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Workshop am MPIWG untersucht die Rolle von Bedrohungen für die Wissenschaft

12.10.2011
Am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte (MPIWG) findet am 14. und 15.10.2011 ein internationaler Workshop statt, der sich mit der Geschichte und Kultur von Bedrohungen und ihren Folgen für die Wissenschaft auseinandersetzt.

„Bedrohung“ ist ein zentrales Konzept in den Wissenschaften geworden, mit dem beispielsweise das Aussterben bedrohter Völker, Sprachen oder Spezies untersucht wird. Der Workshop thematisiert die Technologien und Wissenskonstruktionen, denen das Denken über Bedrohungen und Gefährdungen zu Grunde liegt.

Im Rahmen des Workshops werden u.a. Fragen verfolgt, wie Spuren als Repräsentanten von bedrohten Objekten legitimiert worden sind oder welche Konzepte, Technologen und sozialen Formen es ermöglicht haben, Körper als "Spezien" oder Grammatik oder Wörterbücher als "Sprache" zu identifizieren.

Die Auffassung von Bedrohung liegt im Zentrum eines Netzes von Konzepten, Werten und Praktiken, die sich mit einer Reihe von Einheiten beschäftigen, die vom Verschwinden bedroht sind - von Objekten bis zu Organismen, von Individuen bis zu kollektiven Einheiten. Das Bedrohungs-Denken ist verknüpft mit Geräten oder Einrichtungen wie Archiven, Katalogen oder Datenbanken, die ihrem Schutz dienen.

Der Workshop ist Teil des Forschungsprojekts "Sciences of the Archive" der Abteilung 2 des MPI für Wissenschaftsgeschichte in Berlin

Dr. Hansjakob Ziemer | Max-Planck-Institut
Weitere Informationen:
http://www.mpiwg-berlin.mpg.de/

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