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Workshop zum Thema Energieversorgung für alle – “Energiegerechtigkeit”

28.05.2013
Der Workshop entstand aus der Spezialisierungsveranstaltung „Ländliche Energieversorgung in Entwicklungsländern“ der genannten Studiengänge.

Er ermöglicht einen konzentrierten Blick auf die sehr relevante Thematik und vernetzt dabei die unterschiedlichen Disziplinen (Ökonomie, Sozialwissenschaften, Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften) und Kulturen (Afrika, Asien, Europa, Lateinamerika und Nordamerika).

Laut der International Energy Agency haben weltweit etwa 1,4 Mrd. Menschen keinen Zugang zu Elektrizität. Das bedeutet nicht nur keinen Lichtschalter, wenn man im Dunklen nach Hause kommt, sondern auch erhebliche Brandgefahr durch Kerzen und Kerosinlampen. Und es bedeutet auch erschwerten bzw. keinen Anschluss an die Gesellschaft und die Welt mangels Radio, Fernsehen, Mobilfunk. Diese beiden Beispiele stehen für das weite Spektrum elektrischer Dienstleistungen, auf das Milliarden Menschen verzichten müssen.

2,5 Mrd. Menschen kochen ineffizient auf Feuerstellen und verbrennen dabei Biomasse. Sie müssen großen Aufwand für die Bereitstellung der Brennstoffe treiben (Holz sammeln, Dung trocknen) und gesundheitliche Schäden durch Rauch und Abgase in Kauf nehmen; hohe Kosten für das Gesundheitswesen sind die Folgen. Und nicht zuletzt trägt die Übernutzung der Ressource Biomasse auch zur Entwaldung großer Regionen mit unzähligen Folgeerscheinungen bei.

Mit diesem wichtigen Thema befassen sich 31 Studierende aus unterschiedlichen Master-Studiengängen der Universität Oldenburg in dem Workshop „Access to Energy in Rural Areas”, der am 31. Mai 2013 im Hanse-Wissenschaftskolleg stattfindet. Nach einer Einführung durch drei Vorträge ausgewiesener Fachleute aus unterschiedlichen Disziplinen und Berufsfeldern werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in verschiedenen Arbeitsgruppen vier Fragenkomplexe diskutieren und nach Antworten suchen. Es wird dabei in erster Linie nicht um Technologien und deren Anwendung gehen, sondern um Themen wie „Vorzüge und Nachteile privatwirtschaftlicher Projekte bzw. öffentlich getragener Projekte“ oder „Produktiver Einsatz von Energie“.

Die Referenten des Workshops verfügen über einen großen Erfahrungshintergrund:
Andreas Michel hat „Regenerative Energiequellen“ in Oldenburg studiert und ist heute bei der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) als Berater zu ländlicher Energiegrundversorgung tätig.

Der Wirtschaftswissenschaftler Dr. Bernard Wagemann ist Professor für Unternehmensführung an der Hochschule Neu-Ulm und gleichzeitig in der Leitung des id-eee (Institute for Decentral Electrification, Entrepreneurship and Education) tätig.

Der Physiker Dr. Jonathan Whale ist Spezialist für kleine Windenergieanlagen an der Murdoch University in Perth, Australien. Im Sommersemester 2013 ist er Fellow am Hanse-Wissenschaftskolleg. Im Rahmen des Fellowships arbeitet er gemeinsam mit Wissenschaftlern der Universität Oldenburg an speziellen Fragen kleiner Windenergieanlagen; daneben trägt er zum Lehrangebot der Universität bei.

Die Teilnehmer, eine sehr internationale Gemeinschaft, sind alle an der Universität Oldenburg eingeschrieben, die meisten in den englischsprachigen Master-Studiengängen SEM (Sustainibility Economics and Management), PPRE (Postgraduate Programme Renewable Energy), EWEM (European Wind Energy Master).
Der Workshop entstand aus der Spezialisierungsveranstaltung „Ländliche Energieversorgung in Entwicklungsländern“ der genannten Studiengänge. Er ermöglicht einen konzentrierten Blick auf die sehr relevante Thematik und vernetzt dabei die unterschiedlichen Disziplinen (Ökonomie, Sozialwissenschaften, Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften) und Kulturen (Afrika, Asien, Europa, Lateinamerika und Nordamerika).

Dieser Gesichtspunkt ist mit Blick auf die beruflichen Erfolge bisheriger Absolventen aus Oldenburg ein nicht zu unterschätzender Faktor. Viele der Absolventen bekleiden heute weltweit Spitzenpositionen in Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Wissenschaft. Einen maßgeblichen Beitrag zum Erfolg der Absolventen leisten deren Interdisziplinarität und Sicherheit auf dem interkulturellen Parkett.

Workshop und Fellowship von Prof. Dr. Jonathan Whale werden finanziell durch die Stiftung Innovationspool (eine unselbständige Stiftung des EWE-Forschungszentrums für Energietechnologie e.V. – Next Energy) unterstützt.
Der Workshop findet am 31. Mai 2013 in englischer Sprache statt. Während der im Programm ausgewiesenen Kaffeepause (Beginn um 15:30 Uhr) besteht für Medienvertreter Gelegenheit zu Gesprächen mit den Referenten und Teilnehmern.

Ansprechpartner:
Wolfgang Stenzel,
Hanse-Wissenschaftskolleg , 04221 9160-103, wstenzel@h-w-k.de
Hans Holtorf,
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. 0441-798-3338, hans.holtorf@uni-oldenburg.de

Heidi Müller-Henicz | idw
Weitere Informationen:
http://www.h-w-k.de/index.php?id=2045

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