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Workshop zu neuen Techniken der funktionellen Genomforschung und der Systembiologie in Berlin

10.09.2009
Neue Methoden und Techniken der sich rasant entwickelnden Genomforschung werden vom 16. bis 18. September auf dem internationalen Workshop "Molecular Interactions" in Berlin vorgestellt.

Bereits zum fünften Mal organisieren Wissenschaftler der Universität Potsdam, der Charité-Universitätsmedizin Berlin, der Freien Universität Berlin, der Max-Planck-Institute für molekulare Genetik und Pflanzenphysiologie sowie der vier Forschungszentren zur Systembiologie (FORSYS) diesen jährlichen interdisziplinären Austausch, auf dem vor allem der wissenschaftliche Nachwuchs Einblick in aktuelle Forschungsfelder gewinnen und Kontakte zu Experten aus Instituten und Unternehmen knüpfen kann.

Lebende Organismen zu konstruieren, die in der Natur so nicht vorkommen, aber dennoch nach ihren Prinzipien funktionieren, ist das Ziel der Synthetischen Biologie. Zum ersten Mal wird Forschung zu diesem innovativen Gebiet auf dem Workshop vorgestellt. Mit gen- und biotechnischen Methoden will der noch junge Forschungszweig künftig hochwirksame Medikamente, umweltschonende Biokraftstoffe und Ressourcen sparende Industriechemikalien herstellen. Auch die Gentherapie soll von den neuartigen Verfahren profitieren. Experten wie Prof. Vitor A. P. Martins dos Santos aus Braunschweig, einer der führenden Köpfe in Deutschland auf diesem Gebiet, und Prof. Udo Reichl aus Magdeburg werden darüber in einer Session berichten, die von Prof. Bernd Müller-Röber von der Universität Potsdam geleitet wird.

Nach der Entschlüsselung des menschlichen Genoms wird derzeit fieberhaft an der Sequenzierung tausender Genome aus allen Bereichen des Lebens gearbeitet. Und das Wissen über die Erbinformation wirft neue Fragen auf: Wie funktionieren die Gene, wie wirken sie zusammen? Dazu bedarf es des Wissens über regulatorische Prozesse durch sämtliche Ebenen, vom Genom über das Proteom, zu den Organellen bis hin zum Verhalten und zur Biomechanik des Gesamtorganismus. Mehr und mehr entwickelt sich die funktionelle Genomforschung deshalb hin zur Systembiologie, die ein umfassendes Bild aller Lebensvorgänge eines Organismus gewinnen will. Über die Fortschritte aus diesen Forschungsgebieten wird auf dem dreitägigen öffentlichen Workshop berichtet.

Hinweis an die Redaktionen:
Zeit: 16. bis 18. September 2009
Ort: Campus Benjamin Franklin der Charité in Berlin Dahlem, Institut für Physiologie, Arnimallee 22
Teilnahmegebühr: 60 Euro/Studenten 30 Euro
Kontakt: Weitere Informationen unter www.molecularinteractions.de. Als Ansprechpartnerin steht Ihnen Dr. Susanne Hollmann, Profilbereich Systembiologie und Pflanzengenomforschung am Institut für Biochemie und Biologie der Universität Potsdam, Tel. 0331/977-2811, E-mail susanne.hollmann@uni-potsdam.de, zur Verfügung.

Diese Medieninformation ist auch unter http://www.uni-potsdam.de/pressmitt/2009/pm195_09.htm im Internet abrufbar.

Sylvia Prietz | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-potsdam.de/pressmitt/2009/pm195_09.htm

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