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Workshop: „Theoretische Konzepte raumzeitlicher Ordnungspraktiken: de Certeau – Eliade – Koselleck“

18.06.2012
„Theoretische Konzepte raumzeitlicher Ordnungspraktiken: de Certeau – Eliade – Koselleck“ ist ein Workshop überschrieben, zu dem die RaumZeit-Arbeitsgruppe der Universität Erfurt am Freitag und Samstag, 6./7. Juli, herzlich einlädt.
Im Rahmen des Workshops wird sie der Frage nachgehen, wie Akteure raumzeitliche Ordnungen generieren und unterlaufen. Der Workshop ist öffentlich und findet im Internationalen Begegnungszentrum der Universität Erfurt, Michaelisstraße 38, statt.

Raum und Zeit sind grundlegende Kategorien des menschlichen Lebens – so grundlegend, dass man schnell vergisst, wie stark sie unser Leben bestimmen. Seit Jahrtausenden beschäftigen sich Gelehrte, Naturwissenschaftler und Geisteswissenschaftler mit den Charakteristika dieser Konzepte und kamen oftmals zur Erkenntnis, dass alle vier raumzeitlichen Dimensionen untrennbar miteinander verbunden seien.

Die Zeit treibt uns scheinbar täglich von einem Ort an den anderen und selbst in Gedanken bewegen wir uns in räumlichen Strukturen voran. Allerdings kann der vermeintlich festgeschriebene Umgang mit beiden in unterschiedlichen kulturellen Kontexten für den Betrachter von außerhalb teils befremdliche Formen annehmen, erscheint mithin abhängig von den gesellschaftlichen Akteuren. Prämissen, die sich auch die an der Universität Erfurt gegründete Erfurter RaumZeit-Arbeitsgruppe (ERZ) zu Eigen gemacht hat.

In ihrem Workshop Anfang Juli stehen nun theoretische Konzepte dreier ausgewählter Theoretiker – Michel de Certeau, Mircea Eliade und Reinhart Koselleck – zur Diskussion, zu der jeweils ein auswärtiger Experte eingeladen wurde. Dabei werden vor allem Praktiken und zugehörige Konzepte mit ordnungsbildenden Eigenschaften analysiert.

Es wird also der Frage nachgegangen, wie Menschen durch RaumZeit-Konzepte in ihren Handlungen strukturiert und auch limitiert werden und auf welche Weise sie diese (subversiv) überwinden können. Wodurch zeichnen sich raumzeitlichen Praktiken aus und in welchem Verhältnis stehen Praktiken zu ihrer Konzeptionalisierung? Inwieweit werden die Theoretiker durch ihre Lebenswelt selbst zu Vorannahmen geleitet und wie kann eine Erzählung zum Umgang mit Raum und Zeit aussehen?

Um diese Fragen intensiv zu diskutieren, stehen digital Grundlagentexte bereit. Für die Zugangsdaten wie auch bei allgemeinen Fragen bitte bei jan.reichert@uni-erfurt.de bzw. sebastian.dorsch@uni-erfurt.de melden.

Carmen Voigt | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-erfurt.de/geschichte/dfg-saopaulo/erfurter-raumzeit-forschung

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