Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Workshop EuroView 2010: Internet zukunftsfähig machen

30.07.2010
Wie können Wissenschaft und Industrie gemeinsam das Internet für zukünftige Anforderungen fit machen? Über diese Frage diskutieren am 2. und 3. August rund 140 Experten aus der ganzen Welt auf einer Tagung an der Universität Würzburg.

Am Anfang war das Internet ein wissenschaftlich orientiertes Netzwerk, in dem Forscher sich austauschten. Inzwischen ist es zu einer Plattform mit enormer Bedeutung gewachsen: Ein Leben ohne E-Mail und Facebook, YouTube und Twitter ist für viele Menschen kaum noch vorstellbar. Das Problem dabei: Die Internet-Technik stammt aus den 1970er- und 1980er-Jahren; an die neuen Dienste und Kommunikationsformen wurde sie kaum angepasst.

Damit das Internet auch in Zukunft seine Aufgaben erfüllen kann, denken Wissenschaftler über eine Erneuerung seiner Architektur nach. Als Forum dient ihnen die Tagung, die am 2. und 3. August am Institut für Informatik der Universität Würzburg stattfindet, der EuroView-Workshop. Hochkarätige Fachleute aus den USA, Asien und Europa halten Vorträge; erwartet werden rund 140 Teilnehmer aus Industrie und Forschung.

G-Lab, ein deutsches Großprojekt

Bei dem Workshop wird auch der Stand des Großprojekts G-Lab (German Laboratories) vorgestellt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert dieses Projekt, an dem neben der Universität Würzburg rund 30 weitere Partner aus Industrie und Forschung beteiligt sind. Koordiniert wird G-Lab von Professor Phuoc Tran-Gia, Inhaber des Lehrstuhls für Informatik 3 der Universität Würzburg.

G-Lab zielt darauf ab, das Internet zu verbessern sowie überholte Komponenten und Konzepte zu ersetzen. Wie das glücken kann, erforschen die Wissenschaftler mit einer Experimentalplattform, deren zentraler Knoten in Kaiserslautern angesiedelt ist. Sie dient dazu, neue Technologien, Kommunikationsarchitekturen und Anwendungen zu testen.

Organisatoren des EuroView2010

Der Workshop EuroView 2010 setzt eine Reihe fort, die Professor Tran-Gia seit dem Jahr 2000 organisiert. Ausrichter ist die Informationstechnische Gesellschaft des Verbands der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE), ein Zusammenschluss deutscher Fachleute in der Informatik.

Das europäische Exzellenznetz EuroNF unterstützt das Treffen. In dem von der Europäischen Union geförderten EuroNF (Network of the Future) arbeiten Forscher aus 35 Instituten in 16 Ländern über zukünftige Netzwerktechnologien. Die Universität Würzburg ist mit dem Lehrstuhl von Phuoc Tran-Gia darin vertreten.

Kontakt
Prof. Dr.-Ing. Phuoc Tran-Gia
Lehrstuhl für Informatik 3 der Universität Würzburg
Tel.: 0931 - 31 - 86630
E-Mail: trangia(at)informatik.uni-wuerzburg.de

| Uni Würzburg
Weitere Informationen:
http://www3.informatik.uni-wuerzburg.de/euroview/2010/
http://www.kooperation-international.de

Weitere Berichte zu: EuroNF EuroView Experimentalplattform G-Lab German Laboratories

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Optimierter Einsatz magnetischer Bauteile - Seminar „Magnettechnik Magnetwerkstoffe“
18.01.2018 | Haus der Technik e.V.

nachricht Mit 48 Volt Bordnetz unterwegs zur Elektromobilität
11.01.2018 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Event News

10th International Symposium: “Advanced Battery Power – Kraftwerk Batterie” Münster, 10-11 April 2018

08.01.2018 | Event News

See, understand and experience the work of the future

11.12.2017 | Event News

Innovative strategies to tackle parasitic worms

08.12.2017 | Event News

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie