls“, freute sich Prof. Paul Makenzi, Vorsitzender des AfriMAB-Netzwerks. Gemeinsam mit AfriMAB und der UNESCO will das BfN sich daher weiter für die Einrichtung insbesondere grenzüberschreitender Biosphärenreservate in Afrika engagieren.
Während der heutigen Exkursion in die Rhön geht es um die Vermarktung lokaler Produkte aus ökologischer Landwirtschaft, um nachhaltige Tourismusentwicklung und erneuerbare Energien als Beitrag zu einer dezentralen Energieversorgung.
Link zur Veranstaltung: http://www.mab40-conference.org/index.php?id=460
Franz August Emde | Quelle: Bundesamt für Naturschutz
Weitere Informationen: www.mab40-conference.org/index.php?id=460
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