Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Workshop: Strukturen für das Internet der Zukunft

17.07.2012
Wie muss das Internet der Zukunft aufgebaut sein? Antworten auf diese Frage suchen internationale Wissenschaftler am 23. und 24. Juli an der Universität Würzburg. Organisiert wird der EuroView-Workshop vom Lehrstuhl für Informatik III (Kommunikationsnetze).

Facebook, YouTube, Spotify: Immer neue Dienste und neue Angebote sorgen dafür, dass der Datenfluss im Internet kontinuierlich wächst. Und Smartphone, Tablet und Co. garantieren, dass das auch weiterhin so bleibt. Dabei war das Internet nie für den immensen Datenaustausch über soziale Netzwerke, für die Übertragung von Video- und Musikdateien oder für andere moderne Dienste konzipiert.

Noch heute beruht es auf Strukturen, die in den 1970er- und 1980er-Jahren entwickelt wurden. Aus diesem Grund denken Wissenschaftler seit mehreren Jahren darüber nach, wie sich die veralteten Strukturen und Algorithmen des Internets zukunftsfähig machen lassen. Auch während des EuroView-Workshops an der Universität Würzburg werden sie dieser Frage nachgehen.

Der Pionier der Festplatte zu Gast

Der EuroView-Workshop findet im Informatikgebäude am Hubland-Campus statt. Er bietet ein Forum, in dem rund 150 Wissenschaftler und Experten aus aller Welt ihre Visionen zum Internet der Zukunft austauschen. Hochkarätige Experten aus den USA, Asien und Europa wurden zu Vorträgen eingeladen. Hauptredner ist Hisashi Kobayashi, Professor an der Princeton University (USA). Kobayashi war maßgeblich an der Entwicklung von Festplatten beteiligt, wie sie heute in Computern zu finden sind. Schon in seinen Veröffentlichungen aus den Jahren 1970 und `71 hatte er die Vorteile einer speziellen Lesetechnik im Vergleich zu der bis dahin üblichen Methode aufgezeigt, womit er seiner Zeit allerdings weit voraus war.

Zum Workshop gehört in diesem Jahr auch das Abschlusstreffen des Projekts German-Laboratories (G-Lab). Es handelt sich dabei um eines der größten deutschen Forschungsvorhaben zum Internet der Zukunft; gefördert wird es mit rund 14 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Der Lehrstuhl für Informatik III (Kommunikationsnetze) der Universität Würzburg ist daran beteiligt.

Veranstalter und Organisation

Veranstaltet wird die Reihe der EuroView-Workshops seit dem Jahr 2000 vom Lehrstuhl für Kommunikationsnetze. Die Organisation liegt in den Händen von Professor Phuoc Tran-Gia, Tobias Hoßfeld, Rastin Pries und Thomas Zinner. Der Workshop wird von der Informationstechnischen Gesellschaft (ITG) und dem International Teletraffic Congress (ITC) unterstützt.

Die Informationstechnische Gesellschaft des Verbands der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) ist ein Zusammenschluss deutscher Fachleute in der Informatik. Der ITC ist eine internationale Vereinigung von Experten in der Telekommunikation. Schwerpunkt seiner Tätigkeiten ist es, das Verkehrsaufkommen in Kommunikationsnetzen zu modellieren und zu analysieren.

Kontakt

Prof. Dr. Phuoc Tran-Gia, T: (0931) 31-86630,
E-Mail: trangia(at)informatik.uni-wuerzburg.de

Gunnar Bartsch | idw
Weitere Informationen:
http://www.euroview2012.org/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Virtuelle Welten: Forschungstrends in der mobilen 3D-Datenerfassung
30.11.2016 | Fraunhofer IPM

nachricht Workshop Biodegradierbare Schichten für Verpackung und Medizin
24.11.2016 | Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie